Erste Ernte.

Heute habe ich meinen ersten Mangold aus meinem Hochbeet geerntet. Eigentlich wollte ich ihn noch wachsen lassen. Aber in den letzten heißen Tagen haben die Blätter unter der starken Sonne ziemlich gelitten – vielleicht doch ein zu sonniger Standort? Ich habe die großen Blätter dann lieber aufgegessen, als dem Treiben weiter zuzuschauen und ständig gießen zu gehen. Mal sehen, ob er im Beet nun weiterwächst. In jedem Fall hat er heute schonmal geschmeckt!

ErsteMangoldernte

Erste Mangoldernte.

ErsteMangoldErnteII

Schnibbeln und ab in die Pfanne…

ErsteMangoldNudeln

Penne mit Tomaten und Mangold in Senf-Sahne-Soße.

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Was wächst auf dem Nordwestbalkon? – Teil 1: Gemüse.

Bevor die erneute Anzuchthysterie wieder beginnt möchte ich noch einen Blick zurück werfen auf meine ersten Gehversuche als Balkongärtnerin in den letzten zwei Sommern auf meinem Nord(west)balkon. Tendentiell ist es eher ein Nordbalkon mit einer leichten Westneigung, der nur am Nachmittag ein bisschen direkte Sonne bekommt. Die Ausgangsbedingungen waren daher nicht die besten – und meine gärtnerischen Versuche waren durch euphorische, fleißige Phasen ebenso wie durch zeitweise Resignation und Faulheit geprägt, so dass ich nicht sagen kann, ob meine bisherigen Erfolge bereits repräsentativ sind, wenn sich die Frage stellt, was eigentlich auf einem Nord(west)balkon angepflanzt werden kann. Aber immerhin habe ich einiges zum Wachsen bekommen – und da lohnt schon eine erste Bestandaufnahme!

Heute zunächst eine Bestandaufnahme zum ‚Gemüse auf dem Nord(west)balkon‘. Es folgen Artikel zu Obst, Blumen und Kräutern. Es handelt sich bei der Aufstellung nur um Pflanzen, die ich auch wirklich auf dem Balkon ausgesiedelt habe – meine Chilis beispielsweise kommen nicht vor, da sie bei mir vorrangig Indoorpflanzen waren.

Gemüse auf dem Nord(west)balkon

Fruchtgemüse

Anbauversuche: Spargelerbse; Gurke „Miniature White“; Tomaten „Cerise gelb“ und  „Johannisbeertomate“; kleine Balkontomate (Name Unbekannt)

2013 habe ich mich auf die Suche nach Gemüse gemacht, das sich auf einem schattigeren Balkon kultivieren lässt. Damals bin ich auf Deaflora gestoßen und in ihrem Online-Shop auf die Spragelerbse. Ausschlaggebend war wohl, dass die Spargelerbse mir recht außegewöhnlich vorkam, was den Reiz für mich erhöht hat es mal zu versuchen – zudem wurde sie als nicht so hoch wachend (60 cm) beschrieben und verträgt auch Halbschatten. Und was soll ich sagen: Es war ein erster Erfolg. Ich habe sie im März/April auf der Fensterbank vorgezogen und nach den Eisheiligen zu zweit in einen großen Topf auf dem Balkon gesetzt. Dort habe ich sie an einem selbstgebastelten Bambusgitter hochranken lassen – ab und an muss man sie aber anbinden, da sie nicht eigenständig ‚klettern‘. Im Juni haben sie dann wundervoll dunkelrot geblüht  und schließlich munter Früchte angesetzt. Ich war schon vollends begeistert über meine ersten, noch eher übersichtlichen Ernten, als der Glücksfaden scheinbar riss: Im Fortgang des Sommers setzten die Pflanzen leider Rost an und darbten dahin. Schade – aber ich kann empfehlen es einmal zu versuchen! Sicherlich werde ich das auch nochmal tun und vielleicht auch herausfinden, woran es lag, dass sie auf einmal krank geworden sind. In der Pfanne kurz angebraten waren die Spargelerbsen wirklich eine nette Bereicherung auf meinem Speiseplan.

SpargelerbsenblüteI

Spargelerbsenblüte .

Ernte_Spargelerbsen

Spargelerbsenernte.

Die Gurke ‚Miniature White‘, die ich nun bereits zwei Sommer angebaut habe, war ein Experiment, ob Gurken – die eigentlich viel Sonne gebrauchen können – bei mir auch wachsen. Die Sorte ist durch ihrer Wuchshöhe und ihre kleinen Früchte besonders gut für den Balkonanbau geeignet. Allerdings habe ich 2013 – wenn ich mich recht erinnere – drei Anläufe gebraucht, bis ich eine Pflanze groß ziehen konnte. Ich habe das damals auf meine Trauerfliegenplage im Wohnzimmer geschoben. Ich hatte aber auch in jedem Anlauf nur wenige Samen ausgesät. Die dritte Aussat vollzog sich dann direkt auf dem Balkon im Frühsommer – und leider hatte die Gurke dann, obwohl sie gut wuchs, nicht mehr genug Zeit und schaffte es nur zu wenigen reifen Früchten. Außerdem hatte sie bald mit Mehltau zu kämpfen. Im letzten Jahr habe ich die Gurke dann wieder recht spät ausgesät (muss ich zu meiner Schande gestehen) – und hatte wieder mit Mehltau zu kämpfen. Ich glaube das Projekt ‚Gurken‘ nehme ich lieber an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit wieder auf.

