Morgenritual – oder: 10 auf einen Streich.

Die Trauermücken sind zurück. Sonderlich intelligent sind die Viecher ja nicht: Jeden morgen stehe ich auf und zerdrücke 5-10 Mücken von Hand. Die Fluchtversuche der Tierchen sind eher uneffektiv und man hat sie schnell erwischst. Danach ist dann erstmal wieder Ruhe. Ein paar verirren sich auch auf die angebrachten Geldbsticker – aber ich fürchte ich selbst bin die bessere „Fliegenfalle“.

Bereits vier Gurkenkeimlinge und einige Tomatenpflänzchen haben mir die Fliegen vernichtet. In Punkto Gurken und Tomaten habe ich es daher für diese Saison aufgegeben – schade. Und auch die Annanaskirschen wachsen seit Wochen so garnicht und welken dann eher vor sich hin. Auch hier muss ich wohl bald aufgeben. Die anderen Pflanzen verkraften es besser. Die meisten habe ich mitlerweile auch auf den Balkon ausgesiedelt. Draußen haben die Trauermücken weniger eine Chance zur Plage zu werden, da sie dort einfach viel mehr natürliche Feinde haben. Und es scheint zu wirken: Draußen ist bisher keine einzige Pflanze eingeganen aufgrund der Mücken.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie ich die Mücken in meinem Wohnzimmer nun zukünftig effektiv bekämpfe. Der Nematoden-Angriff vor ein paar Wochen hat zwar gut gewirkt, aber seit ich neue Blumenerde ins Spiel gebracht habe, habe ich das gleiche Problem wieder – sicher, ob es von dieser Erde kommt, bin ich allerdings nicht. Die Fliegen können wohl auch von draußen zuwandern oder vielleicht haben doch einige Larven aus der alten Erde überlebt.

Nematoden gibt es nur in größeren Packungen und sie halten sich nur kurz. Und jetzt immer wieder 10-15 Euro in die kleinen Nützlinge investieren und meine gesamte Erde damit impfen, das finde ich ist schon unpraktisch. Ich habe mich noch ein bisschen durchs Netz gelesen, bin aber noch unschlüssig, welche der Hausmittelchen und Chemiekeulen ich mal austesten soll. Ich frage mich dabei immer, was man wirklich auf die Pflanzen/in den Boden kippen sollte und was lieber nicht. Momentan begnüge ich  mich mit dem eigenhändigen Töten der Tierchen und beobachte, ob sie sich arg vermehren…

Vielleicht hat jemand einen Tipp? – Oder kann mir sagen, was im Einzelfall wirklich geholfen hat?

Liebe Grüße – aus dem regnerischen Mannheim (Weltuntergangsszenario).

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Harte Geschütze.

So. Ich bin es leid mit den Fliegen und den Würmchen. Ich bin nun fest davon überzeugt, dass ich mir mit meinen Blumenerden einen Trauermückenbefall ins Haus geholt habe. Und da die Geldbtafeln nicht wirklich was bringen (sie sammeln zwar immer mal wieder Fliegen, es wird aber nicht besser), so habe ich mich heute beschlossen, den teilweise dahinsterbenden Keimlingen und kümmernden Pflanzen nicht mehr weiter hilflos zuzusehen. Ich habe daher so eben  SF-Nematoden bestellt, damit ich in dieser meiner ersten Gartensaison weniger Kummer habe und meine Neuanzuchten gelingen. Schließlich habe ich schon ein paar Tote zu verzeichnen (drei Tomatenpflänzchen, einen Ananaskirschkeimling und eine Gurke). Und bei anderen Pflanzen (Zinnien, Fleißiges Lieschen etc.) habe ich das Gefühl, dass sie nur langsam wachsen und vielleicht einfach durch den Befall in ihrer Entwicklung gehemmt werden?! – Ich traue mich langsam kaum mehr, neu auszusäen. Also schreite ich jetzt lieber ein – für ein unbekümmerteres Gärtnern!

SF-Nematoden sind winzige Nützlinge (Fadenwürmer), die scheinbar momentan das einzige relativ unbedenkliche und zuverlässige Mittel gegen Trauermücken bilden. Sie sind zwar nicht so billig (etwas unter 10 Euro plus Porto) – aber ich habe das Gefühl, dass es sich lohnen könnte, wenn ich mir die Ratgeberforen im Netz so durchlese. Die Nematoden werden mit dem Gießwasser im Boden verteilt, dringen in die Laven der Trauermücken ein und sondern ein Bakterium ab, welches die Larven dann zersetzt. Die Trauermücken werden somit bereits im Larvenstadium vernichtet – als Larve richten sie auch am meisten Schaden an den Wurzeln der Pflanzen an.

Ich habe gelesen, dass Trauermücken draußen weniger ein Problem sind, da sie dort auch natürliche Feinde haben und sich  nicht so ungeschützt vermehren können. In geschlossenen Räumen wird man sie aber anscheinend schwieriger wieder los und muss aufpassen, dass sie nicht den ganzen Pflanzenbestand schädigen.

Ich wünsche eine schöne Woche,

Staphylea