Neues vom (vernachlässigten) Balkon.

In dieser Saison hat sich mein Blog inhaltlich stark verändert. Es finden sich kaum mehr Blicke auf meinen Balkon; im Zentrum steht nun mein Hochbeet im Gemeinschaftsgarten. Das liegt vorrangig daran, dass das Gärtnern dort – in sonniger Lage – einfach viel mehr Erfolgserlebnisse und Spaß mit sich bringt. Aber natürlich bildet auch der Balkon nachwievor einen wichtigen Ort für mich, an dem ich mich gerne aufhalte. Das Grün ist hier jedoch stark zusammengeschrumpft. Einige Töpfe und Kästen habe ich in den Keller geräumt und ich nutze den neuen Freiraum, um auch mal zu zweit oder zu Dritt draußen zu sitzen – zu frühstücken, zu grillen oder einfach die Nachmittagssonne zu genießen.

BalkonimJuni

TrostloserBalkonAn dieser Stelle also ein paar Impressionen von meinem reduzierten Balkongarten, auf dem heute immerhin noch sechs Tomaten, eine Monatserdbeere, ein Rosmarienstrauch, Schnittlauch, eine Himbeere, Schnittknoblauch, Bärlauch, Blutampfer und Hirschhornwegerich wachsen. Und somit fieber ich Ende Juni den ersten Früchten entgegen – in wenigen Tagen gibt es die ersten Monatserdbeeren und die Tomaten setzen jetzt endlich zur Blüte an.

Balkon_I

Minitomaten ‚Zwergenwunder‘ – sollen in dieser Größe bereits ausgewachsen sein und stehen kurz vor der Blüte. Ich bin sehr gespannt!

Erdbeeren_unreif

Die Monatserdbeere setzt fleißig Früchte an.

ErsteErdbeere

Die erste Erdbeere errötet…

Himbeere

Die Himbeere, die ich im Frühling aus einem Supermarkt gerettet habe – mehrfach im Preis reduziert und eigentlich nur ein trauriger ‚Stock‘ – wächst fleißig der Sonne entgegen. Früchte gibt es aber wohl erst im nächsten Jahr?!

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Das (große) Wachsen.

Oja – der Frühling ist sowas von da! In der Mittagspause habe ich mit einem Kollegen draußen in der Sonne einer Gruppe Wespen beim Sonnen an der Hauswand zugeschaut. Und selbst mein schattiger Balkon kommt bei diesen Temperaturen in Frühlingsstimmung.

Hier ein paar Impressionen vom Pflanzenwachstum in- und outdoor:

18.03.Austreibender Waldmeister

Wild austreibender Waldmeister.

18.03.WaldmeisterundBärlauch

Und auch sein Nachbar – der Herr Bärlauch – sieht schon prächtig aus.

18.03.Wachstum der Erdbeeren

Den Erdbeeren kann ich beim Wachsen zusehen…

Und auch in meine Wohnung ist der Frühling eingezogen…

18.03.Blattsenf

Blattsenf auf der Fensterbank. Gekeimt nach nur zwei Tagen und nun bin ich gespannt auf die ersten Blätter.

18.03.Kresse

Frühling für Ungeduldige auf der Küchenfensterbank: Kresse für aus Brot, in die Suppe oder auch gerne zur Polenta.

18.03.ChilisII

Und allmählich nähern sich meine Chilis nach rund einem Monat auch endlich einem Wachstumsstadium, das ein Foto ohne besonderes Makroequipment ermöglicht.

18.03.ChilisI

Chili.

18.03.Tomate_Manalocie

Ebenso entwickeln meine Tomaten – hier die Sorte ‚Manalucie‘ – ihre ersten richtigen Blätter.

18.03.Tomate_Zwergenwunder

Tomate ‚Zwergenwunder‘ mit erstem Blatt.

Im Vergleich zum letzten Jahr, in dem ich Tomaten und Chilis rund zwei Wochen früher ausgesät habe, lassn sich schon bedeutende Wachstumsunterschiede entdecken. Da hängen meine diesjährigen Pflanzen noch ziemlich hinterher. Aber das holen sie bei der vielen Sonne bestimmt bald auf!

Liebe Grüße – und ich wünsche weiterhin eine schöen Frühlingswoche!

Zwischenstand (zum Blog-Geburtstag).

Eben verrät mir WordPress, dass mein Nordwestbalkon-Garten-Blog heute zwei Jahre alt wird. An dieser Stelle daher ein großer Dank an meine treuen Leser und an alle Kommentatoren meines urbanen Wohnungs- und Balkongartentagebuchs! Vielleicht sollte ich mir zu meinen Jubiläen doch mal etwas Besonderes ausdenken – ehrlich gesagt habe ich garnicht darüber nachgedacht, dass wieder ein Jahr verflossen ist. Und nun liege ich leider schon müde auf dem Sofa und lasse mich von einer Reportage berieseln…

Daher hier nur ein Bericht aus meiner Kinderstube, wie ich es zuvor geplant hatte.

