Was tun mit den vielen Chilis? – Teil I.

Seitdem meine beiden Chilipflanzen der Sorte „Basket of Fire“ nun seit einiger Zeit munter Früchte produzieren, habe ich schon diverse Gedanken gewälzt, was ich mit diesen anfangen soll. So schnell wie sie reifen, kann ich sie nicht in meine Kochtöpfe werfen – gerade, weil ich eigentlich kaum ein „Scharf-Esser“ bin. Ich habe einige Früchte zum Trocknen auf einen Faden gezogen und ans Küchenfenster gehängt. Außerdem habe ich überlegt sie einzulegen oder weiterzuverarbeiten. Aber was ist sinnvoll, lecker und empfehlenswert?

Sonntag habe ich dann spontan beschlossen einen ersten Versuch mit dem Kochen einer Chili-Sauce zu starten. Aufgrund weniger Zutaten, die in meiner Küche vorrätig waren und unserer Grillpläne, habe ich es erstmal mit einer „Sweet-Chili-Sauce“ versucht nach einem Rezept, dass ich im Netz gefunden hatte.

Chili-Soße_Blog

Zutaten:

ca. 5 Chili (größere, sonst ruhig etwas mehr – würde ich aber auch von der Schärfe der Chilis abhängig machen)

ca. 5 Knoblauchzehen, gehackt

1 TL Salz (wenn vorhanden: grobes)

10 EL Zucker

10 ELWasser

10 EL Essig (Reisessig stand im Rezept, aber es funktionieren auch andere – ich hatte nur Brantweinessig und man hat nichts nachteiliges geschmeckt.)

Zubereitung: Zucker, Wasser und Essig in einem Topf vermischen und einköcheln lassen, bis es möglichst eine sirupartige Konsistenz bekommt. Chilis kleinschneiden, mit Salz im Mörser zerstoßen (oder sonst irgendwie möglichst „zerkleinern“). Knoblauch eventuell in einer Pfanne etwas anrösten. Dann Chili mit Salz und Knoblauch in die Zucker-Wasser-Essig-Masse rühren. Fertig!

Fazit: Diese Soße hält sich aufgrund ihrer Zutaten recht lange und man kann sie ganz nett zum Grillen o.ä. einsetzen. So richtig der Renner ist sie für mich jetzt  nicht, da sie mir zu zuckerlastig ist – ich befinde mich daher auf der Suche nach weiteren guten Rezepten. Allerdings hat die Soße den Vorteil, dass sie durch ihre süßen und sauren Zutaten auch etwas für Personen ist, die keine Weltmeisterschaft im Scharfessen anstreben und es daher mögen, wenn die Soße nicht nur scharf und unerträglich ist… also ansich ein guter Anfang in der Chili-Weiterverarbeitung.

Was stellt ihr eigentlich mit Euren Chilis an? Rezeptvorschläge?

LG,

Staphylea

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Gurkenernte.

Heute war es soweit: Meine erste Gurke ist ausgewachsen – fast schon zu groß für diese Mini-Sorte, wenn ich meinen Recherchen im Internet glauben darf. Denn die Gurken „Miniature White“ sollte man schon zwischen 4 bis maximal 7 cm ernten.

Erste Gurkenernte

Ich fand sie übrigens lecker, die Gurke. Klein und zart – für einen Snack genau das richtige. Und eine zweite Gurke wächst auch schon heran. Hoffentlich werden es noch mehr. Denn heute habe ich wiedermal eine traurige Entdeckung gemacht: Meine Gurke hat sich Mehltau zugezogen.(Ich tippe auf echten Mehltau, aufgrund der weißen Pilzflecken und einem Vergleich mit den Beschreibungen im Internet.) Da ich es langsam leid bin, dass sich auf meinem Balkon nahezu jede Pflanze irgendwas zuzieht, habe ich einige befallene Blätter abgeschnitten und dann ein biologisches Bekämpfungs- und Stärkungsmittel bestellt. Der Befall ist noch nicht so wild – nur vereinzelte Punkte auf mehreren Blättern. Alle befallenen Pflanzenteile möchte ich trotzdem nicht abschneiden, denn dann hat die Gurke kaum mehr größere Blätter. Ich bin also gespannt, ob ich das „Unheil“ nochmal abwenden kann. Was unternehmt ihr gegen Mehltau auf Gemüsepflanzen?

Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende,

Staphylea

Grilldemo.

Ich kann es nur empfehlen – nächstes Wochenende: Grillen gegen die Agrarindustrie!

Eine kreative Protestveranstaltung gegen Massentierhaltung und Umweltzerstörung,  an der jeder in seinem Garten oder auf seinem Balkon – am besten jedoch im öffentlichen Raum – teilnehmen kann, ganz bequem von zu Hause und mit den Liebsten. Mal sehen, was sich da organisieren lässt…

Hoffen wir also auf gutes Wetter!

Balkonrundgang.

Hier nochmal ein paar Balkonimpressionen Mitte August. Ich finde, es ist schön grün geworden auf meinem Balkon – auch wenn die ein oder andere Pflanze mal schwächelt und ich im nächsten Jahr sicherlich aufgrund meiner ersten Erfahrungen als Gärtnerin die Pflanzen/Samenauswahl sowie ihre Standorte nochmal überdenken werde. Aber dazu später im Jahr – wenn ich dann das erstemal eine Bilanz ziehen kann.

Zahlreiche Kräuter und Blattgemüse wachsen mitlerweile bei mir…

BalkonkastenI

[Blattsalat, Schnittsellerie und Blutampfer]

Besonders mein Blutampfer und mein Schnittsellerie machen sich immer besser. In der heißen Sommerphase hatte ich das Gefühl, dass das Wachstum einfach stagnierte. Aber nun haben sie nochmal ordentlich zugelegt.

 

BalkonkastenII

[Ananaskirsche, (blühender) Zitronenbasilikum, Salbei und Pimpinelle]

Ursprünglich hatte ich mehrere Ananaskirschen-Pflanzen. Einige standen in Töpfen im Wohnzimmer, hatten dann aber einen argen Spinnmilbenbefall (gemeinsam mit meinen Chilis) – ich habe mich dann schweren Herzens von einigen Pflanzen getrennt. Diese Pflanze wächst draußen aber wundervoll und ist vor allem auch schädlingsfrei. Vielleicht ist die Ananaskirsche draußen einfach besser aufgehoben.

Blattsalat[Pflück- oder Blattsalat – Sorte ist in Vergessenheit geraten.]

Der Blattsalat im Nachbarkasten sollte mal geernter werden. Der Salat entwickelt bei mir immer erstaunlich schnell Stiele und wächst dem Kasten davon. Vielleicht liegts am Lichtmangel oder den warmen Temperaturen? – Aber immerhin muss ich mein Fazit vom Frühjahr revidieren: Blattsalat wächst auch gut auf dem Nord(west)balkon.

Mangold[Mangold „Bright lights“ – hier aber so garkein bisschen bunt, wie auf der Packung versprochen.]

Kräuter

[Thymian, Currystrauch und Pfefferminze]

Mein Thymian, den ich im März als Pflanze gekauft habe, schwächelt ziemlich rum. Er legt die Blätter an und vertrocknet – außerdem spreizt er die Äste nach außen. Woher das wohl kommt? Ich habe anfangs recht viel gegossen, nun gieße ich weniger. Aber was genau er hat, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht einfach zu wenig Sonne? – Ebenso hat der Currystrauch sich komisch entwickelt. Ich habe ihn dann vor Kurzem umgetopft und radikal gestutzt, um zu sehen, ob er sich nochmal erholt. Die Pfefferminze habe ich selbst ausgesät. Sie stand in einem sehr kleinen Topf und hat sich entsprechend überschaubar entwickelt. Mal sehen, was passiert, wenn sie nun mehr Platz hat…

