Neues vom (vernachlässigten) Balkon.

In dieser Saison hat sich mein Blog inhaltlich stark verändert. Es finden sich kaum mehr Blicke auf meinen Balkon; im Zentrum steht nun mein Hochbeet im Gemeinschaftsgarten. Das liegt vorrangig daran, dass das Gärtnern dort – in sonniger Lage – einfach viel mehr Erfolgserlebnisse und Spaß mit sich bringt. Aber natürlich bildet auch der Balkon nachwievor einen wichtigen Ort für mich, an dem ich mich gerne aufhalte. Das Grün ist hier jedoch stark zusammengeschrumpft. Einige Töpfe und Kästen habe ich in den Keller geräumt und ich nutze den neuen Freiraum, um auch mal zu zweit oder zu Dritt draußen zu sitzen – zu frühstücken, zu grillen oder einfach die Nachmittagssonne zu genießen.

BalkonimJuni

TrostloserBalkonAn dieser Stelle also ein paar Impressionen von meinem reduzierten Balkongarten, auf dem heute immerhin noch sechs Tomaten, eine Monatserdbeere, ein Rosmarienstrauch, Schnittlauch, eine Himbeere, Schnittknoblauch, Bärlauch, Blutampfer und Hirschhornwegerich wachsen. Und somit fieber ich Ende Juni den ersten Früchten entgegen – in wenigen Tagen gibt es die ersten Monatserdbeeren und die Tomaten setzen jetzt endlich zur Blüte an.

Balkon_I

Minitomaten ‚Zwergenwunder‘ – sollen in dieser Größe bereits ausgewachsen sein und stehen kurz vor der Blüte. Ich bin sehr gespannt!

Erdbeeren_unreif

Die Monatserdbeere setzt fleißig Früchte an.

ErsteErdbeere

Die erste Erdbeere errötet…

Himbeere

Die Himbeere, die ich im Frühling aus einem Supermarkt gerettet habe – mehrfach im Preis reduziert und eigentlich nur ein trauriger ‚Stock‘ – wächst fleißig der Sonne entgegen. Früchte gibt es aber wohl erst im nächsten Jahr?!

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Was wächst auf dem Nordwestbalkon? – Teil IV: Kräuter.

Heute schließlich zum letzten – und für mich schwierigsten – Teil meiner Reihe, in der ich zurückblicke auf meine bisherigen Gartenerfolge auf meinem Nord(west)balkon. Nach meinen Resümees über Gemüse, Obst- und Beeren und Blühpflanzen folgt nun ein Artikel über meine Kräuterzuchtversuche. Warum dies der schwerste Teil für mich ist? Ich fürchte ich habe den Überblick verloren, welche Kräuter alle in Form von Samen und Pflanzen ihren Weg in meine Töpfe gefunden haben. Und entsprechend dunkel erinnere ich mich auch nur an das gute oder schlechte Gedeihen jedes einzelnen Krautes. Die Kräuter liefen bei mir eher nebenher, muss ich gestehen – eine richtige Kräuterfrau bin ich dabei wohl nicht geworden. Vielleicht müsste ich diesen leckeren Pflanzen in Zukunft mal mehr Aufmerksamkeit schenken, in Anbetracht der Vielzahl von Sorten, die ihren Weg in meine Blumenerde fanden. Daher hier ein Bericht in Form von Bildern mit kurzen Kommentaren in den Bildunterschriften…

Bärlauch

Bärlauch – ein super Bewohner für einen Schattenbalkon.

Liebstöckel

Liebstöckel – leider  nach einer Weile eingegangen.

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Thymian in Blüte. Die Pflanze hielt sich zunächst ganz gut. Hatte letztendlich aber eine Art Rostbefall oder ähnliches und wurde irgendwann entsorgt.

Ysop_Schnittknoblauch

Ysop und Schnittknoblauch. Ysop hat sich lange gehalten auf meinem Balkon – geblüht hat er aber nie. Der Schnittknoblauch wollte nicht gedeihen.