09.03.Tomatenkeimlinge

Tomatenkeimlinge – hier die Sorte ‚Zwergenwunder‘ – Aussaat vom 16.02.

Meine Tomatenkeimlinge bekommen langsam erste Blätter. Aber es braucht noch etwas Geduld, bis sie sich mit der Kamera besser einfangen lassen. Meine Keimquoten sind gute drei Wochen nach der Aussaat (16.02.) erfreulich: 3/4 ‚Zwergenwunder‘, 2/3 ‚Manalucie‘ und 2/3 ‚Balkonzauber‘ stehen in meinem Fenstergewächshaus. Die drei Balkonzaubersamen haben mich ein bisschen zappeln lassen – der erste Keimling hat gute zwei Wochen gebracht und der zweite hat erst gestern das Licht der Welt erblickt. Und auch die Ananaskirsche ‚Goldie‘ hat mir Geduld abverlangt: Mitlerweile sind drei Keimlinge zu erkennen, aber erst einer steht aufrecht und hat die Keimblätter entfaltet.

Meine zehn Chili-Keimlinge stehen mitlerweile in eigenen Töpfen. Ich habe die Kokusquelltabletten einfach eingepflanzt. Sie hätten in diesem Stadium auch noch locker im Fensterbankgewächshaus bleiben können, aber ich brauchte den Platz. Außerdem habe ich gelesen, dass man die Chilis nach dem Keimen ruhig von der Heizung weg und etwas kühler stellen soll, damit sie kompakter Wachsen. Sie haben also ihre eigenen Töpfe bekommen, in denen sie nicht so schnell austrocken, wenn die Sonne sie durchs Fenster anstrahlt (was in diesen Tagen ja erfreulich häufig vorkommt!).

09.03.Chilikeimling

Chilikeimling – Aussaat vom 06.02.

Ob es sich bei diesem Keimling um die Sorte ‚Aji de Jardin‘ handelt, die so schön lila blüht und von lila zu rot abreift? Die dunklen Keimblätter könnten ein Zeichen dafür sein. Ich habe mein Semillas-Saatgut ja einfach gemeinsam ausgesät und bin nun gespannt, aus welchem Keimling sich welche Pflanze entwickelt – deutliche Unterschiede bei den Keimblättern sieht man auf jeden Fall schon.

Ich habe allerdings auch Ausfälle bei meinen Aussaaten zu notieren: der Ziersalbei will nicht keimen und meine Orangentagetesaussaat habe ich scheinbar zu wenig belüftet – die ist verschimmelt. Gestern habe ich dann noch Blattsenf ausgesät – ich teste mal, ob ich ihn an der Fensterbank vorziehen kann, um ihn dann nach draußen umzuziehen. Vielleicht beschleunigt sich dadurch die Balkonbegrünung?

Ansonsten halte ich mich zurück mit der Vorzucht. Ich konzentriere mich dieses Jahr vorrangig auf Tomaten, Ananaskirschen und Chili. Den Rest werde ich dann mit Freilandaussaaten oder Kräuterpflanzen auffüllen. Da ich mir noch immer nicht im Klaren bin, ob ich wirklich die gesamte Saison auf diesem Balkon gärtnern werde – oder vielleicht bald umziehe – gehe ich es dieses Jahr etwas lockerer an und versuche es mit meinen Anzuchten nicht zu sehr zu übertreiben.

Ich wünsche allen noch eine schöne Woche mit möglichst vielen Frühlingstagen.

Tomaten – Der Zwischenstand.

Tomaten auf dem Nord(west)balkon sind mein großes Experiment in diesem Jahr. Einmal muss man es schließlich probiert haben. Zumal ich im letzten Winter – manch ein Leser erinnert sich vielleicht – in der Samenrotation (halb)wilde Tomatensamen zugespielt bekommen habe – von den Sorten „Cerise gelb“ und „Johannisbeertomate (rot)“. Und diese fanden dann natürlich ihren Weg in meine Töpfe. Vor drei Wochen ist dann noch eine winzige Balkontomate, die ich in einem Supermarkt erstanden habe, dazu gekommen.

Und wie sieht es nun aus, Mitte Juni? 

Bei meinem Zwischenstand muss man natürlich berücksichtigen, dass ich im Mai – als es spontan warm wurde in Deutschland – gerade auf einem anderen Kontinent in der Sonne lag. Und das drei Wochen lang. Meine Nachbarin hat sich beim „Pflanzensitten“ zwar tapfer geschlagen, aber als ich heimkam, waren meine Tomaten etwas angeschlagen – hatten verräterische Gespinste und Blattläuse aufzuweisen und machten nicht gerade den solidesten Eindruck auf ihrem schattigen Balkonplätzchen. Ich habe die drei kräftigsten Pflanzen (zwei Johannisbeertomaten und eine Cerise – vermute ich zumindest) dann in größere Töpfe verpflanzt und an die sonnigste Ecke meines Balkons gestellt. Dort bekommen sie jetzt ab dem frühen Nachmittag bis gegen Abend ein paar Stunden Sonne – mehr ist leider nicht drin auf meinem Balkon.

