Ungeduld.

Und nun braucht die Gärtnerin doch noch eine ganze Weile Geduld, bis alles wirklich wieder wächst.

28.02. ChilikeimlingII

Chilikeimling – mit erstem, winzigen Blatt.

28.02. Tomatensämling

Tomatenkeimlinge – einer sogar mit drei Keimblättern.

Advertisements

Neues aus der Kinderstube: Chili- und Tomatenanzucht.

Nun sind bereits 17 Tage seit meiner ersten Aussaat in diesem Jahr vergangen. Hier eine kurze Übersicht über den Stand meiner Pflanzenanzucht Ende Februar und den ausgesäten Sorten. Bisher habe ich mich vorrangig auf die Aussaat von Chilis und Tomaten konzentriert, nebenbei sind aber auch schon ein paar andere Saaten in die Erde gewandert – hier spielt wohl meine alljährliche Ungeduld  keine zu unterschätzende Rolle. Ich lasse mir aber mit vielen Pflanzen noch Zeit. Schließlich sind die Eisheiligen noch weit und der Platz in meinem Zimmer nur begrenzt – und auch nicht alle Pflanzen taugen für die Anzucht in der Wohnung. Mitlerweile wird es schon recht lebendig in meinem Wohnzimmer.

23.02._Chilikeimling

Meine bisherigen Aussaaten:

  • 06. Februar: Chilis – Sorten: Aji de Jardin; Aji Crérei; Aji Colorado und Anaheim Hot
  • 13. Februar: Monatserdbeeren; Attensaats kleine rote Chilis (aus der Samenrotation 2013); Salbei und blauen Ziersalbei (aus der Samenrotation 2014); Kaffee
  • 16. Februar: Ananaskirsche „Goldie“; Tomaten – „Manalucie“, „Zwergenwunder“ und eine Tomate von kessekresse (Samenrotation 2014); Fleißige Lieschen (Test, da das Saatgut schon älter war und mal aufgebraucht werden musste)

Bisher sind nahezu alle Chilisamen gekeimt, einige Monatserdbeeren und die Tomatensorten „Manalucie“ und „Zwergenwunder“. Eine Tomatensorte, der Salbei, die Fleißigen Lieschen und der Kaffee – dessen Keimzeit auch einfach sehr lange ist – stehen noch aus.

Sortenauswahl – Chilis und Tomaten 2015

Auf die Chili-Auswahl in diesem Jahr bin ich nun ja schon ausführlich eingegangen. Hinzufügen kann ich an dieser Stelle nur, dass ich mit dem Semilla-Saatgut sehr zufrieden bin: mein Bruder hat es 2013 erstanden, ich habe zehn Samen ausgesät und nun stehen bereits neun Keimlinge in meinem Zimmergewächshaus. Zu dem Saatgut hat sich nun noch ein Topf mit Attensaats kleinen roten Chilis gesellt – da sie mir im letzten Jahr auf der Fensterbank meines Freundes, auf die ich sie ausgelagert hatte, so gut gefallen haben. Eine wirklich ertragreiche Sorte mit kleinen, scharfen Schoten. Hier ein Bild von der letzten Ernte.

Mein Tomatensaatgut habe ich dieses Jahr verstärkt nach der Größe der Pflanzen ausgesucht, während ich letztes Jahr einfach auf die erhaltenen Sorten aus der Samenrotation zurückgegriffen habe. Platzsparende Sorten eignen sich einfach besser für meinen Balkon, auf dem ich im letzten Herbst gar nicht mehr wusste, woran ich die langen Tomatenäste noch anbinden sollte. Dieses Jahr sind es daher die Sorten „Manalucie“ und „Zwergenwunder“ geworden. Bei „Manalucie“ handelt es sich um eine kompakte Fleischtomatensorte. Sie soll nur 40 cm Wuchshöhe erreichen, blüht früh (schon Mitte Mai) und setzt entsprechend früh Früchte an. Alles Argumente, die für einen Versuch auf meinem schattigen Balkon sprechen. Die Sorte „Zwergenwunder“ ist hingegen einfach deshalb in meinen Warenkorb gewandert, da ich es einfach nicht glauben konnte, dass so kleine Tomatenpflanzen überhaupt Früchte tragen können. Ob das Wort „Wuchshöhe“ bei einer Pflanzengröße von maximal 10 cm überhaupt angebracht ist? Ich war fasziniert von den Bildern bei Deaflora und musste es einfach ausprobieren. Sicherlich auch ein lustiges Geschenk, so eine kleine Tomatenpflanze, für die wirklich jeder ein Plätzchen findet. Als drittes sind dann noch die Tomatensamen von Kessekresse in meine Töpfe gewandert. Den Sortennamen kenne ich nicht, aber die Tomaten haben mir auf ihren Fotos gut gefallen und eignen sich als Balkontomate, da sie nicht zu groß und ausladend werden. Ich bin gespannt, ob die drei Tomatensorten auch leckere Früchte hervorbringen und mir eine reiche Ernte bescheren!