Gurke

Die Gurke steht in Blüte.

Erste Gurkenernte

Erntereife Gurke an der Pflanze.

Und schließlich habe ich mich, nachdem ich in der Samenrotation 2013 Tomatensamen erhalten (Cerise gelb und Johannisbeertomate) doch mal an diese Nachtschattengewächse rangetraut. Ich hatte zuvor gelesen, dass Tomaten sehr viel Sonne brauchen. Aber im Nachhinein bin ich glücklich, es trotzdem versucht zu haben – denn es hat wirklich ganz passable Ergebnisse gebracht! – Vieleicht mag die Ernte auf einem West- oder Südbalkon größer ausfallen, aber ich habe von beiden Sorten eine ganze Reihe von Früchten geerntet. Außerdem habe ich in einer Gärtnerei noch eine kleine Balkontomate gekauft, die bereits Früchte angesetzt hatte – auch diese sind zuverlässig abgereift und die Pflanze hat es sogar zu einer zweiten ‚Generation‘ von Tomaten im Spätsommer gebracht. Wer sich an den Tomatenanbau in schattigeren Lagen zum erstenmal ranwagt, dem würde ich allerdings empfehlen erstmal auf Wildsorten oder robustere Sorten mit kleinen Früchten zu setzen –  dann hat man bessere Chancen, dass es ein Erfolg wird.

Tomate_Johannisbeer

Wuchernde Johannisbeertomate in der Hängeampel.

CeriseGelb

Gelbe Cerise bekommt Früchte.

MiniJohannisbeertomaten

Niedliche Johannisbeertomatenernte.

Wurzelgemüse

Anbauversuche: Radieschen; Mairübchen ‚Di Milano‘; Rettich ‚Hilds Neckarruhm‘

Mit Wurzelgemüse hat es auf meinem Nordwestbalkon bisher noch nicht wirklich funktioniert. 2013 ist meine erste Radieschenaussaat einem Unwetter zum Opfer gefallen, da ich die Blumentöpfe an meinem Balkon nach außen gehängt hatte. Danach ist die eine Hälfte meiner Radieschen vergeilt und hat keine Knollen gebildet. Ein paar sind was geworden – aber so richtig gut war die Ausbeute  nicht. Im letzten Jahr habe ich es erneut versucht, aber mit noch geringerem Erfolg. Woran das wohl liegt? Das Projekt ‚Radieschen im Frühjahr‘ liegt daher vorläufig auf Eis. Was allerdings empfehlenswert ist: Wenn es mit der Knollenbildung nicht klappt, einfach die Radieschen mal blühen lassen, das ist unerwartet dekorativ und man kann im Herbst neues Saatgut ernten.

Im letzten Jahr habe ich es dann auch mal mit Mairübchen (Sorte: ‚Di Milano‘) versucht – aber auch ohne Erfolg. Ich bekam zudem noch Rettich (Sorte: Hilds Neckarruhm in rot) geschenkt und schob die Samen in die Erde. Es entwickelten sich irgendwann sogar Blätter – aber keine Knolle – der Stiel war vergeilt. Ich frage mich also, ob es an den Lichtverhältnissen liegt und Wurzelgemüse da so anspruchsvoll ist, oder ob es an mir liegt. Hinweise sind mir willkommen!

Blattgemüse

Anbauversuche: Erdbeerspinat; Mangold; Guter Heinrich; Gartenmelde; Neuseeländerspinat; Pak Choi

Der Erdbeerspinat und Mangold ‚Bright Lights‘ wuchsen 2013 auf meinem Balkon, das heißt: sie wären gerne gewachsen, denn sie wurden ständig zerfressen. Ich habe das kaum in den Griff bekommen. Aber beide haben sich nicht einschüchtern lassen und sind immer weitergewachsen – und immer weiter zerfressen worden. Der Erdbeerspinat hat später sogar geblüht und Früchte angesetzt. Außer diesen eher wässrig schmeckenden, aber dekorativen Früchten habe ich die Pflanzen aber nicht als Gemüse nutzen können. Im Herbst hatte es dann allerdings der Mangold doch noch so weit geschafft, dass ich ab und an ein paar Blätter in mein Essen schnibbeln konnte. Der Anbau beider Pflanzen ist also theoretisch möglich, wenn man nicht von kleinen Plagegeistern (Minierfliegen?) heimgesucht wird oder ein wirksames Mittel gegen diese findet (aber bitte biologisch!).

Erdbeerspinat

Früchte am noch recht fotogen wirkenden Erdbeerspinat.

