Kaktusfeige im Wachstumsrausch.

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Kaktusfeige im zweiten Frühjahr.

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Kaktusfeige im dritten Frühjahr.

Schön, wenn die selbstgesäten Pflanzen so wuchern. Ich bin sehr gespannt, wie viele Sommer noch vergehen, bis der Feigenkaktus das erstemal blüht. In diesem Jahr hat mein ‚großer‘ mich schonmal mit einem neuen Blatt in Euphorie versetzt.  Mitlerweile ist er zwei Jahre alt und rund 40 Zentimerter groß. Wirklich eine sehr unkomplizierte Zimmerpflanze!

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Frühlingsgefühle.

Die hat auch mein Feigenkaktus, den ich 2013 selbst ausgesät habe. Er bekommt ein neues Blatt und hat nun schon eine ganz ansehnliche Größe. Bis zur ersten Blüte und Frucht sind es aber wohl noch einige Jahre?!

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Rechts neben dem Kaktus aus dem Jahr 2013 steht übrigens ein noch gar winziger Keimling aus dem Jahr 2014. Vielleicht sollte ich dem großen dieses Jahr mal wieder einen größeren Topf gönnen…

Wohnungsimpressionen aus dem gärtnerischen Leerlauf.

Auch wenn ich mir bisher alle Weihnachts- und Neujahrsgrüße über diesen Kanal gespart habe, da ich lieber inhaltliche Beiträge liefern wollte und das Jahresende immer wieder turbulent ist, möchte ich diesen Ort nun doch nutzen, Euch allen ein ‚Fohes Neues‘ zu wünschen. Ich hoffe ihr seid gut ‚rüber gekommen‘ und habt ein produktives und schönes 2015!

Momentan befinde ich mich, wie so viele, im gärtnerischen Leerlauf. Es dauert schließlich noch ein paar Wochen, bis man konkret auf die neue Saison hinarbeiten kann – durch Anzuchten auf der Fensterbank & Co. Momentan schaue ich maximal bei einem sonntäglichen Frühjahrsputz,meinen Zimmerpflanzen beim Wachsen zu.

Seit letztem Jahr habe ich so nebenbei angefangen, eigene Zimmerpflanzen anzuziehen. Hier eine kleine Dokumentation meiner ersten Erfolge. Ansich sind die Pflanzen nichts besonderes, aber mich erfreuen eine Experimente trotzdem  – und ich habe es ein bisschen grüner in meinem Zuhause, ohne viel Geld ausgegeben zu haben.

Die erste Pflanze habe ich aus einem Ableger gezogen. Ich habe mal kurz im Internet recherchiert und meiner Meinung nach müsste es sich dabei um eine Art Grünlilie handeln, wie man sie in vielen Haushalten findet. Eine unkomplizierte Pflanze – sie mag es nicht zu hell, sonst ist sie aber genügsam. In meiner in Richtung Norden ausgerichteten Küche gefällt es ihr bestens.

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Mitbewohner seit rund einem Jahr – gezogen aus einem Ableger aus der Wohnung meines Freundes.

Die Anzucht ist denkbar einfach: Sie streckt regelmäßig ihre Ableger von sich, die nach einer Weile anfangen zu blühen. Ich habe einfach den Ableger abgeschnitten und in Wasser gestellt. Es entwickeln sich dann relativ schnell Wurzeln und man kann den Ableger dann eintopfen. Mit ein bisschen Wasser und Dünger begrünte sie dann schon bald mein Küchenregal.

Die folgende Rankepflanze, die mitlerweile eine recht ansehnliche Größe erreicht hat, habe ich vor rund einem oder anderthalb Jahren bei einer Gärtnerin erstanden. Sie wächst seitdem in meinem Wohnzimmer an einem meiner Bücherregale herunter.

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Eine Efeutute begrünt mein Buchregal.