Eine Johannisbeertomate habe ich in eine Hängeampel gepflanzt, weil ich im Netz gelesen hatte, dass sie sich durchaus als Ampeltomate oder als Tomate im Balkonkasten eignet. Das hat auch den Vorteil, dass sie einen noch etwas sonnigeren Standort hat als die beiden Tomatenpflanzen auf dem Boden. Rückblickend muss ich allerdings festhalten, dass die Ampeltomate für meinen Geschmack doch ein bisschen hoch hinaus möchte und ich hoffe, dass sie den in den Hof fegenden Winden da oben auch immer stand halten wird. Ich habe sie etwas angebunden und die Spitzen gestutzt, in der Hoffnung dass sie nun vorrangig in die Breite geht.

Tomate_Johannisbeer

Wuchernde Johannisbeertomate an der Westseite meines Balkons.

Entsprechend ihrer Standorte und ihrem vorherigen Wohlbefinden entwickeln sich die drei Tomaten ganz unterschiedlich. Die Johannisbeertomate in der Ampel wächst und gedeiht – und blüht seit dieser Woche wie wild. Das lässt hoffen, dass es doch etwas wird mit den frischen Tomaten vom Balkon. Die beiden anderen Pflanzen, die ich nebeneinander in einen großen Topf auf dem Boden eingepflanzt habe, sind dagegen eher „Kümmerlinge“ – hochgeschossen, instabil und immer wieder von Schädlingen befallen. So richtig will es mit denen nicht und ich frage mich jedesmal, wie lange ich ihnen noch geben soll. Aber immerhin: die gelbe Cerise blüht nun. Vielleicht wird es ja doch noch was mit den gelben Kugeln im Salat. Ich besprühe sie regelmäßig mit Neemöl, um ihr auf die Sprünge zu helfen.

Tomaten_Kümmerlinge

Große Tomate „Cerise gelb“ neben kleiner Johannisbeertomate (mit Flaschen-Bewässerungsexperiment im Kübel).

Die kleine Balkontomate aus dem Supermarkt um die Ecke steht etwas unbeeindruckt in meinem Balkonkasten. Sie hat sich ein bisschen aufgerichtet und ihre Blätter in die Höhe gereckt, seit ich sie dort eingepflanzt habe. Und wenn ich richtig geschaut habe, sind auch die grünen Früchtchen mehr geworden. Rot wird aber scheinbar noch nichts. Ich bin also gespannt, ob ich die Tomaten im Herbst grün ernten muss…

Gedüngt werden meine Tomaten übrigens ganz unterschiedlich: Anfangs hatte ich in die Erde eine kleine Ladung organischen Langzeitdünger eingearbeitet. Manchmal bekommen sie von meinem Chili-Tomaten-Dünger, wenn ich bei der wöchentlichen Chili-Fütterung dran denke. Oder sie bekommen auch schon mal eine Ladung Brennesseltee, den ich des Öfteren zur Stärkung meiner Pflanzen auf dem Balkon verteile. Außerdem habe ich gelesen, dass es Tomaten mögen, mit ihren eigenen Blättern gemulcht/gedüngt zu werden. Auch wenn ich meine Tomaten nicht ausgeizen brauche (nicht notwendig bei diesen Sorten), so lichte ich sie hier und da mal aus, wenn sie zu wild wuchern – und verteile das Laub anschließend im Topf.

Meine Mischkulturexperimente mit Tomaten haben mich noch nicht so ganz überzeugt: Die drei Knoblauchpflänzchen im Tomatentopf sind, nachdem ich die Tomaten dazu gepflanzt hatte, einfach nacheinander wieder eingegangen. Das Laub wurde gelb und lag irgendwann tot auf dem Boden – ganz unabhängig von Wassergaben. Schade. In der Tomatenampel wächst hingegen munter Pflücksalat vor sich hin – und entwickelt langsam ansehnliche Blättchen. Ich hoffe er wird noch groß genug zum Ernten, ehe die Johannisbeertomat alles zugewuchert hat.

Und wo wir gerade beim Fruchtgemüse sind, noch ein schneller blick zu meinen Chilis im Wohnzimmer – hier tut sich nämlich endlich was an meiner Paprika „Cayenna“…

Chili_erötend

Errötende „Cayenna“ – leider schwer aufs Bild zu bringen.

Ich wünsche noch einen schönen Sonntag Abend und eine sonnige Woche!

Nach langer Abstinenz…

Nach langer Abwesenheit (drei Wochen Sonne, Strand und Wassersport) und einer Betreuung meines Balkon- und Fensterbankgartens durch meine liebe Nachbarin, habe ich gestern voller Spannung meine Wohnung betreten. Wenn man selber der Pflanzenzucht verfallen ist, lässt man sie ja doch ungern so lange allein – gerade in dieser Zeit, in der die Natur förmlich explodiert. Aber meine Nachbarin hat sich wacker geschlagen in den zurückliegenden Wochen, die – wie ich vom Hörensagen weiß – geradezu heiß waren für den Mai in Deutschland. Und so gab es nur sehr wenige Totalausfälle zu verzeichnen. Ich kann also munter wieder ans Werk gehen und schauen, was ich aus dieser (bisher sehr warmen) Gartensaison noch mache. Entsprechend bestand der heutige Gartentag aus einer „Bestandsaufnahme“ und Pflege der Pflanzen – sowie einem munteren Neuaussäen, um allmählich die noch recht beachtlichen Lücken in Töpfen und Kästen zu füllen.