Pimpinellenblüte

Pimpinellenblüte. Die Pimpinelle wuchs ganz gut, nach dem letzten Winter habe ich sie allerings entsorgt, da sie etwas traurig aussah.

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Schnittsellerie – umgeben von Schnittsalat und Blutampfer. Schnittsellerie und Blutampfer sind sehr zu empfehlen. Ersterer verdrängt nur gerne alles andere aus einem Topf und sollte daher einzeln gesetzt werden.

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Salbei und Zitronenbasilikum neben einer Ananaskirsche. Salbei wuchs bei mir immer ganz friedlich vor sich hin – Basilikum ist jedoch weniger zu empfehlen, es mangelt doch zu sehr an Licht.

Ingwer

Ingwer – ein Experiment, das auch eine Weile ausgepflanzt war. Nachdem ich die Pflanze für den Winter wieder ins Wohnzimmer geholt hatte, ist die Pflanze leider eingegangen. Sie hatte Spinnmilben angesetzt.

Blick auf Balkon

Auf dem Boden: Feldsalat, Minze, nicht mehr so ansehnlicher Thymian und Currykraut. Das Currykraut hat sich auch ganz gut entwickelt und einige Monate auf meinem Balkon gelebt, irgendwann aber weiße Flecken auf den Blättern bekommen. Minze hingegen ist sehr zu empfehlen – sie kann gut mit etwas Schatten umgehen!

Bärlauch_und_Waldmeister

Waldmeister und Bärlauch. Der Waldmeister verträgt auch gut Schatten und hat mich im letzten Jahr lange erfreut. Jetzt, nach dem Winter, sieht er ein bisschen traurig aus – vielleicht zu wenig gegossen? Ich hoffe er treibt nochmal aus.

Knoblauch

Knoblauch – aus meiner Sicht nicht zu empfehlen. Das war schon der Wachstumshöhepunkt, danach sind die Pflanzen einfach wieder eingegangen.

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Salbei und blühender Schnittlauch im Topf. Schnittlauch, den ich stets als Pflanzen erstanden habe, ist bei mir immer eingegangen. Ich habe also immer nur kurz etwas davon – muss ihn einfach schnell aufessen! Salbei hingegen schlägt sich immer tapfer, bleibt aber in seiner Größe überschaubar.

Melisse

Zitronenmelisse – zu empfehlen für einen schattigen Balkon!

Neue Mitbewohner I

Schnitt-Knobi. Hält sich ganz gut, leidet nur etwas in meiner Wohnzimmerüberwinterung. Und wächst nur langsam. Ich hoffe er übersteht den Winter.

Hier beende ich nun mein erstes Balkongartenfazit. Sicherlich habe ich einiges an Saatgut vergessen, mit dem ich experimentiert habe, aber meine Dokumentation lässt in den letzten zwei Jahren noch zu Wünschen übrig – ich habe immer mal wieder angefangen Dinge aufzuschreiben und dann in hektischeren Zeiten doch wieder aufgegeben. Ich gelobe Besserung! Gestern habe ich mir mal ein neues Gartennotizbuch gekauft, um motiviert in die neue Saison zu starten. Schließlich hilft eine Dokumentation, für die kommenden Jahre zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Aber diese Artikelreihe hat mir selbst noch einmal vor Augen geführt, was gut funktioniert hat, was ich wieder anbauen möchte und was ich in Zukunft verbessern kann. Das fand ich selbst auch nochmal interessant und begebe mich nun an die Planungen für die kommende Saison.

Nun warte ich erstmal auf ein Päckchen, das mich hoffentlich morgen mit der Post erreicht und dann kann ich durchstarten – denn dann bin ich wieder rundum mit Anzuchtequipment ausgestattet, um meinen Kindergarten auf der Fensterbank erneut mit Saatgut auszustatten.

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Restwoche.

 

Licht und Schatten.

