Neues aus der Kinderstube: Chili- und Tomatenanzucht.

Nun sind bereits 17 Tage seit meiner ersten Aussaat in diesem Jahr vergangen. Hier eine kurze Übersicht über den Stand meiner Pflanzenanzucht Ende Februar und den ausgesäten Sorten. Bisher habe ich mich vorrangig auf die Aussaat von Chilis und Tomaten konzentriert, nebenbei sind aber auch schon ein paar andere Saaten in die Erde gewandert – hier spielt wohl meine alljährliche Ungeduld  keine zu unterschätzende Rolle. Ich lasse mir aber mit vielen Pflanzen noch Zeit. Schließlich sind die Eisheiligen noch weit und der Platz in meinem Zimmer nur begrenzt – und auch nicht alle Pflanzen taugen für die Anzucht in der Wohnung. Mitlerweile wird es schon recht lebendig in meinem Wohnzimmer.

23.02._Chilikeimling

Meine bisherigen Aussaaten:

  • 06. Februar: Chilis – Sorten: Aji de Jardin; Aji Crérei; Aji Colorado und Anaheim Hot
  • 13. Februar: Monatserdbeeren; Attensaats kleine rote Chilis (aus der Samenrotation 2013); Salbei und blauen Ziersalbei (aus der Samenrotation 2014); Kaffee
  • 16. Februar: Ananaskirsche „Goldie“; Tomaten – „Manalucie“, „Zwergenwunder“ und eine Tomate von kessekresse (Samenrotation 2014); Fleißige Lieschen (Test, da das Saatgut schon älter war und mal aufgebraucht werden musste)

Bisher sind nahezu alle Chilisamen gekeimt, einige Monatserdbeeren und die Tomatensorten „Manalucie“ und „Zwergenwunder“. Eine Tomatensorte, der Salbei, die Fleißigen Lieschen und der Kaffee – dessen Keimzeit auch einfach sehr lange ist – stehen noch aus.

Sortenauswahl – Chilis und Tomaten 2015

Auf die Chili-Auswahl in diesem Jahr bin ich nun ja schon ausführlich eingegangen. Hinzufügen kann ich an dieser Stelle nur, dass ich mit dem Semilla-Saatgut sehr zufrieden bin: mein Bruder hat es 2013 erstanden, ich habe zehn Samen ausgesät und nun stehen bereits neun Keimlinge in meinem Zimmergewächshaus. Zu dem Saatgut hat sich nun noch ein Topf mit Attensaats kleinen roten Chilis gesellt – da sie mir im letzten Jahr auf der Fensterbank meines Freundes, auf die ich sie ausgelagert hatte, so gut gefallen haben. Eine wirklich ertragreiche Sorte mit kleinen, scharfen Schoten. Hier ein Bild von der letzten Ernte.

Mein Tomatensaatgut habe ich dieses Jahr verstärkt nach der Größe der Pflanzen ausgesucht, während ich letztes Jahr einfach auf die erhaltenen Sorten aus der Samenrotation zurückgegriffen habe. Platzsparende Sorten eignen sich einfach besser für meinen Balkon, auf dem ich im letzten Herbst gar nicht mehr wusste, woran ich die langen Tomatenäste noch anbinden sollte. Dieses Jahr sind es daher die Sorten „Manalucie“ und „Zwergenwunder“ geworden. Bei „Manalucie“ handelt es sich um eine kompakte Fleischtomatensorte. Sie soll nur 40 cm Wuchshöhe erreichen, blüht früh (schon Mitte Mai) und setzt entsprechend früh Früchte an. Alles Argumente, die für einen Versuch auf meinem schattigen Balkon sprechen. Die Sorte „Zwergenwunder“ ist hingegen einfach deshalb in meinen Warenkorb gewandert, da ich es einfach nicht glauben konnte, dass so kleine Tomatenpflanzen überhaupt Früchte tragen können. Ob das Wort „Wuchshöhe“ bei einer Pflanzengröße von maximal 10 cm überhaupt angebracht ist? Ich war fasziniert von den Bildern bei Deaflora und musste es einfach ausprobieren. Sicherlich auch ein lustiges Geschenk, so eine kleine Tomatenpflanze, für die wirklich jeder ein Plätzchen findet. Als drittes sind dann noch die Tomatensamen von Kessekresse in meine Töpfe gewandert. Den Sortennamen kenne ich nicht, aber die Tomaten haben mir auf ihren Fotos gut gefallen und eignen sich als Balkontomate, da sie nicht zu groß und ausladend werden. Ich bin gespannt, ob die drei Tomatensorten auch leckere Früchte hervorbringen und mir eine reiche Ernte bescheren!

Soviel von mir für heute – ich wünsche eine sonnige Woche.