Wachstumsschub im Mai

Zunächst war ich erstaunt, wie alles gewachsen ist. Nagut, nicht alles – aber vieles! Der Blutampfer hat seine Größe locker verdreifacht, da er seine Blütenrispen ausgestreckt hat. Die Schwarzäugigen Susannen wissen garnicht mehr wohin mit ihren „Tentakeln“. Die Tomaten haben auch allmählich eine ansehnliche Größe und die Radieschen waren bereits jenseits von Gut und Böse angelangt. Habe ich mich zuerst verwundert gefragt, was ich da ausgesät hatte (große Gemüsepflanzen?), musste ich feststellen, dass der Erntezeitpunkt für die scharfen Knollen bereits weit überschritten ist. Schade – wollten sie in meiner Anwesenheit doch nicht so recht wachsen.

Kaktusfeigen

Selbst die Kaktusfeigen am Südfenster haben in diesem Frühjahr ihre Größe schon verdoppelt.

Blütenpracht und erste Aussichten auf Ernte

In meinem Wohnzimmer, in dem zwei Schwarzäugige Susannen aus Frostschutzgründen einen Flechtkorb mit Rankgerüst emporkletterten, sah ich gleich von Weitem ihren farbenprägtichen Willkommensgruß. Welch eine Euphorie: mein erstes Aussaatexperiment mit dieser Pflanzenart und gleich so ein tolles Ergebnis! Heute durften die Susannen dann auf den Balkon umziehen, wo sie mich mit ihrer Blütenpracht in den kommenden Wochen weiter erfreuen werden.

Schwarzäugige Susanne

Die Schwarzäugige Susanne blüht.

Meine Chilis sehen zwar nach meine Abwesenheit etwas zerrupft aus – meine Nachbarin ist wohl mit Gießen an heißen Tagen nicht schnell genug nachgekommen. Aber ich denke von fünf Pflanzen haben drei sehr gut überlebt, eine weitere werde ich auch noch durchbringen, nur die fünfte schafft es wahrscheinlich nicht, da kaum mehr brauchbare Blätter vorhanden sind.

Chilis II

Drei von fünf Chilipflanzen – hier: weiße und rote Habanero sowie Gewürzpaprika „Cayenna“.

Aber damit kann ich gut leben – in Anbetracht der Früchte, die manch eine der Pflanzen mir bereits präsentiert:

Chilis

links & rechts unten: zwei von drei Früchten der Gewürzpaprika „Cayenna“ – rechts oben: die erste Habanero

In den kommenden drei Wochen werde ich die Pflanzen mit Dünger, regelmäßigen Wassergaben und Bestäubungsversuchen wieder nach vorne bringen. Davon bin ich überzeugt. Seit meinem im letzten Jahr begonnenen Anzuchtversuchen haben sich meine Chilipflanzen, von einem lästigen Spinnmilbenbefall mal abgesehen, als recht robust entpuppt. Sie verzeihen Zeiten der Vernachlässigung, wenn man sie danach wieder gut pflegt. Sicherlich treiben sie bald wieder aus, blühen wieder neu und setzen Früchte an.

Balkonbevölkerung und neue Mitbewohner

Zu meinem Erschrecken musste ich gestern bereits – und heute bei näherem Hinsehen noch mehr – feststellen, dass sich auf meinem Balkon die Schädlinge breit gemacht haben. Kein Wunder, es war ja niemand da, der es mit ihnen aufgenommen hätte. Gesichtet habe ich jede Menge Blattläuse, Frasspuren an Keimlingen (Minierfliege?) und diverse andere Tierchen auf den Blättern (Spinnmilbe? Weiße Fliege?). Einige Pflanzen hatten diversen Staub und Webfäden auf ihren Blättern, allerding schmeißen die Bäume um uns herum auch tonnenweise „flauschige“ Samen ab, so dass es mir schwer fiel, den Befall immer konkret zu lokalisieren.

Somit war erstmal Aufräumtag. Einige Pflanzen mussten sich leider komplett verabschieden, da ich ihnen absolut nicht mehr über den Weg getraut habe. Hierunter waren vorrangig Kräuter. Manch ein Kraut musste aber nicht (nur) wegen seines Befalls, sondern auch wegen seines Wachstumsschubes gehen – Pimpinelle und Salbei haben zwar reich geblüht in meiner Abwesenheit (gut für Biene & Co.), sich gleichzeitig aber in Höhe uns Breite gestreckt, so dass ich sie zurück in ihre Schranken weisen musste.