Mangold

Mangold im Herbst.-

Keine guten Erfahrungen habe ich mit dem Guten Heinrich, der Gartenmelde, dem Neuseeländerspinat und dem Mini-Pak Choi gemacht – alles habe ich über ein Kindheitsstadium nicht hinausgebracht oder es ist garnicht erst gekeimt. Das liest sich traurig, wenn ich das hier so aufliste, aber so war es nun einmal. Bei einigem kann es aber auch daran gelegen haben, dass ich mich nicht genug gekümmert habe, nachdem ich die Samen in die Blumentöpfe gesteckt hatte.

Blattsalate

Anbauversuche: Blutampfer; Amish Deer Tongue; Feldsalat; Hirschhornwegerich; Kubaspinat/Portulak; und weitere als ‚Schnittsalat‘ oder ‚Plücksalat‘ gekennzeichnete Sorten

Was Blattsalate angeht, ist mein Fazit ebenfalls gemischt: Robuste, heimische Pflanzen wachsen sehr gut, wie der Blutampfer oder der Hirschhornwegerich. Und sie bilden eine schöne Abwechslung im Salat. Auch der Kubaspinat ist der wahre Renner für mich: er wächst und wächst – und blüht – und füllt leere Stellen in Töpfen ruck-zuck auf. Und gesund soll er auch noch sein. Herkömmliche Pflück- und Schnittsalatsorten aus dem Baumarktregal o.ä. wachsen bei mir auch, wirken aber von Farbe und Blattstärke immer etwas schwach auf der Brust. Ebenso erging es mir mit dem Amish Deer Tongue. Diese Salate wachsen generell recht langsam und wenn ich sie zu lange stehen lasse, weil ich will, dass sie sich noch weiter entwickeln, dann schießen sie im Sommer und gehen irgendwann zur Blüte über. Ich halte mich daher lieber an alternatives Blattgemüse und teste weiter aus, was gut funktioniert. Am Portulak ‚Gruner‚ bin ich übrigens im letzten Jahr gescheitert – dort wo ich (mehrfach) gesät habe, hat sich einfach nichts getan.

Blutampfer

Blutampfer im Wachstum…

IMG_0714_Feldsalat

Feldsalat im Wachstum.

BalkonkastenI

Pflücksalat, Schnittsellerie und Blutampfer.

Kubaspinat

Kubaspinat in Blüte.

Snack

Brötchen mit selbst geerntetem Gemüse 2013.

Blutampfer und Kubaspinat haben sich bei mir übrigens einfach wieder selbst ausgesät – sie sind dabei ganz nette Lückenfüller und begrünen gerade sogar meine winterlichen, sonst leeren Töpfe.

Alles in allem bin ich also eine bedingt erfolgreiche Gemüsegärtnerin, die es aber liebt, weiter zu experimentieren, um herauszufinden, was man aus einem Nord(west)balkon vielleicht noch alles rausholen kann – und jede einzelne Tomate oder jedes Salatblatt belohnt mich für das stetige Giessen, Säen und Pflanzen.

Und um ehrlich zu sein – das Gärtnern hat mich auch in diesem Jahr schon wieder gepackt: meine ersten Chilisamen quellen hinter mir schon in Heizungsnähe in einer Salpeter-Wasser-Lösung, um morgen ausgesät zu werden. Aber dazu dann ein anderes Mal…

Balkongartentag.

Die stetigen Unwetter mit Sturmböen und heftigem Regen setzen meiner  Balkonflora doch unerwartet stark zu. Den Tomaten welken die Blätter – sie werden gelb und fallen ab. Ich hoffe das legt sich wieder. Außerdem haben die heftigen Gewitter des Öfteren Blumenerde aus meinen Balkonkästen gespült, so dass die auf dem Boden stehenden Tomatenpflanzen über und über verdreckt sind. Meine selbstausgesäten Mohn- und Dillkeimlinge kümmern, scheinbar haben sie doch zu wenig Sonne auf meinem Nord(west)balkon. Am Blutampfer zeigen sich seit rund zwei Wochen immer wieder weiße Flecken – ich habe schon mehrfach die befallenen Blätter abgepflückt, da nun aber beide Pflanzen flächendeckend aussahen wie mit Mehl überstäubt, habe ich gestern beschlossen meinen Balkon mal gründlich aufzuräumen.

Blutampfer_weiße Flecken

Blutampfer mit seltsamen, weißen Flecken.

DreckigeTomate

Matschige Tomatenblätter.

Die Blutampferpflanzen habe ich beim Aufräumen dann schweren Herzens entsorgt. Schade, sie haben auf meinem Balkon seit ihrer Aussaat im Frühjahr 2013 immer grün-rote Akzente gesetzt und in diesem Jahr auch munter geblüht. Als Salat haben sie für mich aber nicht getaugt – obwohl der Blutampfer nicht so sauer sein soll, wie gewöhnlicher Ampfer, hat uns der Geschmack einfach nicht zugesagt.

Beim Aufräumen habe ich ein paar neue Mitbewohner auf meinem Balkon getroffen. Neben ein paar Tausendfüsslern und Blattläusen haben mich vor allem jene hier beeindruckt…

Grashüpfer

Heuschrecke auf einem Mangoldblatt.

