Sonnenbaden.

An meinem Südfenster wächst dieses Jahr leider nicht alles optimal – aber einigen Zöglingen gefällt es hier richtig gut. Meine Chilis und die Gewürzpaprikapflanze wachsen um die Wette –  und, etwas weiter weg vom Fenster,  rankt die schwarze Susanne munter der Sonne entgegen.

 

Chili_weiße Habanero

Rote Habanero. (Aussaat: 03.02.2014)

Die rote Habaneros wachsen sehr kompakt, dank der vielen Sonne und Wärme. Ich bin heute vom Anzuchtdünger auf  biologischen Chili- und Tomatendünger umgestiegen und bin gespannt, ob sie sich weiter so toll entwickeln.

Rote Habanero

Weiße Habanero. (Aussaat: 03.02.2014)

Die weiße Habanero war schon im letztern Jahr auf der Fensterbank meines Freundes etwas „schwieriger“. Sie wuchs nicht so gut und hatte nicht soviele Früchte. Die Keimlinge haben bei mir anfangs ganz weiße Blätter bekommen und sind nicht gut gewachsen – aber ich bin optimistisch, dass sie noch was werden, da sie jetzt neue, satt grüne Blätter nachlegen.

Gewürzpaprika

Gewürzpaprika „Cayenna“. (Aussaat: 16.02.2014)

Die Gewürzpaprika „Cayenna“ überrascht mich dieser Tage bereits mit ersten Knopsen – ich bin begeistert. Die Natur ist dieses Jahr wirklich fix.

Paprikaknospen

Knospen an der Gewürzpaprika.

Ich bin gespannt, ob sie bald blüht und auch Früchte ansetzt. Befruchtet wird sie im Wohnzimmer natürlich sicherheitshalber mit dem Wattestäbchen, damit ich nicht auf sich verirrende Bienen warten muss – auch wenn ich heute schon eine zu Gast hatte.

Grünes Tablett

Rankende, schwarzäugige Susannen neben schwächelndenTomaten.

Und auch das silberne Tablett auf meinem Beistelltisch macht richtig Lust auf die Gartensaison. Hier ranken – mit etwas Abstand zum Fenster, da ihnen dort scheinbar zu warm war – Schwarzäugige Susannen und Tomaten. Für die Tomaten habe ich nicht so das Händchen, sie schwächeln – wie bereits berichtet. Aber die Schwarzäugigen Susannen aus der Samenrotation entwickeln sich super – sie müssen nurnoch Blüten ansetzen, dann werden sie ein wahres Highlight für mich in dieser Gartensaison.

Ich wünsche ein schönes, frühlingshaftes Wochenende.

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Stand der Dinge.

Heute gratuliert mir WordPress zum Einjährigen. Seit einem Jahr betreibe ich nun also diesen Balkongarten-Experiment-Blog. Es war eine spannende Zeit, ich habe viel gelernt und starte motiviert in die zweite Gartensaison. Leider fehlt mir gerade glatt die Zeit und Energie, das einjährige Bestehen des „Nordwestbalkons“ gebührend zu feiern – oder wenigstens einen besonders kreativen Beitrag über ein innovatives Thema zu schreiben. Nagut: dann einfach später – versprochen. Schließlich tut sich gerade vieles rund meine neue Pflanzenanzucht und meinen Balkon. Aber dazu später mehr – in jeweils eigenen Beiträgen. Einen Vorteil hat es, wenn ich momentan kaum zum Schreiben komme: später habe ich dann mehr Erfahrungen gesammelt und kann differenzierter schreiben. Also hier vorerst nur zum momentanen Wachstumsstand rund um meine selbstausgesäte Flora.

Mitte März auf der Fensterbank

Auf meiner Südfensterbank wächst in diesen sonnigen Tagen alles ganz wunderbar – die ersten Pflänzchen sind schon so groß, dass man langsam sieht, was es mal werden soll. Hier einige Impressionen:

Basilikum[Basilikum und Zitronenbasilikum – Aussaat: 18.02.]

Kinderstube_es wächst

[Ein Teil des Kindergartens auf der Fensterbank. Hier zu sehen: Johannisbeertomaten, Tomate „Cerise gelb“, Basilikum und weiße Habanero]

Schwarzäugige Susanne

[Schwarzäugige Susanne. Aussaat: 25.02.]

Heute sind die zwei kräftigsten der fünf Schwarzäugigen Susannen an ihren entgültigen Bestimmungsort gezogen. Vor 1-2 Wochen hatte ich sie gemeinsam in einen kleineren Topf gepflanzt, wo sie nun aber schon sehr zusammengekuschelt standen. Heute habe ich sie daher kurzer Hand in den Flechtkorb gesetzt, wo sie nun auch genug Platz zum Wachsen und Ranken haben. Den schönen Korb mit integrierten Stäben für Rankepflanzen habe ich von meiner Mutter erhalten, nachdem er in ihrem Keller jahrelang rumgelegen hatte. Viel zu schade dafür! Ich habe mich gleich verliebt und hoffe, dass sich diese Kombination in diesem Sommer dekorativ entwickelt.

Am letzten Wochenende habe ich eine neue Aussaatrunde in einem meiner Fensterbankgewächshäuser gestartet. Diesesmal habe ich wenige Samen von rotem Kohlrabi, Orangengewürztagetes und Neuseeländerspinat ausgesät. Neuseeländerspinat ist leider eine lichtliebende Pflanze und braucht einen sonnigen Standort, den ich auf Dauer nicht bieten kann. Aber da ich die Samen in der Samenrotation erhalten habe, versuche ich es eben doch mal. Mit Orangengewürztagetes, die übrigens auch sehr gut in Mischkultur gegen wurzelnknabernde Fadenwürmer wirkt, habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht und freue mich auf die duftenden, kleinen Blumen. An Kohlrabi versuche ich mich hingegen auch zum ersten Mal und hoffe, dass ich ihn großgezogen bekomme.