Die Lücken in meinen Kästen und Kübeln sind also wieder größer geworden und ich habe Platz für Neues geschaffen (immer das Positive sehen!). Einiges was ich hab lebenlassen, muss ich zudem streng im Auge behalten. Auf Blutampfer, Tomate & Co. tummeln sich immernoch einige Schädlinge – und ich habe gestern und heute großzügig zur Neemölflasche gegriffen und meinen Balkonbewohnern einen Brennesseltee gekocht. Außerdem habe ich hier und da Blattläuse abgesammelt bzw. die Pflanzen mit Wasser abgespritzt, um sie von allen Gespinnsten und herumlungernden Läusen zu befreien. Als ich schließlich mit einem Kaffee auf meinem Liegestuhl saß und mich bemühte, Löcher in die Wolken zu schauen, fielen meine Blicke auf den hochgeschossenen Blutampfer, der gerade zur Blüte ansetzt. Und mir wurde schlagartig klar: Ich, als angehende „biologische Balkongärtnerin“, bin nicht allein im Kampf gegen die Läuse…

Marienkäferlarve

Marienkäferlarve auf dem Blutampfer.

Bei meinem ersten Einkauf gestern habe ich übrigens noch einen Abstecher gemacht, um ein Dankesblümchen für meine Nachbarin zu erstehen – und dabei ist in aller Euphorie noch eine kleine Balkontomate in meinen Einkaufswagen gehüpft. Tomaten sind auf meinem Blakon in Norst(west)lage ja in diesem Jahr ein großes Experiment und die selbst angezogenen machen nicht den besten Eindruck – doch ich konnte trotzdem die Finger nicht davon lasssen…

Balkontomate

Kleine, neue Balkontomate.

Die Sorte kann ich leider nicht bennenen – es stand nur „Balkontomate“ drauf (sehr aussagekräftig!). Aber sie ist klein, kompakt und hat bereits erste Früchte angesetzt. Ich bin also gespannt, ob sie erröten und es zu weiteren Fruchtansätzen kommt.

Neuaussaaten

Heute habe ich dann noch diverse Pflanzen ausgesät, da ja auch der Mai noch ein prima Aussaatmonat ist. Zwar nicht mehr für alles – für Radieschen & Co. ist es wohl zu spät, da sie bei Hitze schnell schossen. Bei mir haben noch Pflücksalat, Ananaskirsche, Dill, Portulak, Schnittknoblauch und Schnittlauch, Orangentagetes und Mangold ihren Weg in die Erde gefunden. Sobald ich mir noch weitere Blumenerde zugelegt habe, werde ich auch in der kommenden Woche eine neue „Kinderstube“ errichten. Ich bin gespannt, wie sich eine Ausaat im Mai unter den gegebenen Umständen entwickelt…

Ananaskirsche_Aussaat

„Gewächshaus“ für die Ananaskirschenaussaat – mit einer Klarsichthülle und Schaschlikspießen improvisiert.

Neue Bewässerungssysteme

Eigentlich hatte ich schon vor dem Urlaub geplant, neue Bewässerungssysteme zu installieren, um der Pflanzenbabysitterin ihren Job noch zu vereinfachen. Da das Päckchen sich aber leider Zeit ließ und erst nach meinem Verschwinden eintraf, habe ich mich damit begnügt, die Chilis am Südfenster und diverse Topfpflanzen in meiner Wohnung mit den vom letzten Jahr vorhandenen Blumatkegeln auszustatten.

Da mein neues Bewässerungsequipment nun da ist, werde ich es in der Folge austesten und – falls es funktioniert – für heiße Sommertage nutzen, in denen ich  abwesend bin. Ich habe mich erneut für sehr günstige Varianten entschieden, da ich nicht viel Geld in die Sache stecken wollte und mir für eine „richtige“, aber auch kostspielige, automatische Bewässerung per Tropfschlauch o.ä. auch ein Wasseranschluss aus dem Balkon fehlt. Aber ich denke, die Nachbarn fragen ist auch einfach die kostengünstigere und sozialere Variante – und sofern man einen netten Menschen neben sich wohnen hat, so kommt er dieser Aufgabe auch gerne nach.

Das neue Bewässerungsequiment besteht aus zwei Bewässerungstanks, die man an Blumentöpfe hängen kann und aus denen ein Docht in die Erde führt, der nach Bedarf Wasser aus dem Tank zieht. Außerdem habe ich mir Kunststoffspitzen zum Aufschrauben auf Plastikfalschen gekauft. Sie sind günstiger als die Blumatspitzen – mit denen ich allerdings sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Kunststoffspitzen sind im Allgemeinen zwar recht umstritten und es gibt sie in diversen Varianten. Nachdem ich im letzten Jahr einfach auf eine Anleitung im Netz hin Kunststoffflaschen mit Löchern im Deckel in die Erde gesteckt hatte und das nur ziemlich unzuverlässig bewässert hat (zwischen „schnellem Auslaufen“ und „es kommt kein Wasser raus“ war alles dabei), möchte ich aber nun diese Version mal austesten. -Testberichte folgen dann in Kürze, sobald ich erste Erfahrungen gemacht habe.