Spinnenbesuch

Spinne auf einem Salbeiblatt.

Erfreuliches zeigt sich auch an den Pflanzen. Die letzte Tomatensorte auf meinem Balkon, die bisher noch keine reifen Früchte geliefert hat, hat es nun fast geschafft:

ErgebelndeTomate

Ergelbende Cerise.

Es ist somit endgültig bewiesen: Tomaten auf dem Nord(west)balkon sind möglich. Bei Johannisbeertomate, gelber Cerise und einer Balkonkastentomate hat es funktioniert. Wundervoll!  – Natürlich ist die Anzahl der Tomaten immer überschaubar und kann sicher nicht mit einem sonnigen Garten mithalten, aber Erfolgserlebnisse und eigene Früchte sind zu Genüge möglich.

Und meine Mini-Gurke ist in den letzten Wochen hochgeschossen und schlingt sich gerade um die greifbaren Tomatenäste. Gestern habe ich dann die erste weibliche Blüte an der Pflanze entdeckt. Na, ob das doch noch was mit den kleinen Gürkchen wird?

WeiblicheGurkenblüte

Die erste weibliche Blüte an der Gurke „miniature white“.

Am Nachmittag habe ich dann den Amish Deer Tongue geerntet. Dies ist eine alte, robuste Salatsorte, die von den Amishen in Amerika gezüchtet und angebaut wird. Die Aussaat wollte erst nicht so recht keimen und es haben sich in den letzten Monaten nur zwei Pflanzen durchgeschlagen und sind zu nennenswerter Größe herangewachsen – dies lag wohl auch an den schweren Gewittern: Die heftigen Regenergüsse haben viele Keimlinge auf dem Gewissen. Aber das Ergebnis macht doch Lust, es nochmal zu probieren.

Rose_AmishDeerTongue

Pflücksalat „Amish Deer Tongue“ neben einer Balkonrose.

Da aufgrund mangelnder Zeit in diesem Frühjahr und Sommer und aufgrund der Gewitter nun noch bzw. wieder Platz in einigen Kästen war, habe ich versucht alles etwas umzugestalten und zu optimieren. Vor einigen Wochen habe ich erneut Monatserdbeeren ausgesät – es müsste im Juni gewesen sein. Meine ersten Anzuchtversuche im Frühjahr auf der Fensterbank sind vollkommen fehlgeschlagen. Die jetzigen drei Keimlinge haben nun wenigstens schon einige Blätter – und darunter auch erste richtige Erdbeerblättchen. Leider werden sie ständig – trotz Neemölbehandlung – von Blattläusen befallen. Ich hoffe trotzdem, dass sie es ins Erwachsenenalter schaffen. Gestern habe ich die Keimlinge vereinzelt und ihnen genug Platz in einem Balkonkasten zur Verfügung gestellt. Vielleicht wirds dann ja im nächsten Jahr was mit den Früchten!

Erdbeerkeimlinge_Anzuchttopf

Erdbeerkeimlinge – zweiter Versuch.

Erdbeerpflänzchen

Vereinzelte Keimlinge neben dem langsam wachsenden Hirschhornwegerich.

Heute habe ich dann noch ein paar neue Mitbewohner auf dem Heimweg besorgt, um schonmal ein paar Lücken zu füllen. In meiner Tasche haben sich dabei „Bunt-Salbei“, „Knobi-Gras“ und eine lilane Blühpflanze (deren Namen ich nicht kenne) eingefunden.

Neue Mitbewohner I

„Knobi-Gras“ und lila Blühpflanze.

Besonders angetan hatte es mir das Knobi-Gras. Bisher kannte ich nur Schnittknoblauch und Schnittlauch – die beide schmalere Blätter haben. Dieses „Gras“ hingegen hat zweifarbige, breitere Blätter und duftet lecker nach Knoblauch. Das Knobi-Gras ist auf jeden Fall mehrjährig (lässt sich allerdings nur im Haus überwintern), es wächst – laut beigesteckter Beschreibung – an sonnigen und schattigen Standorten, ist essbar und lässt sich wie Knoblauch zu diversen Leckereien verarbeiten.

Kräuterbalkonkasten

V.l.n.r.: Von den Gewittern gebeuteltes Schnittlauch (treibt gerade neu aus); bunter Salbei (neu!), selbstausgesäte Orangengewürztagetes und selbstausgesäter, „normaler“ Salbei.

Neu pflanzen macht bessere Laune, wenn das Wetter verrückt spielt. Nächste Woche nehme ich dann vielleicht auch noch ein paar Neuaussaaten in Angriff, sobald ich mich wieder täglich um sie kümmern kann. Mal sehen, was zur Aussaat im Hochsommer/Herbst noch taugt und diese Saison abrundet – auf jeden Fall wird Feldsalat bald wieder seinen Weg in meine Blumenkästen finden.

Ich wünsche eine schöne, nicht so nasse Woche.

