Pflanzenanzuchtequipment.

Seit Januar versuche ich mich nun erstmal an der Anzucht von Pflanzen (Kräutern, Blumen und Gemüse) aus Samen. Daher ein kleines Zwischenfazit, auch wenn ich noch keine erfolgreich großgezogenen Pflanzen vorzuweisen habe – was hoffentlich vorrangig auf den Lichtmangel in diesem Frühjahr zurückzuführen ist.

Angefangen habe ich mit konventionellem Saatgut aus spontanen Einkäufen, Aussaaterde, Torftöpfchen bzw. Kokos-Quelltabletten und zwei geliehenen Zimmergewächshäusern für die Fensterbank. Da ich es garnicht erwarten konnte, Kräuter zu züchten, habe ich Anfang Januar  erstmals ausgesät. Und wie natürlich absehbar war, haben die Kräuter sich aufgrund von Lichtmangel sehr schlecht entwickelt. Daraus habe ich gelernt, dass man die Aussaat-Hinweise auf den Samenpackungen doch besser ernstnehmen oder sich eine Pflanzlampe (und je nach Pflanze ein Wärmekissen) kaufen sollte. Ich hingegen habe einfach beschlossen, es zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zu versuchen und habe jene Pflänzchen, die doch irgendwie überlebt haben, einfach mal wachsen lassen.

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Der Majoran von Anfang Januar sieht auch nichtmal so übel aus. Nur kriecht er mit seinem Haupttrieb mehr über den Boden, als das er in die Höhe wächst. Aber er setzt fleißig neue Triebe an und ich habe die beiden Pflanzen heute mal gemeinsam in einen größeren Topf gesetzt und gebe ihnen weiterhin eine Chance. Die Pflanztöpfchen waren auch gut durchwurzelt, was ja vielleicht hoffen lässt. Darüber hinaus hatte ich im Januar Pimpinelle, Zitronenbasilikum, Salbei und Ysop ausgesät. Außer Pimpinelle leben sie alle noch – sie entwickeln sich aber geradezu mikrig. Ich habe daher im März noch einmal neu ausgesät und spiele schon mit dem Gedanken die alten Pflänzchen lieber zu verwerfen…

Bei der zweiten Aussaatrunde, die ich seit März eröffnet habe (es kommt immer mal wieder was hinzu), habe ich neben Torftöpfchen, die ich noch hatte, und Kokosquelltabletten nun angefangen stärker Recycling zu betreiben. Eigentlich reicht es, wenn man sich Samen und Anzuchterde kauft – alles andere findet man in seinem Haushalt zu genüge. Als Pflanztöpfchen nutze ich halbe Klopapierrollen, aufgeschnittene Tetrapaks oder kleine Joghurtbecher. Und wenn man einen Gewächshauseffekt erzielen will, kann man einfach Kunstoffschalen mit durchsichtigen Hauben nutzen, die u.a. bei Gemüseverpackungen zu finden sind.

Meine bevorzugten Anzuchttöpfchen sind abgeschnittene Tetrapaks mit Löchern im Boden, da diese Pflanztöpfchen nicht so leicht austrocknen und Raum bieten, erstmal mehrere Keimlinge wachsen zu lassen, ehe man sie pikiert oder vereinzelt. Gerade als Wochenendpendlerin finde ich es wichtig, dass die Töpfchen ein bisschen Feuchtigkeit halten und ich nicht ständig gießen muss. Außerdem hatte ich mit den halbierten Klopapierrollen auch vermehrt ein Schimmelproblem – bei den Kunststoffverpackungen jedoch kaum.

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Nun zu meinen bisherigen Erfahrungen mit verschiedenen Pflanzen: Ich habe das Gefühl, dass Majoran recht zäh ist und sich schon entwickelt, wenn man ihm Zeit gibt. Schwieriger finde ich es mit Ysop, Salbei, Basilikum und Pimpinelle – sie sind bei mir tendentiell in die Höhe geschossen und haben sich dann nicht mehr zu kräftigen Pflanzen entwickeln können. Ich habe im März dann Schnittknoblauch ausgesät – der lässt sich aber Zeit, keimt relativ schlecht und seit Wochen sehe ich pro Topf nur einen einzelnen Halm, der es nicht aus der Samenschale schafft. Zinnien und Fleißige Lieschen sind auch nur wenig gekeimt und sie wachsen im Schneckentempo. Chili und Tomate entwickeln sich in meinen Augen erfreulich gut und ich halte sie immer schön warm und sonnig. Mein Blutampfer – ebenfalls von Anfang März – hat sich zunächst ebenso prächtig entwickelt, dann hatte ich ihn wohl einen sehr sonnigen Tag zuviel am Südfenster stehen und er hat seitdem Schäden an seinen ersten Blättern genommen. Ein neues Saatkistchen steht jetzt schattiger.

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Also: ich muss wohl nochmal üben! Aber da der Frühling dieses Jahr so lange auf sich warten lässt,  bleibe ich einfach dran. Ich säe alles nochmal aus, was misslungen ist oder nur schlecht wächst – und achte dann mehr auf die richtige Zeit, das richtige Wetter und den richtigen Standort!

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Auf meiner Fensterbank tummeln sich daher diverse Exemplare von kleinen bis größeren Pflänzchen und Aussatkistchen – und die Zeit wird zeigen, welche es in meine Blumentöpfe schaffen.

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