Selbstaussaat_Erdbeerspinat

Mein Erdbeerspinat, den ich kürzlich entfernt habe, hat sich übrigens wie wild selbst ausgesät. In allen Töpfen rund um den Balkonkasten, in derm er stand, entdecke ich immer wieder Keimlinge. Leider kann ich sie aus Blatzgründen kaum stehen lassen. Aber mal sehen – vielleicht habe ich doch noch ein Herz mit dem ein oder anderen…

Chili_Spinnmilbenbefall[Chili – „Basket of Fire“]

Eine meiner Chilis habe ich aufgrund eines Spinnmilbenbefalls auf den Balkon verbannt. Sie hat zahlreiche Früchte angesetzt – das geschah aber schon in meinem Wohnzimmer. Seid sie auf dem Nord(west)balkon wohnt, bekommt sie natürlich nicht mehr soviel Sonne und das Fruchtwachstum/die Reife der Früchte lässt etwas zu wünschen übrig. Aber damit muss sie jetzt leben – das war mir dann doch zu Anstrengend im Wohnzimmer. Meiner anderen Chili scheint es besser zu gehen. Ich habe beide Pflanzen mit Rapsöl behandelt und versucht feuchter zu halten (d.h. mit Wasser besprüht, im Regen rausgestellt), da ich gelesen habe, dass Spinnmilben es trocken mögen. Aber nun zum weiteren „Gemüse“…

Gurke_mit Frucht

[Gurke „Miniature White“]

Meine Gurke hat nun eindeutig ihre erstes Früchtchen. Und eine zweite weibliche Blüte habe ich auch schon entdeckt – es wird also. Ich bin nun gespannt, ob die Gurke wächst und reift auf meinem Nordwestbalkon… – und zur guter Letzt einige Impressionen von meiner „Blütenpracht“:

Orangengewürztagetes_Zinnie

[Orangentagetes und Zinnie]

Ringelblume

[Ringelblume]

Kapuzinerkresse_klettert

[Kapuzinerkresse]

Meine Kapuzinerkresse erklettert das ganze Balkongeländer. Ich habe natürlich hier und da mal nachgeholfen und angebunden. Nun sehen meine Nachbarn von außerhalb des Balkons allerdings mehr Blüten, als ich. Schade, aber von außen sieht es bestimmt idyllisch aus! 😉

Liebe Grüße aus dem gerade verregneten Mannheim,

Staphylea

Also doch!

Also doch, eine hoffnungsvolle, weibliche Knospe an meiner Gurke. Es könnte als doch noch was werden…

Weibliche Gurkenblüte

Ich habe in den letzten Tagen den Haupttrieb gekappt, damit die Gurke Seitentriebe entwickelt. Und ich habe ihr ein Rankgitter in den Topf gesetzt. Außerdem habe ich sie mal mit Tomaten- und Chilidünger gedüngt und die verwelkten Blüten entfernt. Außerdem bekommt die Pflanze nun nurnoch warmes Wasser. Ob das schon so schnell gewirkt hat? Oder ob ich einfach nur zu ungeduldig war?

Und mein Mangold hat es, nachdem er mehrfach von den Minierfliegen angefressen wurde, nun auch noch geschafft. Jetzt wächst und gedeiht er. Eigentlich sollte er nur rotstielig sein – nun ist er etwas farblos. Schade! Aber ich habe einfach nochmal neue Samen in die Erde gesteckt. Mal sehen, ob das noch was wird dieses Jahr.

Mangold

Und meine Ringelblume hat es nun auch geschafft. Sie büht ein erstes Mal…

Ringelblume Schön. Heute habe ich meinen Balkon ein bisschen aufgeräumt und die zeitweilig durchbrechenden Sonnenstrahlen mit einem Buch auf dem Schoß genossen. Ich brauchte mal einen ruhigen Tag für mich.  Gegen abend bin ich dann noch ne Runde durch den Wald gelaufen – nach dem Hochwasser sieht es dort immernoch wüst aus. Wie lange das wohl braucht, bis sich alles erholt hat…

Ich wünsche ein schönes Restwochenende,

Staphylea

Kaktusfeige.