Die Gärtnerin sagt mir, es sei ein „Herzblatt“. Vielleicht handelt es sich um eine „gefleckte Efeutute“? Das war zumindest das Ergebnis meiner Internetrecherche. In meinem Wohnzimmer steht die Pflanze nahe des Südfensters, aber das ist ihr scheinbar etwas zu hell. Sie hat daher den Sommer über nur lange Ranken zum Boden ausgestreckt, die aber kaum Blätter entwickelten. Erst jetzt, im Winter, scheinen die Lichtverhältnisse vorteilhaft zu sein und sie entwickelt munter viele neue, große Blätter. Vielleicht sollte ich ihr vor dem Sommer einen anderen Standort suchen. Von den langen Ranken, die mitlerweile schon am Boden angelangt waren, habe ich Stecklinge geschnitten und einfach mal in die Erde gesteckt. Ich war neugierig, ob das funktioniert, und siehe da, so allmählich entwickelt sich etwas…

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Steckling der Efeutute auf einem Küchenschrank – endlich: das erste Blatt entwickelt sich!

Schließlich noch ein Blick auf meine Kaktusfeigenzucht. Diese habe ich im Frühjahr 2013 begonnen, nachdem ich in einem Onlineshop gelesen habe, wie dankbare Zimmerpflanzen Kaktusfeigen sind. Dabei hat mich natürlich vor allem die Aussicht auf Früchte gelockt – aber bis zur Blüte und Frucht können locker noch ein paar Jahre vergehen, daher übe ich mich vorerst in Geduld und versuche erstmal, aus ihnen anständige Kakteen zu ziehen.

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Zwei Generationen Feigenkakteen aus eigener Anzucht – aus dem Frühjahr 2013 und dem Frühjahr 2014.

Was übrigens die verräterischen Gelbtafeln an allen Orten angeht: Ich habe mal wieder einen Trauermückenbefall, der einfach nicht weggehen will. Da helfen auch stetig neue Gelbtafeln scheinbar nicht. Ich hoffe, diese kleinen Fliegen werden meinen Anzuchten in diesem Frühjahr nicht zum Verhängnis! – Allgemein würde ich meine Wohnung ungerne weiterhin mit ihnen teilen, aber für Nematoden war ich noch zu geizig und sonst gibt es scheinbar wenig, was wirklich hilft. Oder kennt ihr da was?

Mit diesem kleinen Rundgang durch meine eigene Zimmerpflanzenzucht verbleibe ich für heute. Ich denke in den kommenden Wochen werde ich mal einen Rückblick auf meine bisherigen zwei Gartenjahre auf meinem Nord(west)balkon verfassen und meinen Balkon aufräumen. In rund 4 Wochen kann dann die Kinderstube auf der Wohnzimmerfensterbank auch schon wieder aufgebaut werden. Ich freu mich schon!

Liebe Grüße – aus dem schon wieder sehr abendlichen Mannheim.

Nach langer Abstinenz…

Nach langer Abwesenheit (drei Wochen Sonne, Strand und Wassersport) und einer Betreuung meines Balkon- und Fensterbankgartens durch meine liebe Nachbarin, habe ich gestern voller Spannung meine Wohnung betreten. Wenn man selber der Pflanzenzucht verfallen ist, lässt man sie ja doch ungern so lange allein – gerade in dieser Zeit, in der die Natur förmlich explodiert. Aber meine Nachbarin hat sich wacker geschlagen in den zurückliegenden Wochen, die – wie ich vom Hörensagen weiß – geradezu heiß waren für den Mai in Deutschland. Und so gab es nur sehr wenige Totalausfälle zu verzeichnen. Ich kann also munter wieder ans Werk gehen und schauen, was ich aus dieser (bisher sehr warmen) Gartensaison noch mache. Entsprechend bestand der heutige Gartentag aus einer „Bestandsaufnahme“ und Pflege der Pflanzen – sowie einem munteren Neuaussäen, um allmählich die noch recht beachtlichen Lücken in Töpfen und Kästen zu füllen.