Heute ein Rundgang über meinen Balkon – mit Erfolgs- und Misserfolgsgeschichten. Schließlich ist dies meine zweite Gartensaison, mein Leben abseits meines Balkons nimmt mich phasenweise ziemlich in Beschlag und so bin ich manchmal froh, das Gießen noch gerade zu schaffen. Doch dieses Jahr läuft es an sich ganz gut – auch wenn ich vielleicht nicht soviel gärtner, wie ich es im letzten Jahr getan habe.

LICHT…

Zur Zeit blüht so einiges auf dem Balkon, was bunte Tupfen und Lebensfreude bringt. Neben der Rose und den Tomaten blüht die Schwarzäugige Susanne unermüdlich, zwei geschossene Mini Pack Choi malen gelbe Tupfer in einen Blumenkasten (sie dürfen das, da ich wenigstens Saatgut ernten will, nachdem sie schon keine Köpfe bilden wollten) und auch der Schnittlauch erfreut mich mit pastellfarbenen Tupfern.

Schwarzäugige Susanne

Blüten der schwarzäugigen Susanne im Abendlicht.

Schnittlauch

Blühender Schnittlauch.

Es gibt Anzeichen, dass es noch einiges zu ernten gibt in diesem Jahr. Bisher waren es drei Tomaten, vier Chilis, einige Blätter Salat und Kräuter. Aber mehr ist in Produktion – frau sieht es förmlich wachsen.

Salat_Tomate

Pflücksalat neben Balkontomate.

Johannisbeertomate

Die Johannisbeertomate lässt erkennen, warum sie so heißt…

Und einiges habe ich in diesem Jahr auch erst spät ausgesät. Somit erinnert so mancher Topf noch an meine Kinderstube, die ich im Frühjahr auf der Fensterbank aufbaue. Aber ich übe mich in Geduld und lasse mich überraschen, ob es dieses Jahr noch was wird.

Mohn_Erdbeeren

Bunte Mohnsaatenmischung sprießt neben Erdbeerkeimlingen.

Von den Monatserdbeeren erhoffe ich mir dieses Jahr natürlich keine Früchte mehr. Aber da sie mehrjährig sind, schaffen sie es dann vielleicht im nächsten Frühsommer. Die ersten Aussaaten im Wohnzimmer sind mir leider wieder eingegangen, so dass ich es nochmal auf dem Balkon versuchen musste.

Gurke

Eine spät ausgesäte Gurke bekommt ihr drittes Blatt. Sie steht in Mischkultur mit Dill.

Was Kräuter angeht muss frau nur die richtige Auswahl treffen, dann sprießt es in den Töpfen um die Wette. Bedingungslos empfehle ich bisher: Zitronenmelisse, Minze, Waldmeister, Orangentagetes, Ampfer und Bärlauch. Salbei und Schnittlauch wachsen ebenfalls bei mir – allerdings in der sonnigeren Ecke und sie gedeihen nur langsam.

Balkonkasten_II

An der Westecke des Balkons, v.l.n.r.: Salbei und Orangentagetes aus eigener Anzucht neben blühendem Schnittlauch.

Melisse

Zitronenmelisse auf dem Balkonboden.

…UND SCHATTEN.

Leider läuft aber nicht immer alles perfekt auf einem Balkon. Aber was heißt hier „leider“ – es ist schließlich Natur und meine Balkonkastenaussaaten und -pflanzungen haben für mich im zweiten Jahr noch immer ziemlich experimentellen Charakter. Außerdem kann auch gerne alles wuchern und sich entwickeln, wie es ihm gefällt. Ich sehe das nicht so eng. Aber hier und da hätte ich in diesem Jahr gerne ein bisschen mehr Wachstum und Fülle – und hier und da auch weniger Schädlinge.

Balkonkasten_I

Geschossener Mini Pak Choi, im Schneckentempo wachsender „Amish Deer Tongue“ neben schädlingsbefallener Rose.

Rose

Spinnmilbengeplagte Topfrose öffnet neue Knospen.

Hirschhornwegerich

Der Hirschhornwegerich weigert sich, den Kasten zu füllen. Für Salat ist das wohl vorerst zu wenig…

TrostloserTopf

Trostloser Topf, in dem Rettich und Mangold nicht so richtig wachsen wollen bzw. von Schädlingen angefressen werden.


