Von Flora und Fauna.

Indoorflora

Zur Zeit stelle ich mich bereits auf den immer näher rückenden Winter ein. Ich habe daher angefangen Ableger von meinen Zimmerpflanzen zu ziehen – im Wasserglas zu bewurzeln und dann einzupflanzen. Leider weiß ich garnicht genau, was ich da für (Ranke)Pflanzen in der Gärtnerei gekauft hatte – es ist mir entfallen und ich muss dafür wohl mal recherchieren. Eine zweite Generation begrünt meine Wohnung aber bestimmt vorteilhaft und hilft gegen den Winterfrust der Balkongärtnerin. Und erste Erfahrungen sammel ich so auch, habe ich zuvor doch nie Pflanzen vermehrt. Bald sollte ich jedoch dafür sorgen, dass die Artenvielfalt auch steigt. Fotos und Erfahrungen folgen vielleicht ein andermal.

Samenrotation

Samenrotation2014

Heute abend habe ich mal das Saatgut für meine Teilnahme an der Samenrotation vom Balkongärtner Marcel zusammengestellt. Das geht die Tage dann auf die Reise. Sechs Tütchen gehen auf die Reise – allesamt mit samenfestem, zum Teil selbst geerntetem Saatgut bestückt. Ich bin schon gespannt, was ich diesesmal für Inspirationen aus der Rotation ziehen kann und was dann im nächsten Jahr den Weg in den Topf findet.

Unerwünschte Indoorfauna

Heute habe ich dann vorrangig mit Putzen verbracht. Ich hatte am Freitag den Verdacht, dass sich Dörobstmotten bei mir eingenistet haben. Ich war schockiert, nachdem ich drei Motten und eine Raupe in der Küche erschlagen hatte! Nun wohne ich seit fast zehn Jahren alleine – in unterschiedlichen Wohnungen – und ich hatte noch nie irgendwelche Schädlinge in meiner Küche. Ich habe dann im Netz gelesen, dass man sich die Schädlinge mit einkauft und diese besonders gerne in Lebensmitteln die nicht mit Chemie belastet sind (Bio) leben. Da ich mich aber auch in Zukunft gerne gesund ernähren will, habe ich beschlossen andere Seiten aufzuziehen. Von nun an kommt bei mir alles in gut verschlossene Gläser – so hab ich die Lebensmittel wenigstens im Blick. Erschreckend ist auch, dass Küchenschädlinge tendentiell wieder zunehmen in unserer Zeit, wo einzelne, chemische Behandlungsweisen für Lebensmittel wieder verboten werden. Vorbeugung ist also vielleicht garnicht schlecht – besonders vor dem Hintergrund, dass Verwandte von mir super Horrorgeschichten dazu auf Lager hatten. Eine negative Seite von gesunder Ernährung, die ich bisher noch nicht bedacht hatte – aber natürlich hat alles seine Vor- und Nachteile und an meinen Überzeugungen ändert das garnichts. Natur ist eben eigenwillig – wenn man aber weiß, worauf es ankommt, hat man das sicherlich im Griff.

Ich wünsche einen guten Start in die Woche!

P.S.: Außerdem möchte ich mich herzlich Bedanken bei Marcel für seine Nominierung meines Blocks zum „Liebster Award“. Ich habe mich sehr darüber gefreut! – Jedoch bin ich leider so garkein Fan von Fragebögen nach Kettenbriefprinzip und muss daher passen – ich hoffe meine Leserschaft und Marcel nehmen es mir nicht übel. Aber gefreut habe ich mich trotzdem, dass jemand an meinen Blog denkt!

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Die Würfel sind Gefallen: Die Samenrotation 2013.