Wachstumsschub im Mai

Zunächst war ich erstaunt, wie alles gewachsen ist. Nagut, nicht alles – aber vieles! Der Blutampfer hat seine Größe locker verdreifacht, da er seine Blütenrispen ausgestreckt hat. Die Schwarzäugigen Susannen wissen garnicht mehr wohin mit ihren „Tentakeln“. Die Tomaten haben auch allmählich eine ansehnliche Größe und die Radieschen waren bereits jenseits von Gut und Böse angelangt. Habe ich mich zuerst verwundert gefragt, was ich da ausgesät hatte (große Gemüsepflanzen?), musste ich feststellen, dass der Erntezeitpunkt für die scharfen Knollen bereits weit überschritten ist. Schade – wollten sie in meiner Anwesenheit doch nicht so recht wachsen.

Kaktusfeigen

Selbst die Kaktusfeigen am Südfenster haben in diesem Frühjahr ihre Größe schon verdoppelt.

Blütenpracht und erste Aussichten auf Ernte

In meinem Wohnzimmer, in dem zwei Schwarzäugige Susannen aus Frostschutzgründen einen Flechtkorb mit Rankgerüst emporkletterten, sah ich gleich von Weitem ihren farbenprägtichen Willkommensgruß. Welch eine Euphorie: mein erstes Aussaatexperiment mit dieser Pflanzenart und gleich so ein tolles Ergebnis! Heute durften die Susannen dann auf den Balkon umziehen, wo sie mich mit ihrer Blütenpracht in den kommenden Wochen weiter erfreuen werden.

Schwarzäugige Susanne

Die Schwarzäugige Susanne blüht.

Meine Chilis sehen zwar nach meine Abwesenheit etwas zerrupft aus – meine Nachbarin ist wohl mit Gießen an heißen Tagen nicht schnell genug nachgekommen. Aber ich denke von fünf Pflanzen haben drei sehr gut überlebt, eine weitere werde ich auch noch durchbringen, nur die fünfte schafft es wahrscheinlich nicht, da kaum mehr brauchbare Blätter vorhanden sind.

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Drei von fünf Chilipflanzen – hier: weiße und rote Habanero sowie Gewürzpaprika „Cayenna“.

Aber damit kann ich gut leben – in Anbetracht der Früchte, die manch eine der Pflanzen mir bereits präsentiert:

Chilis

links & rechts unten: zwei von drei Früchten der Gewürzpaprika „Cayenna“ – rechts oben: die erste Habanero

In den kommenden drei Wochen werde ich die Pflanzen mit Dünger, regelmäßigen Wassergaben und Bestäubungsversuchen wieder nach vorne bringen. Davon bin ich überzeugt. Seit meinem im letzten Jahr begonnenen Anzuchtversuchen haben sich meine Chilipflanzen, von einem lästigen Spinnmilbenbefall mal abgesehen, als recht robust entpuppt. Sie verzeihen Zeiten der Vernachlässigung, wenn man sie danach wieder gut pflegt. Sicherlich treiben sie bald wieder aus, blühen wieder neu und setzen Früchte an.

Balkonbevölkerung und neue Mitbewohner

Zu meinem Erschrecken musste ich gestern bereits – und heute bei näherem Hinsehen noch mehr – feststellen, dass sich auf meinem Balkon die Schädlinge breit gemacht haben. Kein Wunder, es war ja niemand da, der es mit ihnen aufgenommen hätte. Gesichtet habe ich jede Menge Blattläuse, Frasspuren an Keimlingen (Minierfliege?) und diverse andere Tierchen auf den Blättern (Spinnmilbe? Weiße Fliege?). Einige Pflanzen hatten diversen Staub und Webfäden auf ihren Blättern, allerding schmeißen die Bäume um uns herum auch tonnenweise „flauschige“ Samen ab, so dass es mir schwer fiel, den Befall immer konkret zu lokalisieren.