So, genug von meinem Balkon für heute.  Ich bin gespannt, wie er sich in diesem Jahr noch entwickelt.

Ich wünsche noch einen schönen Abend!

Sonnenbadende Susannen.

Wundervoll war das Wetter heute. Nachmittags durchgehend Sonnenschein auf meinem Nordwestbalkon. Da habe ich spontan beschlossen, eine längere Mittags/Nachmittagspause einzulegen – manchmal hat es doch Vorteile von zu Hause und in Eigenregie zu arbeiten. Ich konnte also endlich, nachdem ich in letzter Zeit kaum dazu gekommen bin, mal meinen Balkon aufräumen und die Entwicklung in meinen Blumenkübeln unter die Lupe nehmen. Hier einige Impressionen von meinem Balkon Ende April.

Blick auf den Balkon_I

Blick auf dem Balkon und die sonnenbadende, schwarzäugige Susanne.

Meine selbst ausgesäten, schwarzäugigen Susannen, die ich im letzten Winter in der Samenrotation erhalten habe, sehen schon recht imposant aus. Sie dürfen nun öfter nach draußen in den Sonnenschein. Da sie sehr wärmeliebend sind, darf man sie erst nach den Eisheiligen im Mai komplett nach draußen umsiedeln – aber bei dem momentanen, warmen Wetter, gefällt es ihnen tagsüber schon sehr gut draußen. Ich frage mich allerdings, wo das mir ihrem Wachstum noch hingehen soll – sie versucht emsig über die Rankstäbe hinauszuwachsen.

Außen herum in den Töpfen und Kästen: Gemüsekeimlinge/pflänzchen, Kräuter und eine Rose. Da ich beschlossen habe mich im Mai eine Weile ins Ausland abzusetzen, habe ich heute aber vieler Orts kurzen Prozess gemacht: einige schwächelnde Pflanzen sind im Biomüll gelandet. Ich konnte es einfach nicht mehr mit ansehen, dass viele Pflanzen nur so vor sich hinwegetieren – befallen u. a. von Blattläusen. Für sie wollte ich keinen Babysitter mehr organisieren, sondern starte lieber nach meinem Urlaub an einigen Ecken nochmal mit neuen Pflänzchen durch.

Plastikfolie mit Mini Pakchoi

Improvisiertes Balkonkastengewächshaus mit Mini Pak Choi – neben einer stetig blühenden Rose.

Da ich vor einigen Wochen aber doch noch Mini Pak Choi und Kohlrabi auf der Fensterbank ausgesät hatte, habe ich diese heute auf den Balkon ausgesiedelt. Hier haben sie mehr Erde und Platz, sich zu entfalten. Ich habe sie mit Hilfe von Holzspießen und Folie abgedeckt, damit sie ein bisschen mehr Sonne bekommen und die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt.

Radieschen

Radieschen und Salat – blattlausgebeutelt, aber sie wachsen langsam weiter.

Den Radieschen- und Salatpflänzchen hat in den letzten Wochen die Blattlausplage arg zugesetzt. Nun setzen die Radieschen doch noch „Kugeln“ an. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Ernte in diesem Jahr. Fazit aus zwei Balkongartenjahren: Radieschen sind nicht so einfach wie gedacht. Vor allem bei schattigerer Lage ist es wenig aussichtsreich.  Frau wird in Zukunft vielleicht doch lieber auf diese Experimente verzichten.

Bärlauch_und_Waldmeister

Neuer Balkonbewohner in der Schattenecke: Waldmeister – neben bald verblühtem Bärlauch.

In die schattige Balkonecke, in der seit letztem Jahr der Bärlauch wohnt, habe ich heute dann spontan einen neuen Mitbewohner einziehen lassen. Er hat mich so angelacht vor einem Supermarkt, da musste ich es einfach austesten. Nun gibt es also nicht nur Bärlauch, sondern auch Waldmeister aus eigener Zucht. Mal sehen, ob es ihm bei mir gefällt – und mal sehen, was ich mit ihm anstelle. Maibowle?