Balkonimpressionen

Und auch auf meinem Balkon wächst und gedeiht alles – so langsam. Einiges an Radieschen und Salat ist bereits gekeimt und die Kräuter treiben weiter aus.

Kubaspinat setzt zum Blühen an[Der Kubaspinat setzt zur Blüte an. – Aussaat aus dem letzten Herbst.]

Radies[Gekeimtes Radieschen „Saxa II“ im Balkontopf.]

Neben Salat und zwei Sorten Radieschen habe ich gestern noch einige Samen Gartenmelde „Voll rot“, Mairübchen die Milano, roten Rettich „Hilds Neckarruhm“, Portulak Gruner und Hirschhornwegerich in die Töpfe gesät.  Ich bin bin gespannt, ob die Saat aufgeht und ich bald frisches, junges Gemüse ernten kann. Besonders gespannt bin ich auf Portulak und Hirschhornwegerich als kreative Salatbeigabe. Und auch die Mairübchen sind mein erster Versuch – letztes Jahr habe ich schließlich nur wenige, kleine Radieschen ernten können. Die Rettichsaat habe ich geschenkt bekommen und mal vier Samen in einen tiefen Topf zwischen die noch übrigen Feldsalatpflänzchen gesteckt – ich muss es ja wenigstens mal ausprobieren. – Leider tummeln sich zur Zeit enorm viele Blattläuse auf meinem Balkon, aber zu diesem Thema und biologischen Gegenmaßnahmen in einem späteren Beitrag…

Ich wünsche ein nicht zu kaltes und regnerisches Wochenende!

Im Anzuchtfieber.

Die ersten Aussaaten, die ich seit Anfang Februar mit verschiedenen Chilisorten begonnen habe, scheinen soweit erfolgreich zu verlaufen. Erfolgreicher als erwartet – meine (erstmals) selbst geernteten Chilisamen habe ich vorsichtshalber am 03.02. immer zu zweit in die Kokostöpfchen gesteckt und nun standen in jenen Töpfchen häufig zwei Keimlinge, die gerade ihre ersten richtigen Blättchen bekommen. Daher habe ich sie heute kurzerhand vereinzelt und in kleine Tontöpfe gesetzt, um zu verhindern, dass sie sich gegenseitig „bedrängen“.

Keimlinge[Chili- und Erdbeerpflänzchen verschiedener Aussaten seit dem 03.02.]

Basilikumkeimlinge[Zitronenbasilikum vom letzten Jahr & Basilikum vom  Balkongärtner Marcel aus der Samenration – Aussat vom 20.02.]

Als Erde für die Chilijungpflanzen kam heute erstmals die von  mir im Netz bestellte Kokoserde zum Einsatz. Hierzu werden die gepressten Kokostabs mit 2-3 Liter lauwarmem Wasser übergossen und…

Quelltab

QuelltabII…im Anschluss hat frau lockere, leider aber recht nasse Erde, mit denen frau alle Töpfchen auffüllen kann, denen frau habhaft wird. Schön ergiebig – schade nur, dass frau sie im Ganzen übergießen muss, da sie so massiv sind. Ich habe nun also noch jede Menge nasse Kokoserde in der Küche stehen. Aber gut, dann werde ich den Rest des Tabs dieser Tage dafür nutzen, die Balkontöpfe für die kommende Gartensaison vorzubereiten. In Zukunft verlager ich die Erdenproduktion auch lieber gleich nach draußen – es war doch arg matschig und so musste ich danach erstmal die Wohnzimmerecke putzen.

Pikierte Chilis und Basilikum[vereinzelte Chilipflänzchen neben dem offenen Zimmergewächshaus]

Ausgesät habe ich in diesem Februar auf der Fensterbank:

  • Chili und Erdbeeren (seit 03.02.)
  • schärfere Gewürzpaprika (seit 16.02.)
  • Salbei und Basilikum (seit 18.02.)
  • Tomaten (seit 22.02.)
  • Schwarzäugige Susanne und Ananaskirsche (seit 25.02.)

Ich arbeite bei der Anzucht mit zwei Gewächshäusern. In einemdürfen die Samen in kleinen Kokosquelltabletten keimen. Sobald die Pflänzchen dann die Köpfchen aus der Erde stecken, siedel ich sie in das zweite Zimmergewächshaus über, in dem die Jungpflanzen sich weiter entwickeln dürfen. Während ich bei erstem Gewächshaus besonders darauf achte, dass dieses immer warm steht – steht das zweite immer am sonnigsten Ort der Wohnung, also am Südfenster, und wird auch öfter belüftet oder ganz von der Haube befreit. Zudem habe ich vor wenigen Tagen auch angefangen, die Chilikeimlinge, die nun über zwei Wochen alt sind, mit organischem, niedrig dosierten Dünger speziell für Jungpflanzen zu versorgen, da die Kokostabs nicht vorgedüngt sind. So versuche ich, den Bedürfnissen der Pflanzen in verschiedenen Stadien gerecht zu werden.

Draußen auf dem Balkon fängt übrigens der Eichenblattsalat (Aussaat 05.02.) schüchtern an zu keimen. Ich freu mich auf frisches Grün. Anschaulicher ist da schon der Bärlauch, der sich nachwievor beim Wachsen zuschauen lässt. Hier ein paar Impressionen von heute.

Bärlauch

Bärlauch_Nahaufnahme[Unermüdlich schiebt der Bärlauch seine Blätter aus der Erde.]