IMG_0726

Vor einigen Wochen habe ich an der Samenrotationsaktion des Balkongärtners Marcel teilgenommen – ich war etwas übereifrig und habe, da ich dieses Jahr eine ganze Reihe unterschiedlicher Samen eingekauft hatte, eine ganze Reihe Päckchen an ihn abgeschickt. Im Nachhinein hatte ich fast ein schlechtes Gewissen, dass ich ihm soviel Arbeit bereitet habe. Aber ich fand die Tauschidee einfach so gut (die gekauften Tütchen haben immer vielzuviel Inhalt für meine Balkonkübel) und ich habe mich auf neue Inspirationen für meinen Balkongarten schon im vorhinein gefreut. Die Idee der Rotation ist zudem einfach die ideale Alternative, ehe mein Saatgut im Schrank allmählich seine Keimfähigkeit verliert. Ich habe Marcel auch angeboten, ein paar Päckchen einfach zu behalten – aber vielleicht hat er das überlesen oder war mit wohlgesonnen, da ich sogar mehr Päckchen zurückerhalten habe.

Heute lag schließlich ein großer Umschlag mit meiner eigenen Handschrift im Briefkasten – wie verräterisch! Und als ich ihn öffnete, sprangen mir gleich zwei Borlotti-Bohnen entgegen, die einem der Samenpäckchen entschlüpfen konnten. Nachdem ich sie wieder eingefangen hatte, bot sich mir ein Bild des Saatgutüberflusses. Ich bin begeistert – auch wenn ich mich  bei manchen Samen noch frage, wie und wo ich sie aussäen und großziehen soll – wir werden sehen, was das nächste Gartenjahr bringt.

Was habe ich also erhalten?

Zunächstmal habe ich Kräuter vorgefunden:

  • Schnittlauch „Naomy“
  • Basilkum

Das es ausgerechnet diese zwei Kräutersorten zu mir geschafft haben ist sehr passend. Ich habe dieses Jahr versucht Zitronenbasilikum und Schnittknoblauch auf meinem Balkon zu kultivieren. Das Zitronenbasilikum hat mich geschmacklich nicht so überzeugt und der Schnittknoblauch wollte nicht gedeihen. Daher hatte ich schon überlegt, zu klassischeren Varianten von Basilikum und Schnittlauch zurückkehren. Die Frage nach den Sorten habt ihr mir hier also prima abgenommen.

Desweiteren fand sich eine Auswahl an Gemüse:

  • Neuseeländerspinat
  • Borlotti-Bohnen (widerspenstig, wollen nicht in der Tüte bleiben!)
  • Cocktailtomate „Cerise gelb“
  • Gartenmelde „Vollrot“
  • Johannisbeertomate, rot
  • kleine rote scharfe Chili

Erfreulich ist auch bei der Gemüseauswahl, dass sich einige Samen eingeschlichen haben von Pflanzen, die ich schon für nächstes Jahr im Hinterkopf hatte (Spinat, Gartenmelde, eine neue Chilisorte für mein Wohnzimmerfenster…). Meine diesjährige Tomatenanzucht ist leider schon in meinem Wohnzimmer eingegangen (doofer Trauermückenbefall!), so dass ich es gerne im nächsten Jahr nochmal versuche. Einen besonderen Anreiz habe ich ja nun: extra tolle Sorten!

Ein bisschen schüchtern mich Wuchshöhe (die gelben Cocktailtomaten werden bis zu 2,50 m hoch?!) und Standortansprüche mancher Pflanzen noch ein, da ich ja nur einen eher nördlich ausgerichteten Balkon (auf dem dieses Jahr aber auch eine ganze Menge gewachsen ist) und ein großes Südfenster habe. Aber ich habe diese Gartensaison gelernt, das man für vieles eine Lösung findet – irgendwie. Und im Notfall muss halt doch der Garten meines Bruders o.ä. im Frühjahr ein paar Anzuchten aufnehmen oder ich besuche nochmal die Gemeinschaftsgärtner in der Neckarstadt und steuer ein paar Pflanzen und Arbeitsstunden bei. Ich bin also auf jeden Fall mal gespannt, ob ich von diesen Gemüsesorten im kommenden Jahr auch Erträge vorweisen kann und ob sie auf meinen Balkon passen.