Blutampfer

Letztjähriger Blutampfer – kurz vor der Blüte.

Mein im letzten Jahr ausgesäter Blutampfer hat richtig an Volumen gewonnen. Und heute habe ich festgestellt, dass er enorm in die Höhe gegangen ist und zur Blüte ansetzt. Da in den hängenden Kästen nun auch Salbei und Pimpinelle fast (!) in Blüte stehen, so finde ich es gerade um so trauriger, bald eine Weile weg zu fahren und womöglich die Blüten zu verpassen. Aber Bienen & Co. werden sich sicher freuen!

Knoblauch

Knoblauchzehen treiben aus.

Meine vor einigen Wochen aus Langeweile in die Erde gesteckten Knoblauchzehen – die in meinem Kühlschrank ausgetrieben hatten – wachsen nun munter aus der Erde. Ich bin gespannt, ob der Knoblauch auf meinem Balkon überhaupt Knollen bildet. Vorrangig möchte ich die Pflänzchen aber für die Mischkultur nutzen – sie verstehen sich zum Beispiel mit Erdbeeren und Tomaten sehr gut und halten Schädlinge ab. 

Genug für heute – am Ende Mai gelobe ich Besserung: Ich möchte dann wieder mehr Beiträge rund um meine Gartenexperimente schreiben. Doch jetzt fehlt leider die Zeit – und für heute bin ich müde.

Frühlingshafte Grüße.

 

Der Niedergang.

Kaum ist es gekeimt und gewachsen, gibt es schon Probleme bei meinen (Klein-)kindern – auf der Südfensterbank ebenso wie auf dem Balkon.

Blattlausinvasion auf dem Nordwestbalkon.

Auf meinem Balkon ist ein Heer an Blattläusen angerückt. Eigentlich gibt es kein Kraut und keinen Keimling mehr, der davon verschont wird. Ich war richtig schockiert, als die Plage immer mehr um sich griff und ich feststellen musste, dass die grünen Tierchen in diesem Jahr vor nichts mehr halt machen: Selbst Radieschenkeimlingsblättchen und mein gesamtes Kräutersortiment sind von oben bis unten mit Blattläusen besiedelt worden. Hier zeigt sich wohl nun, dass der Winter gefehlt hat.

Blattläuse auf dem Salbei

Blattläuse auf dem Salbei.

Blattläuse_auf der Minze

Blattläuse auf der Minze.

Um die Plage in den Griff zu bekommen, habe ich mir im Netz Brennesselpulver als Stärkungsmittel bestellt – kann man natürlich auch selbst sammeln und ist eigentlich auch sinnvoller, aber ich komme einfach zurzeit nicht dazu. Nun koche ich meinen Balkonpflanzen einmal wöchentlich einen Brennesseltee (6 Gramm Brennesselpulver auf 2 Liter kochendes Wasser – 15 Minuten ziehen lassen – dann abkühlen lassen und als Gießmittel nutzen). Das soll die Abwehrkräfte der Pflanzen stärken, denn starke Pflanzen am richtigen Standort sind weniger schädlingsanfällig. Am Standort kann man auf dem Balkon natürlich leider nichts ändern – also hoffe ich, dass ich es so in den Griff bekomme. Um den kleinen Tierchen auch direkt zu Leibe zu rücken habe ich mir zudem Neemöl bestellt. Neemöl hilft gegen eine Vielzahl von saugenden und knabbernden Schädlingen. Es ist für die biologische Landwirtschaft freigegeben und ein unbedenkliches Naturprodukt – sagen zumindest viele Quellen im Netz. Praktisch ist auch, dass die Pflanzen das Neemöl verstoffwechseln und so ungenießbar werden z. B. für die Blattläuse. Ich habe das Gefühl, dass eine erste, sparsame Spritzung letzte Woche auf meine Pflanzen schon etwas geholfen hat. Einige Pflanzen sind seitdem weit weniger befallen. Aber natürlich muss man in diesen Tage alle Pflanzen auf dem Balkon konsequent damit besprühen. Ich habe anfangs den Fehler gemacht, einige Pflanzen auszulassen und die Blattläuse sind dann einfach gewandert. Heute habe ich nochmal gesprüht und hoffe, dass sie Kolonien bald endlich verschwinden.