Gartenjahr No. 1: Obst und Gemüse auf dem Nord(west)balkon.

In Teil 2 meiner Reihe, in der ich zurückblicken möchte auf meine ersten Anzucht- und Kultivierungserfahrungen in meinem ersten Jahr als Balongärtnerin, geht es heute um Obst, Salat und Gemüse im weitesten Sinne auf meinem nur sehr begrenzt sonnigen Nordwestbalkon.

IMG_0658

[Ernte – Chili, Gurke und Ananaskirsche]

Im Frühjahr fanden zunächst Salat und Radieschen ihren Weg in meine Balkontöpfe. Als Samen habe ich Radieschen „Helios“ (gelbe Sorte) und Radies „Flamboyant 3“ erstanden. Die Ergebnisse waren noch relativ übersichtlich. Zwar sind alle Aussaaten gut gekeimt, aber von den „Helios“ konnte ich nur einen Teil ernten, der Rest ist geschossen, ohne ansehnliche Knollen wachsen zu lassen. Sie haben dann aber ganz nett geblüht und Samen angesetzt, die ich sammeln konnte, da die „Helios“ sortenfest sind. Die Radies sind hingegen etwas besser gewachsen, haben aber relativ lange gebraucht, um groß zu werden. Ob es an meiner Ungeduld oder ab Schatten lag? – Ich versuche es im nächsten Jahr bestimmt nochmal.

Radies[Radies aus dem Balkonkasten]

Sehr gut gewachsen ist im Frühjahr und jetzt im Herbst durch Selbstaussat der Kubaspinat. Er ist sehr unkompliziert und man kann ihn Salaten beimischen. Leider ist er relativ geschmacksneutral, wie ich finde. Auch meine regelmäßigen Salataussaaten („Australische Gele“, „Eichblattsalat“, „Amerikanischer Brauner“ und ein bunt gemischtes Saatband mit Pflücksalaten) sind relativ langsam und überschaubar gewachsen. So einiges konnte ich dann aber doch ernten, so dass ich es nächstes Jahr wieder versuchen werde. Vor einigen Wochen habe ich schließlich Feldsalat einen Versuch mit Feldsalat gemacht. Er steht noch recht klein in zwei Töpfen – aber ich werde ihn weiter beobachten, vielleicht braucht er einfach noch ein bisschen. Allein an der Aussaat von Gutem Heinrich im Herbst bin ich bisher gescheitert  – er ist bisher garnicht gekeimt.

Pflücksalat

[Blattsalat im Blumentopf]

Kommen wir nun zum Gemüse. Dieses Jahr habe ich Tomate „Vilma“, Mangold „Bright Lights“, Gurke „Miniature White“, Chili „Basket of Fire“, Spargelerbse und Erdbeerspinat ausgesät. Meine ersten Anläufe in der Tomatenzucht waren ernüchternd. Die Pflänzchen sind zunächst ganz gut gewachsen, später aber alle wieder eingegangen. Ich hatte in jener Zeit einen heftigen Trauermückenbefall in meiner Wohnung, den ich mit Nematoden & co. versucht habe zu bekämpfen. Ich glaube die Tomaten sind diesen zum Opfer gefallen – eine andere Erklärung habe ich bisher nicht gefunden. Da ich  nun neue, robuste Tomatensorten aus der Samenrotation habe, versuche ich es in ein paar Monaten aber nochmal aufs Neue.

Die Spargelerbsen sind sehr gut gewachsen und durften auf meinem Balkon an einem Bambusrankgitter hochwachsen. Nach einer schönen Blüte haben sie auch nach und nach immer mehr Früchte angesetzt. Dann kamm jedoch der Rost und eine längere Abwesenheit meinerseits – das war leider ihr Todesurteil. Schade, aber auch hier werde ich es nochmal versuchen. Spargelerbsen sind zwar klein und man braucht schon ein paar, um damit etwas kochen zu können, aber ich fand sie angebraten sehr lecker.

Ernte_Spargelerbsen

[Spargelerbsenernte]

Der Erdbeerspinat ist gut gewachsen und hat viele Früchte angesetzt. Leider wurde er enorm von Minierfliegen zerfressen, so dass ich von dem Blattgemüse kaum etwas hatte. Die Früchte waren aber ziemlich dekorativ. Ob er nochmal in meinem Topf kommt, nachdem er mir soviel Kummer bereitet hat, bezweifel ich im Moment aber noch.

Erdbeerspinat[Erdbeerspinat im Balkonkasten]

Der Mangold „Bright Lights“ ist als kleine Pflänzchen nach der Direktaussaat auf meinem Balkon ebenfalls ständig von Minirfliegen zerfressen worden. Ich hatte ihn schon abgeschrieben, doch dann hat er es doch noch geschafft. Die Minierfliegen haben irgendwann aufgegeben und er konnte noch zu ansehnlicher Größe heranwachsen, so dass ich ihn auch in der Küche verarbeiten konnte. Erstaunlich ist nur, dass die ersten Blätter noch rote und gelbe Stängel hatten (wie die Pflanzen auf der Verpackung), während die Stengel, die es schließlich geschafft haben, nurnoch weiß waren. Also nichts mit „Bright lights“ und Farbe im Topf, aber ich habe ihn auch so gerne gegessen.