Somit war erstmal Aufräumtag. Einige Pflanzen mussten sich leider komplett verabschieden, da ich ihnen absolut nicht mehr über den Weg getraut habe. Hierunter waren vorrangig Kräuter. Manch ein Kraut musste aber nicht (nur) wegen seines Befalls, sondern auch wegen seines Wachstumsschubes gehen – Pimpinelle und Salbei haben zwar reich geblüht in meiner Abwesenheit (gut für Biene & Co.), sich gleichzeitig aber in Höhe uns Breite gestreckt, so dass ich sie zurück in ihre Schranken weisen musste.

Die Lücken in meinen Kästen und Kübeln sind also wieder größer geworden und ich habe Platz für Neues geschaffen (immer das Positive sehen!). Einiges was ich hab lebenlassen, muss ich zudem streng im Auge behalten. Auf Blutampfer, Tomate & Co. tummeln sich immernoch einige Schädlinge – und ich habe gestern und heute großzügig zur Neemölflasche gegriffen und meinen Balkonbewohnern einen Brennesseltee gekocht. Außerdem habe ich hier und da Blattläuse abgesammelt bzw. die Pflanzen mit Wasser abgespritzt, um sie von allen Gespinnsten und herumlungernden Läusen zu befreien. Als ich schließlich mit einem Kaffee auf meinem Liegestuhl saß und mich bemühte, Löcher in die Wolken zu schauen, fielen meine Blicke auf den hochgeschossenen Blutampfer, der gerade zur Blüte ansetzt. Und mir wurde schlagartig klar: Ich, als angehende „biologische Balkongärtnerin“, bin nicht allein im Kampf gegen die Läuse…

Marienkäferlarve

Marienkäferlarve auf dem Blutampfer.

Bei meinem ersten Einkauf gestern habe ich übrigens noch einen Abstecher gemacht, um ein Dankesblümchen für meine Nachbarin zu erstehen – und dabei ist in aller Euphorie noch eine kleine Balkontomate in meinen Einkaufswagen gehüpft. Tomaten sind auf meinem Blakon in Norst(west)lage ja in diesem Jahr ein großes Experiment und die selbst angezogenen machen nicht den besten Eindruck – doch ich konnte trotzdem die Finger nicht davon lasssen…

Balkontomate

Kleine, neue Balkontomate.

Die Sorte kann ich leider nicht bennenen – es stand nur „Balkontomate“ drauf (sehr aussagekräftig!). Aber sie ist klein, kompakt und hat bereits erste Früchte angesetzt. Ich bin also gespannt, ob sie erröten und es zu weiteren Fruchtansätzen kommt.

Neuaussaaten

Heute habe ich dann noch diverse Pflanzen ausgesät, da ja auch der Mai noch ein prima Aussaatmonat ist. Zwar nicht mehr für alles – für Radieschen & Co. ist es wohl zu spät, da sie bei Hitze schnell schossen. Bei mir haben noch Pflücksalat, Ananaskirsche, Dill, Portulak, Schnittknoblauch und Schnittlauch, Orangentagetes und Mangold ihren Weg in die Erde gefunden. Sobald ich mir noch weitere Blumenerde zugelegt habe, werde ich auch in der kommenden Woche eine neue „Kinderstube“ errichten. Ich bin gespannt, wie sich eine Ausaat im Mai unter den gegebenen Umständen entwickelt…

Ananaskirsche_Aussaat

„Gewächshaus“ für die Ananaskirschenaussaat – mit einer Klarsichthülle und Schaschlikspießen improvisiert.

Neue Bewässerungssysteme

Eigentlich hatte ich schon vor dem Urlaub geplant, neue Bewässerungssysteme zu installieren, um der Pflanzenbabysitterin ihren Job noch zu vereinfachen. Da das Päckchen sich aber leider Zeit ließ und erst nach meinem Verschwinden eintraf, habe ich mich damit begnügt, die Chilis am Südfenster und diverse Topfpflanzen in meiner Wohnung mit den vom letzten Jahr vorhandenen Blumatkegeln auszustatten.