Und abschließend ein Appell zu diesem Sonntag: Ich hoffe ihr ward heute auch alle brav wählen?! – Alle Pflanzen- und Tierfreunde sollten wirklich hingehen und ihre Stimme gegen das TTIP bzw. für sozialverträgliche und umweltfreundliche Parteien in die Wagschale werfen.

 

Tomaten auf einem schattigen Balkon?

Im letzten Jahr habe ich vor lauter Euphorie über meinen ersten eigenen Balkon ein Samentütchen mit der Balkontomate „Vilma“ gekauft. Zu Hause habe ich dann arge Zweifel bekommen, ob die Tomatenaussaat für meinem Nord(west)balkon überhaupt Sinn macht. Aber ich hatte ja nun das Saatgut – und habe daraus kleine Pflänzchen herangezogen. Leider sind sie mir (dank Trauermücken?!) schon auf der Südfensterbank wieder eingegangen. Und so habe ich das Projekt „Tomaten“ im letzten Frühjahr abgehakt und mir vorgenommen, lieber eines Tages, bei besseren Rahmenbedingungen – auf einem sonnigeren Balkon oder in einer hellen Gartenecke – zur Tomatengärtnerin zu werden.
Doch die fixe Idee, eigene Tomaten zu ziehen, blieb in meinem Kopf. Und die Samenrotation 2013 brachte mir neues Saatgut von wundervollen, wilden Tomatensorten (Cerise gelb und Johannisbeertomate rot).

Bald ist die optimale Tomatenaussaatzeit in diesem Jahr erreicht und so werde ich es wohl auch noch einmal versuchen. Um sicherzugehen, dass die Anzucht der Tomaten wenigstens eine geringe Chance auf Erfolg hat, habe ich sicherheitshalber nochmal im Internet recherchiert. Die Frage ist also:

Kann man Tomaten im Schatten pflanzen? Mit nur wenigen Stunden Sonne am Tag?

Im Internet findet man dazu erstaunlicherweise ganz konträre Ansichten. Zum einen gibt es eine breite Front von TomatengärtnerInnen und SamenverkäuferInnen, die überall betonen, dass Tomaten grundsätzlich nur in prallster Sonne bzw. an der sonnigsten und warmsten Stelle des Gartens gedeihen. Bei leichtem Schatten, so der Konsens, bräuchte man es gar nicht erst versuchen. Und dann, wenn man weiterliest und recherchiert, stößt man auf erstaunliche Gegenstimmen: Gerade was Wildtomaten und anspruchslosere, robustere Tomatensorten angeht, berichten immer mehr Hobby- und Balkongärtner, dass sie auch im leichten bis stärkeren Schatten durchaus ansehnliche Erfolge vorzuweisen hatten. Aus den Diskussionen rund um den Tomatenanbau lässt sich also lesen, dass man es ruhig auch mal an schattigeren Stellen versuchen kann – der Ertrag kann natürlich geringer sein, als in praller Sonne, aber es ist durchaus realistisch, dass man auch dort zumindest ein paar Tomaten am Strauch erreicht.

Wichtig ist dabei die richtige Sortenauswahl – denn je nach Sorte sind die Tomaten natürlich anspruchsvoller, was Licht und Wärme betrifft. Besonders Ur- und Wildtomaten bzw. Tomaten mit kleineren Früchten sind robuster und aussichtsreicher für leicht schattige Standorte. Und mit den „ertauschten“ Tomaten aus der Samenrotation bin ich in dieser Hinsicht gar nicht so schlecht ausgestattet. Einige Recherchen im Netz haben mir folgende Informationen geliefert.

Rote Johannisbeertomate

  • die Johannisbeertomate ist eine robuste Wildtomate, die im Vergleich zu anderen Tomaten mit wenig Dünger und Wasser auskommt
  • sie lässt sich als Ampeltomate sogar in Blumenkästen oder Hängekörben ziehen und braucht, glaubt man so manchem Hobbygärtnern, nicht mal einen all zu großen Topf
  • sie eignet sich für den Freilandanbau, da sie relativ resistent gegen die klassischen Tomatenkrankheiten ist (Kraut- und Braunfäule)
  • Ausgeizen braucht man sie nicht – sie wächst buschig und ist in der Pflege relativ anspruchslos; man kann sie lediglich ab und zu auslichten, damit sie bei Feuchtigkeit besser abtrocknet und gesund bleibt
  • sie bildet, wie Johannisbeeren, Rispen mit vielen roten Früchten – die aber natürlich etwas größer als die Beeren sind –  niedlich klein sind sie aber dennoch im Verhältnis zu anderen Tomaten. Eher ein witziges Naschobst also!
  • sie vertragen neben einem sonnigen auch einen halbschattigen Standort

[Einen lesenswerten Blogbeitrag zu Johannisbeertomaten habe ich bei Wachsen und Werden gefunden.]