Soviel von mir für heute – ich wünsche eine sonnige Woche.

Nachwuchs.

Nach guten 10 Tagen warten traut sich nun endlich der erste Chili-Keimling aus der Erde. Ich hatte schon Angst, dass es nichts wird, da ich zwei Nächte in Folge vergessen hatte, die Heizung am Gewächshaus anzulassen. Aber zumindest traut sich nun ein erster Chilikeimling aus der Erde…

16.02.Erster Chilikeimling

Ich habe mal in meinen alten Blogbeiträgen recherchiert und dort zeigt sich, dass ich bei meinen Chiliaussaaten in den letzten zwei Jahren mindestens eine bis zwei Wochen warten musste, bis die ersten Chilis ihre Keimblätter in die Sonne reckten. Meine diesjährigen Chilis sind also noch durchaus in der Norm – ich hoffe der Keimvorgang nimmt in den kommenden Tagen dann endlich Fahrt auf.

Am Freitag (13.02.) habe ich auch noch Salbei (blauen Ziersalbei und ’normalen‘ Salbei), Monatserdbeeren und Kaffee ausgesät. Aber dazu dann später mehr – vor allem über mein ‚exotisches Anzuchtsprojekt‘, den Versuch der eigenen Kaffeeaufzucht.

Frühjahrsputz vor dem Neustart.

Gestern Nachmittag war ich intensiv mit meinem Haushalt beschäftigt, da ich morgen Abend Freunde bekoche und es doch ein bisschen chaotisch bei mir aussah – vor lauter Arbeit kommt die Gärtnerin einfach zu nichts mehr. Als mich dabei die Sonne so durch die Fenster anlachte, beschloss ich kurzerhand auch noch den Balkon aufzuräumen und zu putzen, damit nicht immer soviel Dreck reingetragen wird und mein Balkon bereit ist für neues Grün. Dabei habe ich wieder ein paar erfreuliche und amüsante – und ein paar weniger erfreuliche Frühlingsbeobachtungen gemacht.

13.02.Bärlauch

Der Bärlauch traut sich aus der Erde.

Hier hätte ich auch einfach das Bild vom letzten Jahr nehmen können, schließlich sehen die grünen, frischen Spitzen immer gleich aus – aber ich freue mich trotzdem in jedem Jahr erneut darüber, dass sich hier das neue Gartenjahr ankündigt und muss es nochmal festhalten.

13.02.Waldmeistertreibtaus

Und auch der Waldmeister treibt aus.

Im benachbarten Topf habe ich dann mal das trockene Gestrüpp weggeschnitten, da es dem Waldmeister wirklich so garnicht gut zu gehen schien – ob das normal ist, im Winter? Ich habe schon überlegt, ob es mit ihm noch Sinn macht, dann aber die frischen Austriebe entdeckt. Da war klar: Der wird bestimmt wieder!

Als ich dann in den Blumenkästen nach dem Rechten sah, fiel mir etwas merkwürdiges in der Blumenerde auf…

13.12.Eichel

Gekeimte Eichel.

Ich muss wieder Eichhörnchenbesuch im letzten Winter gehabt haben – wie auch im Vorjahr vergraben die braunen Nager gerne Wintervorräte in meinen Balkonkübeln. Eine Eiche gibt es im Umfeld meines Balkons eigentlich garnicht – nur einen Walnussbaum und ein paar Ahorne.

Nicht so erfreulich ist der Zustand meiner Erdbeeren. Eigentlich machten sie keinen schlechten Eindruck in den letzten Wochen und ich war guter Dinge, dass sie bald wieder stärker austreiben würden. Die Blätter sind ab und an etwas vertrocknet oder bräunlich geworden und haben sich zusammengezogen, was ich auf den Winter geschoben habe. Als ich gestern dann aber mal genauer hinsah…

13.02.Blattläuse Erdbeere

Blattläuse auf der Unterseite eines Erdbeerblattes.