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Des Gärtners Aufräumwut?!

Seit einiger Zeit lese ich mich nun dann und wann durch Garten- und Balkonblogs und bin nach meiner ersten Gartensaison auf meinem eigenen Balkon etwas irritiert über so manche Aufräumwut der Balkon- und Garteninhaber. Nun ist es also Oktober. Als Neuling war ich davon ausgegangen, dass die Gartensaison nun schon lange zu Ende sein und in meinen Kübeln nurnoch vertrocknete Stengel stehen würden. Aber von einem Erfrieren und Sterben sind meine Kübelpflanzen noch weit entfernt. Die fleißigen Lieschen, die Ringelblumen, die Orangentages und die Kapuzinerkresse blühen noch immer fleißig. Blutampfer, Schnittsellerie und Pfefferminze treiben weiter aus. Und selbst der Stielmangold, der mir in einem Buch als kälteempfindlich beschrieben wurde und den ich daher vor einigen Wochen schonmal vorsichtshalber ziemlich radikal abgeerntet hatte, wächst weiter – wenn auch nicht mehr im gleichen Tempo wie den Sommer über. In manchen Töpfen sind gerade neue Saaten (v.a. Feldsalat) aufgegangen, der aber nur langsam wächst. Natürlich finden sich hier und da erste gelbe Blätter – zum Beispiel an der Ananaskirsche, die aber trotzdem das Blühen nicht einstellen will.

Organentagetes

Aus diesem Grund möchte ich hier in aller Deutlischkeit schreiben, dass ich entschlossen bin dieses Begrünungsprojekt in diesem Jahr bis zum bitteren Ende durchzuziehen: Hier auf meinem Balkon wird nicht ausgerissen, ausgeleert und in den Keller geräumt, um dem Winter kampflos das Feld zu überlassen. Nein, auch das Vergehen wird hier akribisch begutachtet und dokumentiert. Und jede letzte Blüte und jeder junge Austrieb wird bejubelt und angefeuert. Der letzte Winter war schließlich lang und trist genug. Solange noch irgendwas auf meinem Balkon wächst dieses Jahr, soll es wachsen dürfen. So schaue ich nicht nur auf die fast schon kahlen Bäume vor meinem Fenster, sondern auch noch immer auf grüne Blumentöpfe. Die winterliche Tristesse hat hier keinen Platz und das ist auch gut so.

In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Herbstwochenende,

Staphylea

Trödelliese.

Nachdem mein erstes Lieschen nun schon eine weile in knalligem pink blüht – und zwar wie wild! -, hat es mein zweites Lieschen nun auch geschafft. Und dieses blüht nun – schön abwechslungsreich – in zartem rosa. Vielleicht hat das Lieschen sich auch einfach ein bisschen mehr Zeit gelassen, um mich in diesen ständig regnerischen Wochen aufzuheitern…

Lieschen_klein

…es hat auf jeden Fall zeitweise geholfen! 😉

Blütenzauber gegen die Tristesse.

Hachne, der Frühling meint es also wirklich ernst. Regenwetter – grauer Himmel. Und der Wind trägt munter Pflanzenmaterial von den angrenzenden Bäumen auf meinen Balkon und in meine Blumenkästen. Zur Aufmunterung legt mein auf der Fensterbank selbstgezogenes  Lieschen nun aber los, nachdem es anfangs wachstumstechnechnisch ziemlich zu Wünschen übrig ließ. Aber nun – pink! – eine erste Blüte! Und die nächsten Knospen folgen schon!

IMG_5978_bearbeitet

Frühlingsflair in meinem Wohnzimmer. Die Samen waren übrigens ein Geschenk von einem Samenversand. Aber jetzt bin ich froh, dass ich sie ausgesät habe – und dass sie ein bisschen Farbe auf die Fensterbank bringen…

Pflanzenwachstum indoor.

Ein kleiner Rundgang vorbei an meiner Pflanzenzucht im Zimmer. Heute habe ich kaum mehr Fliegen gesehen – wenn ich mich recht erinner garkeine mehr. Ob das ein gutes Zeichen ist und die Nematoden nun endlich fleißig gefressen haben?

Hier ein kleiner Spaziergang entlang meiner Pflanztöpfe: Eine Ananaskirsche (Anfang April gekeimt – langsam im Wachstum, auch wenig Wurzeln, ich vermute die Trauermücken waren hier am Werk.)…

Ananaskirsche

Und meine zwei Chili-Pflanzen, die immer mehr Knospen bekommen (Aussaat: 04.03.)…

chili

Ein Fleißiges Lieschen öffnet sogar schon eine ihrer Knospen – wie spannend! (Aussat: 09.03.)