Da mein neues Bewässerungsequipment nun da ist, werde ich es in der Folge austesten und – falls es funktioniert – für heiße Sommertage nutzen, in denen ich  abwesend bin. Ich habe mich erneut für sehr günstige Varianten entschieden, da ich nicht viel Geld in die Sache stecken wollte und mir für eine „richtige“, aber auch kostspielige, automatische Bewässerung per Tropfschlauch o.ä. auch ein Wasseranschluss aus dem Balkon fehlt. Aber ich denke, die Nachbarn fragen ist auch einfach die kostengünstigere und sozialere Variante – und sofern man einen netten Menschen neben sich wohnen hat, so kommt er dieser Aufgabe auch gerne nach.

Das neue Bewässerungsequiment besteht aus zwei Bewässerungstanks, die man an Blumentöpfe hängen kann und aus denen ein Docht in die Erde führt, der nach Bedarf Wasser aus dem Tank zieht. Außerdem habe ich mir Kunststoffspitzen zum Aufschrauben auf Plastikfalschen gekauft. Sie sind günstiger als die Blumatspitzen – mit denen ich allerdings sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Kunststoffspitzen sind im Allgemeinen zwar recht umstritten und es gibt sie in diversen Varianten. Nachdem ich im letzten Jahr einfach auf eine Anleitung im Netz hin Kunststoffflaschen mit Löchern im Deckel in die Erde gesteckt hatte und das nur ziemlich unzuverlässig bewässert hat (zwischen „schnellem Auslaufen“ und „es kommt kein Wasser raus“ war alles dabei), möchte ich aber nun diese Version mal austesten. -Testberichte folgen dann in Kürze, sobald ich erste Erfahrungen gemacht habe.

Und abschließend ein Appell zu diesem Sonntag: Ich hoffe ihr ward heute auch alle brav wählen?! – Alle Pflanzen- und Tierfreunde sollten wirklich hingehen und ihre Stimme gegen das TTIP bzw. für sozialverträgliche und umweltfreundliche Parteien in die Wagschale werfen.

 

Kaktusfeige nach 9 Monaten.

Neben der Anzucht von Kräutern, Obst und Gemüse haben im letzten Jahr – meinem ersten Jahr als Balkongärtnerin – auch ein paar Feigenkaktussamen ihren Weg in meine Anzuchterde geschafft. Der Plan: eine anspruchslose Indoorplanze, die mir auch noch exotische Früchte schenkt. So bewarb Deaflora das Saatgut – und ich fand diesen Gedanken einfach wunderbar.

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Gesät habe ich Anfang April 2013. Wie ich mich erinnere, bedurfte es eine ganze Menge Geduld, bis sich die ersten Keimblätter zeigten. Der kleine Anzuchttopf stand lange Wochen mit einer Plastiktütenhaube als Minigewächshaus auf meiner Südfensterbank und fiel fast dem Vergessen anheim, bis ich eines Tages doch ein paar speckige Keimlinge beim Anheben der Tüte entdecken konnte. Und seitdem wachsen sie, die stachligen, grünen Zwerge. Nach ein paar Monaten haben sie von mir ein bisschen mehr Platz in einem kleinen Tontopf erhalten. Als Substrat habe ich – in absoluter Unwissenheit, wie man Kakteen pflegt – einfach Anzuchterde mit feinem Sand, den ich noch zu Hause hatte, gemischt. Ob das so optimal ist, weiß ich nicht, aber bisher funktioniert es.

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Mitlerweile haben die Minikakteen die Keimblätter abgeworfen – ich hoffe das geht mit rechten Dingen zu, da der eine Kaktus ja doch noch sehr klein ist (2 cm). Aber für meinen ersten Versuch finde ich sie jetzt, nach 9 Monaten, schon ganz ansehnlich. Bei einem Blick auf die Fensterbank wird mir nur immer wieder klar, wieviel Geduld ich haben muss, bis sich Blüten und Früchte zeigen werden. Den größeren Kaktus (4 cm) von beiden muss ich zudem wohl mal tiefer einpflanzen, er war zu Beginn etwas vergeilt und steht etwas wackelig.