Unfassbar, die kräftig wirkenden, großen Blätter meiner größten Erdbeerpflanze waren am heftigsten Befallen. Dass mir das nicht früher aufgefallen ist! – Aufgrund des Winterwetters hatte ich einfach nicht mit so einer Masseninvasion gerechnet. Nun habe ich die Blattläuse mit einem Wassersprüher abgewaschen und die Pflanzen mit Neemöl behandelt. Hoffen wir, dass ich die Plagegeister in den Griff bekomme. Ich habe sie ungerne schon zum Start der Saison in solch großer Anzahl auf meinem Balkon. Und meine selbstgezogenen Erdbeeren sind nun wirklich zu schade, um sie diesen Biestern zum Fraß vorzuwerfen. Aber bisher ist mir noch keine Pflanze wirklich an Blattläusen eingegangen, da die Gärtnerin sich ja zu wehren weiß…

Die letzte Woche habe ich zudem dafür genutzt, mir ein neues Gartennotizbuch zuzulegen und zu gestalten. Nun kann es also weitergehen mit der Anzucht. Und wie mir eben mein Mailpostfach verraten hat, kommt heute auch das dazu notwendige Equipment endlich mit dem Postboten an meine Tür…

13.02.Gartenbuch

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

Was wächst auf dem Nordwestbalkon? – Teil IV: Kräuter.

Heute schließlich zum letzten – und für mich schwierigsten – Teil meiner Reihe, in der ich zurückblicke auf meine bisherigen Gartenerfolge auf meinem Nord(west)balkon. Nach meinen Resümees über Gemüse, Obst- und Beeren und Blühpflanzen folgt nun ein Artikel über meine Kräuterzuchtversuche. Warum dies der schwerste Teil für mich ist? Ich fürchte ich habe den Überblick verloren, welche Kräuter alle in Form von Samen und Pflanzen ihren Weg in meine Töpfe gefunden haben. Und entsprechend dunkel erinnere ich mich auch nur an das gute oder schlechte Gedeihen jedes einzelnen Krautes. Die Kräuter liefen bei mir eher nebenher, muss ich gestehen – eine richtige Kräuterfrau bin ich dabei wohl nicht geworden. Vielleicht müsste ich diesen leckeren Pflanzen in Zukunft mal mehr Aufmerksamkeit schenken, in Anbetracht der Vielzahl von Sorten, die ihren Weg in meine Blumenerde fanden. Daher hier ein Bericht in Form von Bildern mit kurzen Kommentaren in den Bildunterschriften…

Bärlauch

Bärlauch – ein super Bewohner für einen Schattenbalkon.

Liebstöckel

Liebstöckel – leider  nach einer Weile eingegangen.

IMG_6041

Thymian in Blüte. Die Pflanze hielt sich zunächst ganz gut. Hatte letztendlich aber eine Art Rostbefall oder ähnliches und wurde irgendwann entsorgt.

Ysop_Schnittknoblauch

Ysop und Schnittknoblauch. Ysop hat sich lange gehalten auf meinem Balkon – geblüht hat er aber nie. Der Schnittknoblauch wollte nicht gedeihen.

Pimpinellenblüte

Pimpinellenblüte. Die Pimpinelle wuchs ganz gut, nach dem letzten Winter habe ich sie allerings entsorgt, da sie etwas traurig aussah.

BalkonkastenI

Schnittsellerie – umgeben von Schnittsalat und Blutampfer. Schnittsellerie und Blutampfer sind sehr zu empfehlen. Ersterer verdrängt nur gerne alles andere aus einem Topf und sollte daher einzeln gesetzt werden.

BalkonkastenII

Salbei und Zitronenbasilikum neben einer Ananaskirsche. Salbei wuchs bei mir immer ganz friedlich vor sich hin – Basilikum ist jedoch weniger zu empfehlen, es mangelt doch zu sehr an Licht.

Ingwer

Ingwer – ein Experiment, das auch eine Weile ausgepflanzt war. Nachdem ich die Pflanze für den Winter wieder ins Wohnzimmer geholt hatte, ist die Pflanze leider eingegangen. Sie hatte Spinnmilben angesetzt.

Blick auf Balkon

Auf dem Boden: Feldsalat, Minze, nicht mehr so ansehnlicher Thymian und Currykraut. Das Currykraut hat sich auch ganz gut entwickelt und einige Monate auf meinem Balkon gelebt, irgendwann aber weiße Flecken auf den Blättern bekommen. Minze hingegen ist sehr zu empfehlen – sie kann gut mit etwas Schatten umgehen!