Fleißiges Liesschen

Hier meine neu ausgesäten Babys (Aussaat: 24.04.), eine Gurke „Miniature White“ (zweiter Versuch, nachdem die letzten beiden gestorben sind), eine Spargelerbse – und darunter die Orangengewürztagetes (verbessert angeblich den Boden und vertreibt schädliche Fadenwürmer). Auf dem dritten Bild wächst Pfefferminze (Aussaat: 11.04. – noch ganz winzig!).

Spargelerbse und Gurke

Orangengewürztangetes

Pfefferminze

Die Ringelblume (Aussat: 06.04.)…

Ringelblume

…mein Salbei (Aussaat Anfang März)…

Salbei

…mein Schnittknoblauch…

Schnittknoblauch

…und eine Sonnenblume (Aussaat: 01.04.)…

Sonnenblume

…ein Ysop – zweite Anzuchtrunde, daher noch kleiner als meine Pflanze auf dem Balkon (Aussaat: 25.03.)…

Ysop

…eine Zinnie (mangelhaftes Wachstum, Aussaat: 09.03.)…

Zinnie

…daher habe ich zum Vergleich Zinnien vor ein paar Tagen nochmal ausgesät…

Zinnien2

Ich denke das gibt einen ganz guten Einblick in meine „Wohnungskultur“ Ende April. Hier und da stehen noch andere Pflanzen und Töpfchen mit Aussaaten, so dass es hier bald hoffentlich noch grüner wird – und einiges nach den Eisheiligen auf den Balkon umziehen kann.

Ich wünsche einen schönen Abend.

– Staphylea

Wachstumsbericht.

Heute ertappe ich mich immer wieder, wie ich Löcher in meine Pflanzen starre. Es hängt mir zum Hals raus aufs Wetter zu schimpfen – aber einen anderen Grund für mein Tief und meine Antriebslosigkeit kann ich beim besten Willen nicht finden. Also gibt es heute nochmal einen kurzen Wachstumsbericht und dann wird Sport getrieben – sonst halte ich es mit mir selbst nicht mehr aus!

Tomtate und Chili

Tomate „Vilma“ (3.5 Wochen alt) und Chili „Basket of Fire“ (5 Wochen alt – mit anfänglichen Startschwierigkeiten) sind ganz gut gewachsen. Sie könnten Sonne vertragen um sich so weiterzuentwickeln, genau wie alles andere auf der Fensterbank – aber daran ist heute mal wieder nicht zu denken!

Zinnie und Fl. Lieschen

Zinnien und Fleißige Lieschen trödeln in meinen Augen ziemlich rum. Vielleicht ist das aber auch  normal – ich kenne mich ja nicht aus. Sie sind jetzt 4-5 Wochen alt und die hier abgebildeten Pflänzchen sind jene, die noch am weitesten entwickelt sind. Da muss Frau wohl noch viel Geduld haben.

Zusammenschnitt

Die Ananaskirsche (vor 1 Woche endlich aufgegangen) sucht das Licht.

Kräuter im Regal

Die Kräuter/Blumentöpfchen im Buchregal (2-3 Wochen alt) wachsen allmählich – hier zu finden: Ysop, Majoran, Schnittknoblauch und ein Fleißiges Lieschen.

In den letzten drei Tagen rappelt sich zumindest der Schnittknoblauch auf:

Schnittknoblauch_bearbeitet

Meinen Blutampfer (Aussaat Anfang und Ende März) habe ich in die nicht so helle Küche verbannen müssen. Die erste Aussaat hat durch ein paar sonnige Tage sehr gelitten (die ersten Blätter haben braune Ränder und wachsen schlecht) – Blutampfer verträgt anscheinend nicht so viel Sonne.

Auf dem Balkon habe ich Salate, frühkeimende Radieschen und Kubaspinat ausgesät. Ich habe einen Blumenkasten über Ostern in die kühle Küche gestellt und Salat und Kubaspinat so zum Keimen genötigt. Nun habe ich sie wieder in die Freiheit entlassen in der Hoffnung, dass sie dort weiterwachsen. Aber bisher passiert da natürlich garnichts. Und man kann immer nur auf besseres Wetter hoffen.

Neu ausgesät auf meiner Fensterbank in den letzten Tagen – bisher aber noch nicht gekeimt: Sonnenblume, Kapuzinerkresse, eine weiße Minigurke („Gurke Miniature White“), Erdbeerspinat, Ringelblume, Kaktusfeige und Chichiquelite (Link).

Gegenüber der Parakresse habe ich endgültig kapituliert. Ich habe dreimal ausgesät – dreimal ist garnichts passiert. Ich lasse es jetzt gut sein. Dann wachsen eben all die anderen tollen Sachen auf meiner Fensterbank!