Unerklärliches Dahinsiechen auf der Fensterbank

Sehr frustrierend, aufzulisten, was auf der Fensterbank nun schon das Zeitliche gesegnet hat, dieses Jahr schein ich irgendwie keinen grünen Daumen zu haben: Erst sind die Erdbeerkeimlinge eingegangen. Ich habe 1-2 kleine weiße Tierchen entdeckt und auf Milben getippt. Daher habe ich kurzer Hand auch zum Neemöl gegriffen. Leider hat das nicht geholfen – die Erdbeerwinzlinge sind weiter eingegangen und die Tomaten haben das Öl nicht vertragen und haben Blattflecken bekommen. Ob das nun aber der Grund ist, warum die Tomaten die Keimblätter abwerfen und auch andere Blätter ganz schlapp und fleckig werden, das weiß ich nicht. Vielleicht standen sie am Südfenster zu arg in der Sonne? Ich habe sie nun weiter weg gestellt, sie sehen aber traurig aus und ich weis nicht, ob sie es schaffen. Das erinnert mich ans letzte Jahr, als ich an den Tomaten auch schon im Anfangsstadium gescheitert bin. Frustrierend – dabei habe ich doch nun angeblich so robuste Wildtomatensorten. Was mach ich falsch? Zu nasses Kokossubstrat? Zuviel Hitze? Und um alles perfekt zu machen geben nun auch meine Basilikumkeimlinge auf – nachdem sie so wundervoll und kräftig gewachsen waren. Ich glaube ich lasse es dieses Jahr mal gut sein mit dem selbst aussäen am Südfenster – ich habe die Nase voll, besonders, da ich gerade arbeitstechnisch sehr überlastet bin und nicht auch noch auf der Fensterbank all das Leid ansehen möchte. Außerdem habe ich beschlossen mich im Mai einige Wochen ins Ausland abzusetzen, so dass es vielleicht ratsam ist, die Pflanzenanzucht etwas zurückzuschrauben, damit ich keinen Gärtner für diese Zeit engagieren muss.

Allein die Chili- und Paprikapflanzen und einige ausgesäte, schwarzäugige Susannen machen mit im Wohnzimmer Freude. Sie wachsen und gedeihen – unerschrocken und kräftig. Ich freue mich also zumindest auf scharfe Früchtchen und gelbe Blüten auf meinem Balkon.

Im nächsten Bericht dann wieder Erfreulicheres. Tipps und Tricks, wie man seine Pflanzen gesund hält, sind natürlich willkommen!

Ich wünsche schon mal ein schönes Wochenende!

Vom Umtopfen, Aussäen und Aufräumen…

Heute war es mal wieder so weit: ein früher Balkongartennachmittag. Und hier ein paar Impressionen von meinem Balkon Anfang März 2014 – momentan dominiert v.a. von Kräutern aus der letzten Gartensaison.

Blick auf Balkon[Blick auf den Balkon aus der Küche]

Blick auf den Balkon II

[Blick auf meine Kräuter- und Salattopfsammlung auf dem Balkonboden]

Die heutige Umtopfaktion

Heute habe ich einige Balkonkästen umgestaltet, Kräuter zurechtgestutzt und in ihre Schranken verwiesen, wenn sie sich zu arg bedrängten. Von Pflanzenrückschnitt habe ich noch so garkeine Ahnung, aber ich habe hier und da mal zurückgeschnitten, in der Hoffnung, dass einiges dann kompakter wächst (u.a. Salbei, Pfefferminze etc.). Als besonders aggressive Pflanzen, die sich – so muss ich mir eingestehen – nicht für Mischkulturen im Topf eignen, sind mir übrigens Zitronenmelisse, Pfefferminze und Schnittsellerie negativ aufgefallen. Alle drei hatten in ihren Balkonkästen innerhalb eines Jahres die Erde dermaßen durchwurzelt, dass die anderen Pflanzen kaum mehr Luft bekamen bzw. das Dazupflanzen anderer Pflänzchen vollkommen aussichtslos erschien. Die Zitronenmelisse habe ich entsorgt – ich bin kein großer Melissenfan und sie kränkelte die ganze letzte Saison nur rum (Blattflecken). Minze und Schnittsellerie haben vorerst eigene Töpfe auf dem Balkonboden bekommen – mal sehen, wie es ihnen dort ergeht.