Bärlauch_und_Waldmeister

Waldmeister und Bärlauch. Der Waldmeister verträgt auch gut Schatten und hat mich im letzten Jahr lange erfreut. Jetzt, nach dem Winter, sieht er ein bisschen traurig aus – vielleicht zu wenig gegossen? Ich hoffe er treibt nochmal aus.

Knoblauch

Knoblauch – aus meiner Sicht nicht zu empfehlen. Das war schon der Wachstumshöhepunkt, danach sind die Pflanzen einfach wieder eingegangen.

Balkonkasten_II

Salbei und blühender Schnittlauch im Topf. Schnittlauch, den ich stets als Pflanzen erstanden habe, ist bei mir immer eingegangen. Ich habe also immer nur kurz etwas davon – muss ihn einfach schnell aufessen! Salbei hingegen schlägt sich immer tapfer, bleibt aber in seiner Größe überschaubar.

Melisse

Zitronenmelisse – zu empfehlen für einen schattigen Balkon!

Neue Mitbewohner I

Schnitt-Knobi. Hält sich ganz gut, leidet nur etwas in meiner Wohnzimmerüberwinterung. Und wächst nur langsam. Ich hoffe er übersteht den Winter.

Hier beende ich nun mein erstes Balkongartenfazit. Sicherlich habe ich einiges an Saatgut vergessen, mit dem ich experimentiert habe, aber meine Dokumentation lässt in den letzten zwei Jahren noch zu Wünschen übrig – ich habe immer mal wieder angefangen Dinge aufzuschreiben und dann in hektischeren Zeiten doch wieder aufgegeben. Ich gelobe Besserung! Gestern habe ich mir mal ein neues Gartennotizbuch gekauft, um motiviert in die neue Saison zu starten. Schließlich hilft eine Dokumentation, für die kommenden Jahre zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Aber diese Artikelreihe hat mir selbst noch einmal vor Augen geführt, was gut funktioniert hat, was ich wieder anbauen möchte und was ich in Zukunft verbessern kann. Das fand ich selbst auch nochmal interessant und begebe mich nun an die Planungen für die kommende Saison.

Nun warte ich erstmal auf ein Päckchen, das mich hoffentlich morgen mit der Post erreicht und dann kann ich durchstarten – denn dann bin ich wieder rundum mit Anzuchtequipment ausgestattet, um meinen Kindergarten auf der Fensterbank erneut mit Saatgut auszustatten.

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Restwoche.

 

Was wächst auf dem Nordwestbalkon? – Teil III: Blumen

Im dritten Teil meiner Artikelreihe über meine Gärtenerversuche auf meinem Nord(west)balkon der letzten zwei Jahre, in dem ich bereits ein Resümee zum Gemüseanbau und zum Obst- und Beerenanbau gezogen habe, folgt nun ein Artikel über meine bisherigen Blumenanzuchtversuche.

Als ich die Fotos gesichtet habe, wurde mir klar, dass doch eine ganze Menge geblüht hat auf meinem Balkon. Hier gehe ich allerdings nur auf jene Pflanzen ein, die ich vorrangig wegen ihrer Blüte gepflanze habe und die daher in den anderen Artikeln nicht vorkommen. Aber natürlich können Gemüse-, Kräuter- oder Obstblüten den Balkon auch ausgezeichnet schmücken!

Essbare Blüten.

Auf meinem Balkon habe ich bereits eine Reihe von Pflanzen mit essbaren Blüten gepflanzt, v.a. Orangentagetes, Kapuzinerkresse und Ringelblume. Alle drei Pflanzen wuchsen ganz gut – die Ringelblume allerdings am langsamsten und zurückhaltendsten. Tagetes und Kapuzinerkresse hingegen können auch auf dem Nord(west)balkon zu ansehnlichen Büschen heranwachsen.

Orangentagetes

Orangentagetes.

Die Orangentagetes soll übrigens auch eine wahre Wunterpflanze gegen Nematoden in der Erde sein. In Mischkultur können sie daher wirklich hilfreich gegen Wurzelfraß sein. Außerdem kann der Gärtner oder die Gärtnerin diese Pflanzen super vermehren, da die vielen kleinen Blüten natürlich im Herbst auch für reichlich Saatgutnachschub sorgen. Die Orangentagetes duftet zudem ausgezeichnet nach Orangen – und lässt sich z.B. zu Tee verarbeiten.