Vor einigen Wochen – es müsste Mai oder Juni gewesen sein – habe ich zum zweitenmal Kaktusfeigensamen ausgesät, nachdem ich im Frühjahr auf meiner Fensterbank garkeinen Erfolg damit hatte. Ich habe drei Samen in den Topf gesteckt, eine durchsichtige Tüte über die Erde gestülpt, damit sie nicht austrocknet und die Samen genug Wärme bekommen, und das Ganze ans Südfenster gestellt. Danach habe ich das Töpfchen fast vergessen – nur ab und zu bin ich beim Gießen meiner Pflanzen mal wieder darüber „gestolpert“ und hab die Erde auf ihre Feuchtigkeit kontrolliert. Nach einigen Wochen war ich schon wieder geneigt, es aufzugeben, ließ den Topf aber noch wo er war. Und als ich dann irgendwann nochmal die Tüte hob, da stand dort ein stolzer Keimling. Seitdem darf der Topf ohne Tüte am Südfenster stehen. Und heute habe ich in einem anderen Topf Erde mit Sand gemischt und die (mitlerweile zwei) Keimlinge dorthin umgetopft. Den ersten, wohl ertwas vergeilten Keimling habe ich tiefer in die Erde gesetzt, in der Hoffnung, dass er sich stabilisiert. Ich bin gespannt, ob meine Anzucht funktioniert – umfangreich informiert habe ich mich noch nicht, was diese Pflänzchen so brauchen.

Kaktusfeigenkeimlinge

Keimling_KaktusfeigeIch bin also gespannt.

Ich wünsche allen ein sonniges Wochenende.

Staphylea

Fruchtlose Blütenpracht.

Seit ich vor wenigen Wochen meine Mini-Gurken-Pflanze in einen größeren Topf gesetzt habe, macht sie mir richtig Freude. Und als dann, abseits des stetigen Wachstumsschubs, die ersten Blüten auftraten und sich Hummeln an ihnen tummelten, sah ich mich schon Gurken in den Salat schnibbeln. Als die Blüten dann jedoch vertrockneten und abfielen – und die Pflanze immer weiter blühte, ohne Früchte anzusetzen – dachte ich erst, es läg vielleicht an meiner Unwissenheit und falschen Pflege. Letztlich hat das Internet mir weitergeholfen. Was ich nämlich nicht wusste: Gurken haben männliche und weibliche Blüten. Und natürlich können nur aus den weiblichen Blüten Früchte entstehen. Meine Gurke hingegen produziert scheinbar nur männliche Blüten…

Gurke

Gurkenblüten

Männliche Blüten haben nur einen dünnen Stiel, während weibliche Blüten einen dickeren Stiel haben, aus dem bei Bestäubung eine Gurke wächst. Männliche Blüten, so steht es weiter im Netz, werden oft schneller produziert – mit ein bisschen Geduld kommen dann aber auch noch weibliche. Na, dann wollen wir hoffen, dass meine Gurke das auch noch schafft!

GurkenrankeAnfangs habe ich die Gurke gestützt und angebunden – damit sie im Topf bleibt und nicht davon kriecht. Nun hält sie sich schon selbst am Stab fest. Auf der Samenpackung stand, dass sie 40cm hoch wird – im Internet habe ich dann allerdings was von 1,50 m bei dieser Sorte („miniature white“) gefunden. Oje, damit habe ich nicht gerechnet – die 40 cm hat sie auf jeden Fall schon erreicht und ist nun oben an der Stange angekommen. Wenn sie nun noch weiterwächst, muss ich mir was einfallen lassen…oder soll ich den Haupttrieb stutzen, dann wächst sie vielleicht in die Breite?

Tips, wie ich meiner Gurke auf die Sprünge helfen könnte, sind herzlich willkommen!

Liebe Grüße aus dem Unwetterland Bawü,

Staphylea