Mangold

[Mangold „Bright Lights“]

Die Gurke „Miniature White“ hat es bei mir auch erst bei einer Direktaussaat im Juni auf dem Balkon geschafft. Zuvor war sie mir zweimal als kleine Pflanzen in meinem Wohnzimmer eingegangen (vielleicht auch hier die Trauermücken?). Auf meinem Balkon hat sie mir dann aber noch große Freude gemacht und einiges an Früchten produziert. Im Herbst hat sie allerdings Mehltau angesetzt – aber da die Gartensaison gerade zu Ende ging, war das weniger schlimm.

Erste Gurkenernte

[Gurke „Miniature White“]

Und schließlich waren da noch die Chilipflanzen. Aus meiner Aussaat gingen zwei robuste Pflanzen hervor, die gut gediehen und jede Menge Früchte ansetzten. Sie haben eigentlich die ganze Saison an meinem Südfenster in meinem Wohnzimmer gestanden und sind dort gut gediehen. Schließlich haben sie aber Spinnmilben bekommen und ich habe sie öfter im Regenwetter rausgestellt und auch mit einem biologischen Bekämpfungsmittel dagegen behandelt. Die stärker befallene Pflanze hat dann auch lange Zeit draußen gewohnt. So richtig losgeworden bin ich den Befall aber nicht, so dass die Pflanzen zurzeit nach und nach eingehen. Da sie mir bis zum heutigen Tag aber viele Früchte und viel Freude bereitet haben, empfinde ich das nicht so schlimm – sie sind eh als „einjährig“ deklariert und ich versuche es mit der Chilizucht im nächsten Jahr einfach nochmal.

Errötende Chilis

[Die ersten, reifenden Chilis 2013]

Als Süßes zum Naschen habe im Frühjahr Saattütchen von Ananskirsche „Aunt Molly“, Chichiquelite, Kaktusfeige (Indoorpflanze) und Heidelbeere erstanden. Ich war mir unsicher, was auf meinem Balkon wachsen würde und habe versucht nicht zu große Pflanzen als Saatgut zu erstehen, die auch Schatten vertragen. Ein absoluter Erfolg war die Kultivierung der Ananaskirsche. Ich habe sie etwas spät auf den Balkon ausgepflanzt, weil ich Angst hatte, das es ihr dort zu schattig ist. Indoor haben die Pflanzen aber ebenfalls Spinnmilben bekommen, draußen waren sie hingegen absolut robust und schädlingsfrei. Dort sind die Pflanzen dann auch enorm gewachsen und haben viele Früchte angesetzt. Nach und nach sind sie abgereift, ein großteil der Früchte wurde aber vom Wintereinbruch überrascht. Ich denke ich muss sie nächstes Jahr früher auspflanzen, wenn es das Wetter zulässt.

AnanaskirschenII

[Eine Ananaskirsche …]

Die Kaktusfeige war in der Anzucht etwas träge und widerspenstig, aber mitlerweile stehen an meinem Südfenster zwei kleine Kakteen und ich bin gespannt, ob sie weiterhin gedeihen. Früchte wird es wohl erst auf lange Sicht geben, da die Pflänzchen noch viel zu winzig sind. An der Aussaat von Heidelbeere und Chichiquelite bin ich vorerst gescheitert – beide wollten einfach nicht keimen. Vielleicht muss ich mich da nochmal stärker einlesen und schauen, woran es hängt.

Kaktusfeigenkeimlinge

[Kaktusfeigenkeimlinge – einige Wochen nach der Aussaat]

Fazit: ich habe viel anzüchten und wachsen lassen – erstaunlich viel, wenn ich bedenke, dass ich vorher so garkeinen grünen Daumen hatte. Was Pflege und Wissen um die Pflanzen angeht, habe ich aber sicherlich noch „Luft nach oben“, so dass ich in den nächsten Jahren vielleicht noch erfolgreicher Gärtnern werde. Das Bild dieses Jahr war ziemlich durchmischt, aber im großen und ganzen hat es mir großen Spaß gemacht.

Des Gärtners Aufräumwut?!

Seit einiger Zeit lese ich mich nun dann und wann durch Garten- und Balkonblogs und bin nach meiner ersten Gartensaison auf meinem eigenen Balkon etwas irritiert über so manche Aufräumwut der Balkon- und Garteninhaber. Nun ist es also Oktober. Als Neuling war ich davon ausgegangen, dass die Gartensaison nun schon lange zu Ende sein und in meinen Kübeln nurnoch vertrocknete Stengel stehen würden. Aber von einem Erfrieren und Sterben sind meine Kübelpflanzen noch weit entfernt. Die fleißigen Lieschen, die Ringelblumen, die Orangentages und die Kapuzinerkresse blühen noch immer fleißig. Blutampfer, Schnittsellerie und Pfefferminze treiben weiter aus. Und selbst der Stielmangold, der mir in einem Buch als kälteempfindlich beschrieben wurde und den ich daher vor einigen Wochen schonmal vorsichtshalber ziemlich radikal abgeerntet hatte, wächst weiter – wenn auch nicht mehr im gleichen Tempo wie den Sommer über. In manchen Töpfen sind gerade neue Saaten (v.a. Feldsalat) aufgegangen, der aber nur langsam wächst. Natürlich finden sich hier und da erste gelbe Blätter – zum Beispiel an der Ananaskirsche, die aber trotzdem das Blühen nicht einstellen will.