Kapuzinerkresse_Blüte

Kapuzinerkresse.

Von Kapuzinerkresseblüten im Essen bin ich leider garkein so großer Fan – ich habe sie mehr zur Zierde angebaut. Sie soll aber auch mit ihrem pfeffrigen Geschmack und Geruch Schädlinge vertreiben. Andererseits lese ich ab und an auch, dass man ein bisschen darauf achten muss, dass sie selber keine bekommt – so richtig bin ich mir also nicht im Klaren, was die Vor- und Nachteile sind. Meine Kapuzinerkresse wucherte ganz wunderbar am Balkongeländer vorletztes Jahr (mit ein bisschen Hilfe von mir)  – sie hatte zwischendurch mal Blattläuse, die ich aber durch das Entfernen der Blätter und das Absammeln der Läuse wieder schnell in den Griff bekommen habe.

Ringelblume

Ringelblume.

Mit der Ringelblume hatte ich es am schwersten – sie hat eine Ewigkeit gebraucht, um aus dem Samen heranzuwachsen. Vielleicht ist da der Kauf von Pflanzen besser geeignet, um sie auf einen nicht so sonnigen Balkon zu Pflanzen. Meine Pflanze hat es dann noch zur Blüte geschafft – die Blüten konnte ich aber an einer Hand abzählen. Vielleicht muss man sie auch nur früh genug auf der Fensterbank vorziehen, um ein üppigeres Ergebnis Resultat zu erzielen. Das müsste dann noch ausprobiert werden…

Blütenpracht auf dem Balkon.

Balkonrose_Ende Oktober 2014

Topfrose.

Im Februar 2014 habe ich mir rund um meinen Geburtstag eine kleine Topfrose für meinen Küchentisch als Dekoration gekauft – für 3 Euro im Supermarkt. Ich habe sie dann kurzerhand noch auf meinen Balkon ‚verpflanzt‘ und dort hat sie sich ganz gut gehalten. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass sie Rost ansätzen wollte – und sie hatte mal ein paar Blattläuse (wie fast jede Pflanze im letzten Jahr), aber ansich hat sie alles gut überlebt und treibt in diesem Frühjahr auch wieder neu aus. Ich lasse sie also weiter im Blumenkasten stehen und erfreue mich an jeder Blüte, zu der sie sich durchringen kann.

Zinnien

Zinie.

2013 habe ich es außerdem mit Zinien versucht, um ein bisschen Farbe auf menem Balkon zu bringen. Das hat auch ganz gut funktioniert. Es war einer meiner ersten Versuche bei der Blühpflanzenanzucht und daher habe ich mich sehr an ihnen erfreut – heute nutze ich den Platz auf meinem Balkon aber lieber für andere Pflanzen, die sich im Idealfall auch essen lassen.

Gänseblümchen

Gänseblümchen.

 Und zu guter letzte habe ich 2013 auch ein kleines Blümchen aus der Gärtnerei bei mir eingepflanzt – auch dieses ‚Gänseblümchen‘ (ich glaube diese Form heißt eigentlich irgendwie anders – ist aber eine Zuchtform des Gänseblümchens) hat sich bei mir gut gehalten und immer wieder viele Blüten hervorgebracht. Vielleicht könnte man diese Blumen sogar essen? – Ich habe es nicht drauf angelegt, weiß aber, dass das bei normalen Gänseblümchen der Fall ist.

An dieser Stelle fällt mir auf, dass alle essbaren Blüten auf meinem Balkon gelb waren und alle, die ich nur zur Zierde gepflanzt habe, pink – das ist nun allerdings Zufall. Und ganz so zweifarbig war es bei mir auch nicht, dank der anderen Pflanzen und ihrer Blüten. Vielleicht sollte ich mein Augenmerk aber mal auf die Blütenfarben der Pflanzen lenken, um meinen Balkon in Zukunft noch bunter zu gestalten.

Liebe Grüße – und einen guten Start in die Woche.

Was wächst auf dem Nordwestbalkon? – Teil II: Obst und Beeren

Und nun die Fortsetzung meiner kurzen Beitragsserie, in der ich ein Fazit ziehe zu meinen bisherigen Abauerfolgen auf einem Nordbalkon mit leichter Westneigung – und nur wenigen Sonnenstunden am Nachmittag. Nach Teil I, in dem ich über meine Gemüseanbauversuche berichtete, folgt hier nun Teil II zum Thema ‚Obst und Beeren‘. Dieser Beitrag wird allerdings noch nicht so umfrangreich, denn mit Obst habe ich bisher noch wenig Erfahrungen gesammelt.