Zur Sicherheit werde ich dieses Jahr nochmal neu aussäen, damit aus meiner Zucht auch ein paar ansehnliche Exemplare hervorgehen und ich nicht zu frustriert bin, falls diese zwei die kommenden Jahre nicht überleben sollten. Ich bin aber vorerst sehr gespannt, ob ich eines Tages Kaktusfeigen von meinen selbstgezüchteten Pflanzen ernten darf. Schauen wir mal, wie diese beiden nach dem kommenden Sommer aussehen – vielleicht bekommen sie dann ja einen Wachstumsschub?!

Vielleicht hat jemand von Euch schonmal (Feigen)Kakteen angezüchtet und kann mir ein paar Tips geben – freuen würde es mich auf jeden Fall.

Liebe Grüße in diesen allmählich frostigeren Tagen,

Staphylea

Gartenjahr No. 1: Obst und Gemüse auf dem Nord(west)balkon.

In Teil 2 meiner Reihe, in der ich zurückblicken möchte auf meine ersten Anzucht- und Kultivierungserfahrungen in meinem ersten Jahr als Balongärtnerin, geht es heute um Obst, Salat und Gemüse im weitesten Sinne auf meinem nur sehr begrenzt sonnigen Nordwestbalkon.

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[Ernte – Chili, Gurke und Ananaskirsche]

Im Frühjahr fanden zunächst Salat und Radieschen ihren Weg in meine Balkontöpfe. Als Samen habe ich Radieschen „Helios“ (gelbe Sorte) und Radies „Flamboyant 3“ erstanden. Die Ergebnisse waren noch relativ übersichtlich. Zwar sind alle Aussaaten gut gekeimt, aber von den „Helios“ konnte ich nur einen Teil ernten, der Rest ist geschossen, ohne ansehnliche Knollen wachsen zu lassen. Sie haben dann aber ganz nett geblüht und Samen angesetzt, die ich sammeln konnte, da die „Helios“ sortenfest sind. Die Radies sind hingegen etwas besser gewachsen, haben aber relativ lange gebraucht, um groß zu werden. Ob es an meiner Ungeduld oder ab Schatten lag? – Ich versuche es im nächsten Jahr bestimmt nochmal.

Radies[Radies aus dem Balkonkasten]

Sehr gut gewachsen ist im Frühjahr und jetzt im Herbst durch Selbstaussat der Kubaspinat. Er ist sehr unkompliziert und man kann ihn Salaten beimischen. Leider ist er relativ geschmacksneutral, wie ich finde. Auch meine regelmäßigen Salataussaaten („Australische Gele“, „Eichblattsalat“, „Amerikanischer Brauner“ und ein bunt gemischtes Saatband mit Pflücksalaten) sind relativ langsam und überschaubar gewachsen. So einiges konnte ich dann aber doch ernten, so dass ich es nächstes Jahr wieder versuchen werde. Vor einigen Wochen habe ich schließlich Feldsalat einen Versuch mit Feldsalat gemacht. Er steht noch recht klein in zwei Töpfen – aber ich werde ihn weiter beobachten, vielleicht braucht er einfach noch ein bisschen. Allein an der Aussaat von Gutem Heinrich im Herbst bin ich bisher gescheitert  – er ist bisher garnicht gekeimt.

Pflücksalat

[Blattsalat im Blumentopf]

Kommen wir nun zum Gemüse. Dieses Jahr habe ich Tomate „Vilma“, Mangold „Bright Lights“, Gurke „Miniature White“, Chili „Basket of Fire“, Spargelerbse und Erdbeerspinat ausgesät. Meine ersten Anläufe in der Tomatenzucht waren ernüchternd. Die Pflänzchen sind zunächst ganz gut gewachsen, später aber alle wieder eingegangen. Ich hatte in jener Zeit einen heftigen Trauermückenbefall in meiner Wohnung, den ich mit Nematoden & co. versucht habe zu bekämpfen. Ich glaube die Tomaten sind diesen zum Opfer gefallen – eine andere Erklärung habe ich bisher nicht gefunden. Da ich  nun neue, robuste Tomatensorten aus der Samenrotation habe, versuche ich es in ein paar Monaten aber nochmal aufs Neue.