Organentagetes

Aus diesem Grund möchte ich hier in aller Deutlischkeit schreiben, dass ich entschlossen bin dieses Begrünungsprojekt in diesem Jahr bis zum bitteren Ende durchzuziehen: Hier auf meinem Balkon wird nicht ausgerissen, ausgeleert und in den Keller geräumt, um dem Winter kampflos das Feld zu überlassen. Nein, auch das Vergehen wird hier akribisch begutachtet und dokumentiert. Und jede letzte Blüte und jeder junge Austrieb wird bejubelt und angefeuert. Der letzte Winter war schließlich lang und trist genug. Solange noch irgendwas auf meinem Balkon wächst dieses Jahr, soll es wachsen dürfen. So schaue ich nicht nur auf die fast schon kahlen Bäume vor meinem Fenster, sondern auch noch immer auf grüne Blumentöpfe. Die winterliche Tristesse hat hier keinen Platz und das ist auch gut so.

In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Herbstwochenende,

Staphylea

Balkonrundgang.

Hier nochmal ein paar Balkonimpressionen Mitte August. Ich finde, es ist schön grün geworden auf meinem Balkon – auch wenn die ein oder andere Pflanze mal schwächelt und ich im nächsten Jahr sicherlich aufgrund meiner ersten Erfahrungen als Gärtnerin die Pflanzen/Samenauswahl sowie ihre Standorte nochmal überdenken werde. Aber dazu später im Jahr – wenn ich dann das erstemal eine Bilanz ziehen kann.

Zahlreiche Kräuter und Blattgemüse wachsen mitlerweile bei mir…

BalkonkastenI

[Blattsalat, Schnittsellerie und Blutampfer]

Besonders mein Blutampfer und mein Schnittsellerie machen sich immer besser. In der heißen Sommerphase hatte ich das Gefühl, dass das Wachstum einfach stagnierte. Aber nun haben sie nochmal ordentlich zugelegt.

 

BalkonkastenII

[Ananaskirsche, (blühender) Zitronenbasilikum, Salbei und Pimpinelle]

Ursprünglich hatte ich mehrere Ananaskirschen-Pflanzen. Einige standen in Töpfen im Wohnzimmer, hatten dann aber einen argen Spinnmilbenbefall (gemeinsam mit meinen Chilis) – ich habe mich dann schweren Herzens von einigen Pflanzen getrennt. Diese Pflanze wächst draußen aber wundervoll und ist vor allem auch schädlingsfrei. Vielleicht ist die Ananaskirsche draußen einfach besser aufgehoben.

Blattsalat[Pflück- oder Blattsalat – Sorte ist in Vergessenheit geraten.]

Der Blattsalat im Nachbarkasten sollte mal geernter werden. Der Salat entwickelt bei mir immer erstaunlich schnell Stiele und wächst dem Kasten davon. Vielleicht liegts am Lichtmangel oder den warmen Temperaturen? – Aber immerhin muss ich mein Fazit vom Frühjahr revidieren: Blattsalat wächst auch gut auf dem Nord(west)balkon.

Mangold[Mangold „Bright lights“ – hier aber so garkein bisschen bunt, wie auf der Packung versprochen.]

Kräuter

[Thymian, Currystrauch und Pfefferminze]

Mein Thymian, den ich im März als Pflanze gekauft habe, schwächelt ziemlich rum. Er legt die Blätter an und vertrocknet – außerdem spreizt er die Äste nach außen. Woher das wohl kommt? Ich habe anfangs recht viel gegossen, nun gieße ich weniger. Aber was genau er hat, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht einfach zu wenig Sonne? – Ebenso hat der Currystrauch sich komisch entwickelt. Ich habe ihn dann vor Kurzem umgetopft und radikal gestutzt, um zu sehen, ob er sich nochmal erholt. Die Pfefferminze habe ich selbst ausgesät. Sie stand in einem sehr kleinen Topf und hat sich entsprechend überschaubar entwickelt. Mal sehen, was passiert, wenn sie nun mehr Platz hat…

Selbstaussaat_Erdbeerspinat

Mein Erdbeerspinat, den ich kürzlich entfernt habe, hat sich übrigens wie wild selbst ausgesät. In allen Töpfen rund um den Balkonkasten, in derm er stand, entdecke ich immer wieder Keimlinge. Leider kann ich sie aus Blatzgründen kaum stehen lassen. Aber mal sehen – vielleicht habe ich doch noch ein Herz mit dem ein oder anderen…

