Lesestoff für Gärtner, Vol.I : Wissen zum Nachschlagen.

Im letzten Winter habe ich mich auf die Suche nach Literatur zum Schmöckern und Lernen begeben. Als urban lebende Akademikerin, die sich nur wage ans Gärtnern auf dem Lande in ihrer Kindheit erinnert, habe ich beschlossen, mir zunächst die wichtigsten Kenntnisse und Ideen anzulesen, damit die erste Gartensaison nicht allzu ernüchternd wird. Gesagt, getan – ich hatte diverse aktuelle Bücher zur Pflanzenkunde, zum (Balkon-)Gärtnern oder zur biologischen Pflanzenzucht in der Hand. Rückblickend muss ich jedoch sagen, dass viele neueren Bücher mich vom Preis-Leistungs-Verhältnis nicht so richtig überzeugen konnten. An die teurere Literatur, jenseits der 20 Euro – muss ich gestehen – habe ich mich aus pragmatischen Gründen aber bisher noch nicht so richtig rangetraut. Vielleicht später mal – ich wollte erstmal sehen, wie lange die fixe Idee des „Balkongärtnerns“ bei mir aktuell ist.

Mein (sehnlichster) Wunsch waren schließlich nur ein bis zwei Nachschlagewerke, vorrangig zu Nutzpflanzen und ihren Anbaumöglichkeiten, die – einfach gehalten – das Wichtigste beinhalten und mir Anregungen geben könnten, was ich wo in welchen Kübel pflanzen könnte. Da ich aus Berufsgründen eine Vorliebe für alte Bücher habe, habe ich beschlossen, es im Bereich „Gärtnern“ auch mal  mit antiquarischer Literatur zu versuchen. Und so bin ich zu zwei Werken gelangt, die ich in meiner kleinen, im Aufbau befindlichen Küchenbibliothek nicht mehr missen möchte:

Als erstes habe ich „Das Mosaik-Lexikon der Nutzpflanzen“ (von 1986) erstanden – für nicht mal 1 Euro plus Porto. Sehr zu empfehlen. In diesem Buch werden auf knapp 160 großformatigen Seiten weit über 250 Pflanzen aufgeführt. Zu jeder Pflanze gibt es mindestens ein Bild – und detaillierte Angaben zur Ausaat- bzw. Pflanzzeit, ihren Standortansprüchen und ihrer Nutzung. Neben den gängigen Kulturpflanzen, die überall thematisiert werden (Tomate, Paprika, Salat o.ä.) findet man hier eine große Auswahl von (Blatt-, Zwiebel-, Wurzel-, Furcht-)Gemüse, Küchenkräutern, (Beeren-, Stein-, Kern-)Obst und Pilzen. Am Ende des Buches findet man zudem noch eine Liste gartenbaulicher Begriffe, die jeweils erklärt werden. Mir ging es aber vorrangig um die Pflanzenportraits, um Anregungen für meine eigenen gärtnerischen Experimente zu finden – und hierfür ist das Buch als Einstieg einfach ideal. Ich blätter immer mal wieder gerne durch, wenn ich neue Pläne schmiede.

Darüber hinaus habe ich mir noch „Elly Peters praktisches Gartenlexikon“ (von 1982) antiquarisch erstanden. Das Buch hat mehr den Charakter eines klassichen Lexikons – aber wenn Frau mal Hinweise zu Pflanzen, Krankheiten o.ä. sucht, dann ist es ein ganz nettes Werk, um gezielt erste Informationen zu bekommen. Das Buch gibt es in unglaublich vielen Auflagen und scheint mal über Jahrzehnte hinweg ein Standartwerk für Gärtner gewesen zu sein. Natürlich mag es hier und da nicht mehr auf dem aktuellsten Stand des „Gartenwissens“ sein – aber um dann detailliertere Informationen zu erhalten, kann ich ja immernoch ins Netz schauen. Lexika sind heutzutage ja eh schwer aus der Mode gekommen – aber ich selbst nehme sie doch gerne zur Hand.

Liebe Grüße,

Staphylea

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