Balkonkasten_Schnittsellerie_Blutampfer[Schnittsellerie neben Blutampfer – beides vom letzten Frühjahr]

Durchwurzelte Erde[absolut lückenlos durchwurzelter Balkonkasten, dank Schnittsellerie]

Blutampfer [etwas trostloser, vom Schnittsellerie befreiter Balkonkasten – Platz für den Blutampfer und Platz für Neues]

Meine beiden Blutampferpflanzenkollonien haben übrigens gerade einen wirklich üblen Blattlausbefall. Ich habe vorerst noch keine Maßnahmen ergriffen und schaue, ob der Blutampfer es alleine übersteht. Aber der am  Boden stehende Blutampfer ist dermaßen von grünen Blattläusen übersät, dass ich mir doch langsam Gedanken machen sollte, wie ich das eindämme…(als ich heute trockene Blätter abgezupft habe, hatte ich das Gefühl, es regnet Blattläuse auf den Balkonboden).

Wachsen und Werden auf meinem Balkon

Heute habe ich zum zweiten Mal Radieschen ausgesät, neben der Sorte „Saxa 2“ sind nun einige Radies „Flamboyant 3“ unter der Erde. Im gleichen Balkonkasten wir die zweite Radieschensorte habe ich dazwischen eine Reihe Pflücksalat „Amerikanischer Brauner“ gesät. Meines Wissens vertragen sich beide in der Mischkultur ganz gut und ich bin gespannt, ob ich dieses Jahr mehr Glück mit meinen Radieschen habe, als im letzten.

Neben der Vielzahl von Kräutern auf meinem Balkon (siehe Bilder oben), kann ich zur Zeit auch noch Salat ernten. Der Kubaspinat hat sich in einer Balkonkastenhälfte richtig breit gemacht in den letzten Monaten. Ich ernte nun fleißig, um dort bald Platz für neue Aussaaten zu schaffen. Der Kubaspinat hat sich übrigens überall munter selbst ausgesät, nachdem ich im letzten Jahr ein paar Samen in die Erde gesetzt hatte. Er wächst wie Unkraut – ist aber eine gute Zwischenfrucht, da er mit kaum einem anderen Kraut oder Gemüse verwandt ist. Von daher kann er in meinen Kästen – dort wo ich den Platz gerade für nichts anderes brauche – gerne immer wuchern.

Kubaspinat[Kubaspinat im Balkonkasten]

Der letzte, im Dezember ausgesäte Feldsalat wird auch allmählich größer. Vielleicht habe ich ihn ein bisschen eng gesät? Er ist noch ein bisschen mirkig, aber ich ernte ab und an, um ihn auszudünnen – und warte darauf, dass die Pflanzen noch stattlicher werden, ehe ich im April oder Mai den Kübel neu mit Gemüse bepflanzen möchte.

Feldsalat[Feldsalat im großen Tontopf]

Und zum Abschluss gibt es – wie immer dieser Tage – ein Bild vom Bärlauch. So langsam ist er eine richtige Pflanze. Und es sieht fast so aus, als wenn er seine erste Knospe bekommt. Oder wird das blos ein neues Blatt? Ich bin gespannt.  Das Wachstum nimmt gerade richtig fahrt auf, wenn man dieses Bild mit meinen letzten Beiträgen vom Februar vergleicht.

Bärlauch[Bärlauch im Wachstumsrausch…]

Ich wünsche allen noch ein schönes Frühlingswochenende.