Chili_Spinnmilbenbefall[Chili – „Basket of Fire“]

Eine meiner Chilis habe ich aufgrund eines Spinnmilbenbefalls auf den Balkon verbannt. Sie hat zahlreiche Früchte angesetzt – das geschah aber schon in meinem Wohnzimmer. Seid sie auf dem Nord(west)balkon wohnt, bekommt sie natürlich nicht mehr soviel Sonne und das Fruchtwachstum/die Reife der Früchte lässt etwas zu wünschen übrig. Aber damit muss sie jetzt leben – das war mir dann doch zu Anstrengend im Wohnzimmer. Meiner anderen Chili scheint es besser zu gehen. Ich habe beide Pflanzen mit Rapsöl behandelt und versucht feuchter zu halten (d.h. mit Wasser besprüht, im Regen rausgestellt), da ich gelesen habe, dass Spinnmilben es trocken mögen. Aber nun zum weiteren „Gemüse“…

Gurke_mit Frucht

[Gurke „Miniature White“]

Meine Gurke hat nun eindeutig ihre erstes Früchtchen. Und eine zweite weibliche Blüte habe ich auch schon entdeckt – es wird also. Ich bin nun gespannt, ob die Gurke wächst und reift auf meinem Nordwestbalkon… – und zur guter Letzt einige Impressionen von meiner „Blütenpracht“:

Orangengewürztagetes_Zinnie

[Orangentagetes und Zinnie]

Ringelblume

[Ringelblume]

Kapuzinerkresse_klettert

[Kapuzinerkresse]

Meine Kapuzinerkresse erklettert das ganze Balkongeländer. Ich habe natürlich hier und da mal nachgeholfen und angebunden. Nun sehen meine Nachbarn von außerhalb des Balkons allerdings mehr Blüten, als ich. Schade, aber von außen sieht es bestimmt idyllisch aus! 😉

Liebe Grüße aus dem gerade verregneten Mannheim,

Staphylea

Nur Sorgen mit dem jungen Gemüse…

Heute von meinem – leider verregneten – Balkon ein Bericht über Mangold- und Gurkenjungpflanzen.

Meinen Mangold „Bright Lights“ (Stielmangold) hatte in den letzten Wochen kaum Chancen zu wachsen. Das lag nicht am miesen Wetter, sondern an gefräßigen Tieren, die stetig, bereits bevor die Blätter auch nur die Chance hatten zu voller Größer heanzuwachsen, diese genüsslich zerfraßen. Gleiches habe ich an meinem Erdbeespinat festgestellt – aber da dieser bereits größer war, haben die Tierchen hier nicht soviel Schaden angerichtet. Um was für Tiere es sich eigentlich handelte, konnte ich nicht so recht rausfinden. Das Schadbild war wie folgt: Es machte den Anschein, als wenn einzelne Schichten der Blätter weggefressen wurden und man konnte geradezu „Fraß-Straßen“ erkennen. Die Blätter waren schließlich so zerstört, dass sie eingingen. Manchmal sah es aus, als wenn einzelne schwarze Larven sich in den Blätter eingenistet hatten (dunkle, dicke Punkte im Blatt). Nunja, ich hatte meinen Mangold schon abgeschrieben und beschlossen, dass ich ihn den Tierchen überlasse – aber seit einiger Zeit ist es um die Pflänzchen wieder ruhiger geworden und es wachsen neue, unversehrte Blätter nach. Es sieht aus, als würde der Mangold gerade erste Blätter bekommen, da ich die zersörten nun fast allesamt entfernt habe. Vielleicht besteht ja noch Hoffnung und die Tiere sind Weitergezogen?! Ich gebe den zwei Mangoldpflanzen jetzt noch eine neue Chance zu wachsen:

Mangold

Ganz anders gelagert waren meine Probleme mit der Aussaat von Mini-Gurken („Miniature White“). Im März oder April habe ich mich an der Anzucht auf der Fensterbank in meiner Wohnung versucht. Die kleinen Pflänzchen sind kaum über das erste Blatt hinausgekommen, dann gelb geworden und eingegangen. Ich hatte die in meiner Wohnung eingezogenen Trauermücken im Verdacht – war mir aber nicht sicher. Nachdem ich diesem Vorgang wiederholt zusehen durfte, verwarf ich das Projekt „Balkongurken“ vorerst und redete mir ein, dass mein Nord(west)balkon wahrscheinlich eh nicht genug Sonne für diese wärmeliebenden Pflanzen abbekommen würde. Vor ca. 3 Wochen überkam es mich aber dann doch nochmal und ich habe geschwind – ein letzter Versucht – nochmal einen Gurkensamen in Erde geschoben. Diesmal steht der Topf auf dem Balkon. Und siehe da, immerhin ist das Pflänzchen nun schon doppelt so groß wie alles, was ich zuvor zu Stande gebracht habe. Vielleicht reicht der Sommer und die paar Stunden Sonne auf meinem Balkon noch, zur Produktion einiger Gurken? – Ich würde mich sehr freuen.

Gurke