Die Spargelerbsen sind sehr gut gewachsen und durften auf meinem Balkon an einem Bambusrankgitter hochwachsen. Nach einer schönen Blüte haben sie auch nach und nach immer mehr Früchte angesetzt. Dann kamm jedoch der Rost und eine längere Abwesenheit meinerseits – das war leider ihr Todesurteil. Schade, aber auch hier werde ich es nochmal versuchen. Spargelerbsen sind zwar klein und man braucht schon ein paar, um damit etwas kochen zu können, aber ich fand sie angebraten sehr lecker.

Ernte_Spargelerbsen

[Spargelerbsenernte]

Der Erdbeerspinat ist gut gewachsen und hat viele Früchte angesetzt. Leider wurde er enorm von Minierfliegen zerfressen, so dass ich von dem Blattgemüse kaum etwas hatte. Die Früchte waren aber ziemlich dekorativ. Ob er nochmal in meinem Topf kommt, nachdem er mir soviel Kummer bereitet hat, bezweifel ich im Moment aber noch.

Erdbeerspinat[Erdbeerspinat im Balkonkasten]

Der Mangold „Bright Lights“ ist als kleine Pflänzchen nach der Direktaussaat auf meinem Balkon ebenfalls ständig von Minirfliegen zerfressen worden. Ich hatte ihn schon abgeschrieben, doch dann hat er es doch noch geschafft. Die Minierfliegen haben irgendwann aufgegeben und er konnte noch zu ansehnlicher Größe heranwachsen, so dass ich ihn auch in der Küche verarbeiten konnte. Erstaunlich ist nur, dass die ersten Blätter noch rote und gelbe Stängel hatten (wie die Pflanzen auf der Verpackung), während die Stengel, die es schließlich geschafft haben, nurnoch weiß waren. Also nichts mit „Bright lights“ und Farbe im Topf, aber ich habe ihn auch so gerne gegessen.

Mangold

[Mangold „Bright Lights“]

Die Gurke „Miniature White“ hat es bei mir auch erst bei einer Direktaussaat im Juni auf dem Balkon geschafft. Zuvor war sie mir zweimal als kleine Pflanzen in meinem Wohnzimmer eingegangen (vielleicht auch hier die Trauermücken?). Auf meinem Balkon hat sie mir dann aber noch große Freude gemacht und einiges an Früchten produziert. Im Herbst hat sie allerdings Mehltau angesetzt – aber da die Gartensaison gerade zu Ende ging, war das weniger schlimm.

Erste Gurkenernte

[Gurke „Miniature White“]

Und schließlich waren da noch die Chilipflanzen. Aus meiner Aussaat gingen zwei robuste Pflanzen hervor, die gut gediehen und jede Menge Früchte ansetzten. Sie haben eigentlich die ganze Saison an meinem Südfenster in meinem Wohnzimmer gestanden und sind dort gut gediehen. Schließlich haben sie aber Spinnmilben bekommen und ich habe sie öfter im Regenwetter rausgestellt und auch mit einem biologischen Bekämpfungsmittel dagegen behandelt. Die stärker befallene Pflanze hat dann auch lange Zeit draußen gewohnt. So richtig losgeworden bin ich den Befall aber nicht, so dass die Pflanzen zurzeit nach und nach eingehen. Da sie mir bis zum heutigen Tag aber viele Früchte und viel Freude bereitet haben, empfinde ich das nicht so schlimm – sie sind eh als „einjährig“ deklariert und ich versuche es mit der Chilizucht im nächsten Jahr einfach nochmal.