Cerise Gelb 

  • ebenso resistent gegen Kraut- und Braunfäule
  • entwickelt sehr lange Triebe (bis 3 Meter) – Oje, wo soll ich damit dann nur hin? – Da ist wohl hochbinden und zurechtstutzen angesagt!
  • auch diese Sorte verzweigt sich stark und ist pflegeleicht, da sie nicht ausgegeizt werden muss
  • sie bildet unermüdlich kleine, süße, gelbe Früchte und gilt mit ihrer Fruchtbildung als relativ frühe Tomate

[Die Sorte Cerise Gelb habe ich zum Beispiel hier gefunden, in einem Bericht von Dreschflegel.]

Nun denn. Ein bisschen Mut macht es mir schon, das alles zu lesen. Ich werde das Experiment also wagen und in den kommenden Wochen meine Zimmergewächshäuser mit Tomatensamen ausstatten. Und ich bin sehr gespannt, ob ich es mit meinem Nord(west)balkon doch noch zur Tomatengärtnerin schaffe. 

Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit Tomaten an schattigeren Standorten? Für Hinweise bin ich weiterhin dankbar.

Ich wünsche einen schönen Abend.

Gartenjahr No. 1: Obst und Gemüse auf dem Nord(west)balkon.

In Teil 2 meiner Reihe, in der ich zurückblicken möchte auf meine ersten Anzucht- und Kultivierungserfahrungen in meinem ersten Jahr als Balongärtnerin, geht es heute um Obst, Salat und Gemüse im weitesten Sinne auf meinem nur sehr begrenzt sonnigen Nordwestbalkon.

IMG_0658

[Ernte – Chili, Gurke und Ananaskirsche]

Im Frühjahr fanden zunächst Salat und Radieschen ihren Weg in meine Balkontöpfe. Als Samen habe ich Radieschen „Helios“ (gelbe Sorte) und Radies „Flamboyant 3“ erstanden. Die Ergebnisse waren noch relativ übersichtlich. Zwar sind alle Aussaaten gut gekeimt, aber von den „Helios“ konnte ich nur einen Teil ernten, der Rest ist geschossen, ohne ansehnliche Knollen wachsen zu lassen. Sie haben dann aber ganz nett geblüht und Samen angesetzt, die ich sammeln konnte, da die „Helios“ sortenfest sind. Die Radies sind hingegen etwas besser gewachsen, haben aber relativ lange gebraucht, um groß zu werden. Ob es an meiner Ungeduld oder ab Schatten lag? – Ich versuche es im nächsten Jahr bestimmt nochmal.

Radies[Radies aus dem Balkonkasten]

Sehr gut gewachsen ist im Frühjahr und jetzt im Herbst durch Selbstaussat der Kubaspinat. Er ist sehr unkompliziert und man kann ihn Salaten beimischen. Leider ist er relativ geschmacksneutral, wie ich finde. Auch meine regelmäßigen Salataussaaten („Australische Gele“, „Eichblattsalat“, „Amerikanischer Brauner“ und ein bunt gemischtes Saatband mit Pflücksalaten) sind relativ langsam und überschaubar gewachsen. So einiges konnte ich dann aber doch ernten, so dass ich es nächstes Jahr wieder versuchen werde. Vor einigen Wochen habe ich schließlich Feldsalat einen Versuch mit Feldsalat gemacht. Er steht noch recht klein in zwei Töpfen – aber ich werde ihn weiter beobachten, vielleicht braucht er einfach noch ein bisschen. Allein an der Aussaat von Gutem Heinrich im Herbst bin ich bisher gescheitert  – er ist bisher garnicht gekeimt.

Pflücksalat

[Blattsalat im Blumentopf]

Kommen wir nun zum Gemüse. Dieses Jahr habe ich Tomate „Vilma“, Mangold „Bright Lights“, Gurke „Miniature White“, Chili „Basket of Fire“, Spargelerbse und Erdbeerspinat ausgesät. Meine ersten Anläufe in der Tomatenzucht waren ernüchternd. Die Pflänzchen sind zunächst ganz gut gewachsen, später aber alle wieder eingegangen. Ich hatte in jener Zeit einen heftigen Trauermückenbefall in meiner Wohnung, den ich mit Nematoden & co. versucht habe zu bekämpfen. Ich glaube die Tomaten sind diesen zum Opfer gefallen – eine andere Erklärung habe ich bisher nicht gefunden. Da ich  nun neue, robuste Tomatensorten aus der Samenrotation habe, versuche ich es in ein paar Monaten aber nochmal aufs Neue.

Die Spargelerbsen sind sehr gut gewachsen und durften auf meinem Balkon an einem Bambusrankgitter hochwachsen. Nach einer schönen Blüte haben sie auch nach und nach immer mehr Früchte angesetzt. Dann kamm jedoch der Rost und eine längere Abwesenheit meinerseits – das war leider ihr Todesurteil. Schade, aber auch hier werde ich es nochmal versuchen. Spargelerbsen sind zwar klein und man braucht schon ein paar, um damit etwas kochen zu können, aber ich fand sie angebraten sehr lecker.

Ernte_Spargelerbsen

[Spargelerbsenernte]

Der Erdbeerspinat ist gut gewachsen und hat viele Früchte angesetzt. Leider wurde er enorm von Minierfliegen zerfressen, so dass ich von dem Blattgemüse kaum etwas hatte. Die Früchte waren aber ziemlich dekorativ. Ob er nochmal in meinem Topf kommt, nachdem er mir soviel Kummer bereitet hat, bezweifel ich im Moment aber noch.