Obst auf dem Nord(west)balkon

Anbauversuche: Ananaskirsche; Erdbeeren; Chichiquelite (Erdbeerspinat – siehe im Artikel zum ‚Gemüse‚)

Im Prinzip habe ich mich erst an der Anzucht von drei Pflanzensorten gewagt, die etwas Süße auf meinem Balkon bringen sollten. 2013 begann ich mit Ananaskirsche und Chichiquelite. Um es gleich vorweg zu sagen: In zwei Jahren habe ich es nicht geschafft, die Chichiquelite-Samen zum Keimen zu bringen – ob es an mir lag, oder an dem Saatgut? Ich weiß es nicht und wäre für Hinweise dankbar. Die Ananskirsche hat mich dafür allerdings entschädigt: Sie war relativ unkompliziert und kommt scheinbar auch mit etwas schattigeren Standortern klar. Allerdings sollte man sie früh genug anziehen, damit die Früchte an einem schattigeren Ort auch genug Zeit haben, reif zu werden. Wenn die Ananaskirsche sich wohlfühlt, dann entpuppt sie sich als munterer Blüten- und Fruchtproduzent. Indoor hatten einige Pflanzen übrigens leichte Spinnmilben angesetzt – draußen hatte sich das Problem dann wieder erledigt und sie waren wenig anfällig. Ich finde die Ananaskirschen sind ein Hingucker und schmecken erfrischend. Allerdings könnten sie für meinen Geschmack etwas größer sein – vielleicht teste ich in Zukunft mal andere Physalisarten. Für den Topf dürfen sie nur keinen zu hohen Wuchs haben.

Ananaskirsche

Heranreifende Früchte an der Ananaskirsche.

Im letzten Jahr habe ich dann im Frühjahr mit der Anzucht von Erdbeeren begonnen. Ich habe mich für Sperli’s Bowlenzauber, eine Sorte Monatserdbeeren, entschieden. Monatserdbeeren haben den Vorteil, dass sie den ganzen Sommer durch immer neue Früchte ansetzen. Ich habe außerdem gelesen, dass Monatserdbeeren den Walderdbeeren näher stehen, als die gewöhnlichen Felderdbeeren – ich hatte daher die Hoffnung, dass sie besser mit Schatten umgehen können. Für die Erdbeeranzucht  braucht die Gärtnerin oder der Gärtner allerdings etwas Geduld: Bei der Anzucht aus Samen ist es relativ normal, dass man es erst im zweiten Jahr zu Früchten bringt. Und auch was die Anzucht anbetraf haben sich meine Erdbeeren als nicht ganz so Pflegeleicht entpuppt: Erst waren sie etwas zurückhaltend im Keimen, dann ging mir die erste Charge Keimlinge wieder ein – vielleicht war einfach auch falsches, zu geringes Bewässern o.ä. schuld.. Also musste ein zweiter Versuch her. Und die Pflänzchen sind zunächst wirklich winzig klein und es kam mir vor, wie eine Ewigkeit, bis sie größer wurden. Aber gegen Ende des Jahres gaben die Pflanzen dann ein ganz passables Bild ab. Sie haben in ihren Töpfen überwintert – ich habe lediglich ab und an Blätter entfernt, die nicht mehr so gut aussahen, damit die Pflanzen gesund bleiben. Bei dem milden Winterwetter treiben die Pflanzen auch weiterhin regelmäßig das ein oder andere Blatt aus. Ich bin gespannt, wie sie sich im Frühling entwickeln und ob ich dann wirklich in diesem Jahr Erdbeeren vom Balkon naschen kann. Das wäre ja wirklich ein Traum!

dreiErdbeeren_November

Meine Erdbeerpflanzen vor der Überwinterung.

Für Vorschläge, welches süße Naschwerk sich noch an schattigeren Orten anbauen lässt, bin ich gerne offen. Bisher beschränke ich mich auf selbstgezogene Topfpflanzen und Beerensträuche oder Obstbäumchen hebe ich mir für einen besseren Standort auf – wenn ich in Zukunft mal eine Wohnung mit sonnigerem Balkon oder gar einem Garten bewohnen sollte. Bis dahin mag ich es platzsparender, da ich mich auf meinem Balkon auch noch aufhalten möchte.