Es wächst! – 3 Monate alte Kräuter.

Als ich es im Januar kaum erwarten konnte, mit meiner ersten Kräuteraussaat zu beginnen, habe ich dem Licht und Wetter zum Trotz erste Saatgefäße auf meiner Fensterbank aufgebaut. Das hat mich gelehrt, dass ich mich in Zukunft doch stärker nach den Anzuchtanleitungen auf den Samenpackungen bzw. im Netz orientiere, da die Pflanzen sich dann einfach besser entwickeln – dennoch haben einige Pflanzen vom Januar überlebt und durften in meinen Töpfen auf der Fensterbank vor sich hinwachsen.

Und hier das Ergebnis nach ungefähr drei Monaten Wachstum – einiges ist noch ganz ansehnlich geworden, anderes wird vielleicht irgendwann wieder den Platz auf der Fensterbank räumen müssen, da eine zweite Generation von Pflanzen bestimmt bald nachrückt…

Majoran_2013

Der „Echte Majoran“. Ich habe zwei Pflanzen in einen Topf gepflanzt. Seitdem wuchert er in der Frühlingssonne am Fenster wundervoll vor sich hin. Kroch der erste Haupttrieb auch noch über den Boden (was er heute auch noch tut), so entwickeln die Pflanzen aber jede Menge Seitentriebe und werden zu einen richtigen Busch. Eine Frage geht mir allerdings in den letzten Tagen durch den Kopf: Woran erkenne ich den Unterschied zwischen Oregano und Majoran? – Die beiden Pflanzen sind, soviel habe ich schonmal gelesen, eng verwandt. Nun gibt es sie aber beide als Küchenkräuter – und auf der Packung meines Saatgutes steht: „Echter Majoran (Dost, Oregano)“. Da frage ich mich natürlich, was es denn nun ist: Majoran oder Oregano? Oder ist das doch dasselbe? (Und wenn ja: Warum habe ich BEIDES in meinem Gewürzregal in getrockneter Form stehen?)

Salbei und Ysop_2013

Bei meinen Salbei- und Ysop-Pflanzen sieht man gleich auf den ersten Blick, dass sie das wenige Licht im Januar bisher nicht kompensieren konnten. Beide Haupttriebe kriechen über die Erde. Der Salbei hat zunehmend größere Blätter bekommen – aber sein Stiel ist nicht stark genug, um sie zu tragen. Beide Pflanzen treiben unten wieder neu aus und ich frage mich, ob man sie vielleicht einfach wachsen lassen kann und sie sich eventuell doch noch zu kleinen Büschen entwickeln, bei denen die vergeilten ersten Triebe vielleicht nicht mehr so auffallen? Der Salbei duftet auf jeden Fall ganz herrlich, so dass ich ihn ansonsten zumindest gut für Tee und als Gewürz weiterverwerten kann – für den Fall, dass die neue Aussaat sich vorteilhafter entwickelt.

Basilikum
Das Zitronenbasilikum vom Januar ist ein bisschen schwach auf der Brust. Es kann sich kaum auf den Beinen halten und hat auch erst mit der Zeit (weiter oben am Stengel) größere Blätter bekommen. Nun ist es dazu übergegangen eine Blüte zu bilden – vielleicht, um sich einfach schnell zu vermehren, ehe die Pflanze umkippt?! – Die Pflanzen wiegen sich auf jeden Fall schon gefährlich in jedem Luftzug.

Vielleicht habt ihr schon Erfahrungen mit zu wenig Licht gemacht und könnt mir sagen, ob meine Pflanzen wirklich so sehr aus der Norm fallen. Über Tips, wie ihr mit Geilwuchs umgeht, freue ich mich natürlich auch (Wegschmeißen und neusäen, oder gibt sich das nach einer gewissen Zeit?). Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die gerade nachwachsenden Generationen von Kräutern sich in meinen Töpfen machen werden und ob sie mir dann einen „solideren“ und „aufrechteren“ Eindruck machen.

Ich wünsche einen schönen Abend,

Staphylea