Dann wären da noch Blumensamen, die ich bekommen habe:

  • Schwarzäugige Susanne
  • lachsfarbener Mohn
  • rot gefüllter  Mohn
  • lychnis coronaria
  • Elfenspiegel

Wundervoll. Ich liebe Mohn! Und lachsfarbenen kannte ich noch garnicht. Ich bin gespannt, ob er in meinen Blumenkästen gedeiht. In jedem Fall eine super Idee. Die „lychris coronaria“ musste ich erstmal im Internet suchen – ob es sich dabei um Kronen-Lichtnelken handelt? Schön! Eine Blume, auf die ich als Anfängerin im Gärtnern noch garnicht gekommen bin. Und sie gefällt mir auf den Bildern ausgesprochen gut. Ähnlich ging es mir mit dem Elfenspiegel – auch eine sehr willkommene Neuheit, die vielleicht die fleißigen Lieschen in meiner Blumenampel im nächsten Jahr ersetzen könnte. Und schließlich kommt noch die schwarzäugige Susanne hinzu, die ich in diesem Jahr schon in verschiedenen Töpfen bewundern durfte, die es aber auch auf meinen eigenen Balkon/in meine eigene Wohnung noch nicht geschafft hatte. Ich bin gespannt, ob mir die Anzucht dieser Blumenpracht gelingt und ob sich die Blumen für mich eignen.

Und schließlich war noch ein Saamentütchen in dem Umschlag, das bei mir vorerst für Erheiterung und leichter Ratlosigkeit gesorgt hat:

  • Mammut-Baum

Wo genau ich dieses Prachtstück in meiner 40qm-Wohnung mit angrenzendem Balkon zu seiner ganzen Größe heranziehen werde, ist mir noch schleierhaft! Ideen? Vielleicht kann ich die Nachbarn über mir Fragen, ob wir die Zwischendecken nicht vielleicht beiseite schaffen können – mehr Luft und Natur tut uns sicher allen gut?!… 😉

Es beunruhigt mich nun doch ein bisschen, dass ich selbst auch immernoch über eine ansehnliche Samensammlung verfüge. Ich sehe es schon kommen: Das wird ein wirklich opulentes Gartenjahr 2014. Vielleicht brauche ich zukünftig statt meines Balkons eine Plantage, wenn ich so weitersammel. Aber dieses Jahr hat mich der Anzucht- und Pflanzvirus einfach gepackt – vielleicht beruhigt es sich in den nächsten Jahren ja wieder ein bisschen. Auf jeden Fall muss ich mir in den kommenden Herbst/Winter-Wochen mal einen Anbau-Schlachtplan machen, damit ich den Überblick nicht vollkommen verliere.

Soviel für heute – über all die tollen Pflanzensorten muss ich nun erst einmal schlafen. Auf jeden Fall wird mir diesen Winter nicht langweilig, schließlich muss ich mich als Gartenanfängerin noch über all diese Pflanzen informieren und darüber nachdenken, wie mein Balkon im nächsten Jahr aussehen kann und soll.

In diesem Sinne: Vielen Dank für alle, die an dieser Aktion teilgenommen haben und so tolles Saatgut versandt haben (besonders an die Absender meiner Samen, u.a. jene dich sich zu Erkennen gegeben haben: Attensaat; Marcel; Rena und Laiza) und besonders an Marcel, der sicherlich eine Menge Arbeit damit hatte am letzten Wochenende. Ich mache gerne wieder mit – dann aber vielleicht auch ein bisschen zurückhaltender…

Ich wünsche einen schönen Abend,

Staphylea

Aufruf zur Samenrotation!

Die SAMENROTATION, die LinaLuna 2012 initiierte, ist nun weitergewandert und wurde dieses Jahr mit ihrer freundlichen Genehmigung vom Balkongärtner ausgerufen.

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Und was ist nun eine Samenrotation?

Es ist Befreiung von Altlasten – Befreiung von Saatgut, dass im Schrank vertrocknet, weil der Platz nicht reicht. Es ist Spiel und Spannung – man weiß schließlich nie, was einen mit der nächsten Post erwartet. Und es ist eine Wohltat und Inspiration für die Artenvielfalt im eigenen Balkonkübel. – Kurz gesagt: es ist wie Weihnachten für den Hobbygärtner, Pflanzenliebhaber oder ökologischen Selbstversorgerbalkoninhaber…

Und deswegen: hier lesen und mitmachen!