Errötende Chilis

[Die ersten, reifenden Chilis 2013]

Als Süßes zum Naschen habe im Frühjahr Saattütchen von Ananskirsche „Aunt Molly“, Chichiquelite, Kaktusfeige (Indoorpflanze) und Heidelbeere erstanden. Ich war mir unsicher, was auf meinem Balkon wachsen würde und habe versucht nicht zu große Pflanzen als Saatgut zu erstehen, die auch Schatten vertragen. Ein absoluter Erfolg war die Kultivierung der Ananaskirsche. Ich habe sie etwas spät auf den Balkon ausgepflanzt, weil ich Angst hatte, das es ihr dort zu schattig ist. Indoor haben die Pflanzen aber ebenfalls Spinnmilben bekommen, draußen waren sie hingegen absolut robust und schädlingsfrei. Dort sind die Pflanzen dann auch enorm gewachsen und haben viele Früchte angesetzt. Nach und nach sind sie abgereift, ein großteil der Früchte wurde aber vom Wintereinbruch überrascht. Ich denke ich muss sie nächstes Jahr früher auspflanzen, wenn es das Wetter zulässt.

AnanaskirschenII

[Eine Ananaskirsche …]

Die Kaktusfeige war in der Anzucht etwas träge und widerspenstig, aber mitlerweile stehen an meinem Südfenster zwei kleine Kakteen und ich bin gespannt, ob sie weiterhin gedeihen. Früchte wird es wohl erst auf lange Sicht geben, da die Pflänzchen noch viel zu winzig sind. An der Aussaat von Heidelbeere und Chichiquelite bin ich vorerst gescheitert – beide wollten einfach nicht keimen. Vielleicht muss ich mich da nochmal stärker einlesen und schauen, woran es hängt.

Kaktusfeigenkeimlinge

[Kaktusfeigenkeimlinge – einige Wochen nach der Aussaat]

Fazit: ich habe viel anzüchten und wachsen lassen – erstaunlich viel, wenn ich bedenke, dass ich vorher so garkeinen grünen Daumen hatte. Was Pflege und Wissen um die Pflanzen angeht, habe ich aber sicherlich noch „Luft nach oben“, so dass ich in den nächsten Jahren vielleicht noch erfolgreicher Gärtnern werde. Das Bild dieses Jahr war ziemlich durchmischt, aber im großen und ganzen hat es mir großen Spaß gemacht.

Kaktusfeige.

Vor einigen Wochen – es müsste Mai oder Juni gewesen sein – habe ich zum zweitenmal Kaktusfeigensamen ausgesät, nachdem ich im Frühjahr auf meiner Fensterbank garkeinen Erfolg damit hatte. Ich habe drei Samen in den Topf gesteckt, eine durchsichtige Tüte über die Erde gestülpt, damit sie nicht austrocknet und die Samen genug Wärme bekommen, und das Ganze ans Südfenster gestellt. Danach habe ich das Töpfchen fast vergessen – nur ab und zu bin ich beim Gießen meiner Pflanzen mal wieder darüber „gestolpert“ und hab die Erde auf ihre Feuchtigkeit kontrolliert. Nach einigen Wochen war ich schon wieder geneigt, es aufzugeben, ließ den Topf aber noch wo er war. Und als ich dann irgendwann nochmal die Tüte hob, da stand dort ein stolzer Keimling. Seitdem darf der Topf ohne Tüte am Südfenster stehen. Und heute habe ich in einem anderen Topf Erde mit Sand gemischt und die (mitlerweile zwei) Keimlinge dorthin umgetopft. Den ersten, wohl ertwas vergeilten Keimling habe ich tiefer in die Erde gesetzt, in der Hoffnung, dass er sich stabilisiert. Ich bin gespannt, ob meine Anzucht funktioniert – umfangreich informiert habe ich mich noch nicht, was diese Pflänzchen so brauchen.

Kaktusfeigenkeimlinge

Keimling_KaktusfeigeIch bin also gespannt.

Ich wünsche allen ein sonniges Wochenende.

Staphylea