Erdbeerspinat[Erdbeerspinat im Balkonkasten]

Der Mangold „Bright Lights“ ist als kleine Pflänzchen nach der Direktaussaat auf meinem Balkon ebenfalls ständig von Minirfliegen zerfressen worden. Ich hatte ihn schon abgeschrieben, doch dann hat er es doch noch geschafft. Die Minierfliegen haben irgendwann aufgegeben und er konnte noch zu ansehnlicher Größe heranwachsen, so dass ich ihn auch in der Küche verarbeiten konnte. Erstaunlich ist nur, dass die ersten Blätter noch rote und gelbe Stängel hatten (wie die Pflanzen auf der Verpackung), während die Stengel, die es schließlich geschafft haben, nurnoch weiß waren. Also nichts mit „Bright lights“ und Farbe im Topf, aber ich habe ihn auch so gerne gegessen.

Mangold

[Mangold „Bright Lights“]

Die Gurke „Miniature White“ hat es bei mir auch erst bei einer Direktaussaat im Juni auf dem Balkon geschafft. Zuvor war sie mir zweimal als kleine Pflanzen in meinem Wohnzimmer eingegangen (vielleicht auch hier die Trauermücken?). Auf meinem Balkon hat sie mir dann aber noch große Freude gemacht und einiges an Früchten produziert. Im Herbst hat sie allerdings Mehltau angesetzt – aber da die Gartensaison gerade zu Ende ging, war das weniger schlimm.

Erste Gurkenernte

[Gurke „Miniature White“]

Und schließlich waren da noch die Chilipflanzen. Aus meiner Aussaat gingen zwei robuste Pflanzen hervor, die gut gediehen und jede Menge Früchte ansetzten. Sie haben eigentlich die ganze Saison an meinem Südfenster in meinem Wohnzimmer gestanden und sind dort gut gediehen. Schließlich haben sie aber Spinnmilben bekommen und ich habe sie öfter im Regenwetter rausgestellt und auch mit einem biologischen Bekämpfungsmittel dagegen behandelt. Die stärker befallene Pflanze hat dann auch lange Zeit draußen gewohnt. So richtig losgeworden bin ich den Befall aber nicht, so dass die Pflanzen zurzeit nach und nach eingehen. Da sie mir bis zum heutigen Tag aber viele Früchte und viel Freude bereitet haben, empfinde ich das nicht so schlimm – sie sind eh als „einjährig“ deklariert und ich versuche es mit der Chilizucht im nächsten Jahr einfach nochmal.

Errötende Chilis

[Die ersten, reifenden Chilis 2013]

Als Süßes zum Naschen habe im Frühjahr Saattütchen von Ananskirsche „Aunt Molly“, Chichiquelite, Kaktusfeige (Indoorpflanze) und Heidelbeere erstanden. Ich war mir unsicher, was auf meinem Balkon wachsen würde und habe versucht nicht zu große Pflanzen als Saatgut zu erstehen, die auch Schatten vertragen. Ein absoluter Erfolg war die Kultivierung der Ananaskirsche. Ich habe sie etwas spät auf den Balkon ausgepflanzt, weil ich Angst hatte, das es ihr dort zu schattig ist. Indoor haben die Pflanzen aber ebenfalls Spinnmilben bekommen, draußen waren sie hingegen absolut robust und schädlingsfrei. Dort sind die Pflanzen dann auch enorm gewachsen und haben viele Früchte angesetzt. Nach und nach sind sie abgereift, ein großteil der Früchte wurde aber vom Wintereinbruch überrascht. Ich denke ich muss sie nächstes Jahr früher auspflanzen, wenn es das Wetter zulässt.

AnanaskirschenII

[Eine Ananaskirsche …]

Die Kaktusfeige war in der Anzucht etwas träge und widerspenstig, aber mitlerweile stehen an meinem Südfenster zwei kleine Kakteen und ich bin gespannt, ob sie weiterhin gedeihen. Früchte wird es wohl erst auf lange Sicht geben, da die Pflänzchen noch viel zu winzig sind. An der Aussaat von Heidelbeere und Chichiquelite bin ich vorerst gescheitert – beide wollten einfach nicht keimen. Vielleicht muss ich mich da nochmal stärker einlesen und schauen, woran es hängt.

Kaktusfeigenkeimlinge

[Kaktusfeigenkeimlinge – einige Wochen nach der Aussaat]

Fazit: ich habe viel anzüchten und wachsen lassen – erstaunlich viel, wenn ich bedenke, dass ich vorher so garkeinen grünen Daumen hatte. Was Pflege und Wissen um die Pflanzen angeht, habe ich aber sicherlich noch „Luft nach oben“, so dass ich in den nächsten Jahren vielleicht noch erfolgreicher Gärtnern werde. Das Bild dieses Jahr war ziemlich durchmischt, aber im großen und ganzen hat es mir großen Spaß gemacht.