Pimpinellenblüte.

So blüht also eine Pimpinelle. Ich finde es beeindruckend, was die Natur auf meinem Balkon alles für Blütenformen kreiert. Auch, wenn viele Kräuter relativ kleine Blüten haben, so muss man nur genau hinschauen, um zu sehen, wie kreativ sie gestaltet sind…

Pimpinellenblüte

Pimpinellenblüte2Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

Staphylea

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Gurkenblüte.

Meine Gurke hat ihre erste Blüte. Wundervoll. Und als ich heute nachmittag kurz auf dem Balkon saß, konnte ich sogar einer Hummel beim Bestäuben zuschauen. Das ist vielversprechend – vielleicht also doch noch kleine, weiße Gürkchen dieses Jahr.

Gurkenblüte

Gestern habe ich allerdings eine Raupe auf einem der Blätter erwischt. Sie hatte schon Löcher reingefressen. Ich habe sie gleich entsorgt. Frechheit, sowas!

Erdbeerspinat – Fazit.

Der Erdbeerspinat geht seinem Ende zu. Unfreiwillig – aufgrund von gefräßigen Minierern und schlußendlich wohl aufgrund von …mir. Ich werde ihn nicht mehr lange leben lassen, so gerupft, wie er mitlerweile aussieht. Doch werfen wir an dieser Stelle mal einen Blick zurück und ziehen eine Bilanz.

Ich habe im Frühjahr Erdbeerspinatsamen gekauft, da ich gelesen habe, dass diese Spinatsorte heute nicht mehr konventionell angebaut wird, aber diverse tolle Inhaltsstoffe hat (noch viel besser als der herkömmliche Spinat?!) und daher ganz zu unrecht vom Feld verschwunden ist. Außerdem schien mir diese Gemüsesorte besonders attraktiv, da sie auch noch rote Beeren entwickelt, die man essen kann. Also habe ich am 06.04. ausgesät und abgewartet. Die Aussaat geschah auf der Fensterbank im Warmen-  aufgrund des lange anhaltenden schlechten Wetters.  Die Keimung war vollkommen unproblematisch. Einige Wochen später habe ich die Pflänzchen dann nach draußen gebracht – erst standen sie in einem größeren Topf, dann in einem am Boden stehenden Balkonkasten. Ansich wuchs der Erdbeerspinat gut – mit ein bisschen Geduld entwickelte er allmählich größere Blätter…

ErdbeerspargelErdbeerspinat nach ein paar Wochen im Topf auf dem Balkon…

Kasten_boden…links heranwachsender Erdbeerspinat im Balkonkasten  – rechts Blutampfer

Erst als die Pflanzen bereits eine stattliche Größe erreicht hatten, entdeckte ich nach und nach Fraßspuren an den Blättern – Minierfliegen! Nach und nach büßten die Pflanzen fast all ihre Blätter ein und geben heute das folgende „gerupfte“ Bild ab:

Erdbeerspinat

Vom „Gemüse“ hatte ich dieses Jahr also schonmal garnichts – schade. Ich frage mich, ob Minierfliegen hier auf meinem Balkon jedes Jahr so aggressiv zu Werke gehen werden? Aber viele Früchte haben die Pflanzen angesetzt. Geschmacklich sind sie kurios – sie sind süßlich-wässrig, schmecken am Schluss aber erdig und spinatig. Ich finde sie taugen – wenn überhaupt – nur als witzige Zugabe zum Salat. Geschmackssache.Die roten Fruchtdolden setzten aber schöne Farbakzente auf meinem Balkon – sie würden sich noch schicker machen, wenn die Pflanzen noch ein ausgeprägteres Blattwerk bewahrt hätten…

Aus einigen Früchten habe ich Saatgut gewonnen. Da ich mich damit nicht auskenne, habe ich sie kurzerhand in den Mixer geschmissen. Bei vorsichtigem Abgießen konnte ich dann Fruchtfleisch und Saatgut trennen (setzte sich unten ab). Ich habe das Saatgut getrocknet – und hoffe, dass es keimfähig ist. (Jemand Interesse es auszuprobieren? – Oder jemand tipps, wie man (besser/sonst/allgemein) Saatgut gewinnt?)

Alles in allem müsste ich es mit dem Erdbeerspinat wohl nochmal versuchen, da ich – außer einem Testblatt im Mund – keinen Ertrag von den Pflanzen hatte. Als Spinatalternative könnten sich die Pflanzen nur bewähren, wenn die Insekten mir was davon übrig lassen würden. Bekommt man die Schädlinge jedoch in den Griff, so denke ich, dass der Erdbeerspinat eine schmackhafte und schmückende Abwechslung für Spinatliebhaber sein könnte. Wie ertragreich das Ganze jedoch sein würde, kann ich nicht einschätzen – herkömmlicher Spinat scheint mehr und größeres Blattwerk zu entwickeln.

Liebe Grüße aus dem heißen Mannheim,

Staphylea

Erfolgreiche Bewässerungsversuche.

Am Sonntag habe ich fluchtartig das Land verlassen. Das war mal wieder nötig, um den Kopf frei zu bekommen und mal ein bisschen Sommer zu genießen. Per Auto mit Zelt im Gepäck gings nach Hindeloopen. Entspannte und sportliche Tage – inklusive erster Versuche auf dem (Wind-)Surfbrett. Heute, auf dem Weg nach Hause, hat sich dann aber doch leichte Unruhe bei mir Breitgemacht: Was machen wohl die Pflanzen auf meinem Balkon? In Gedanken sah ich mich schon verzweifelt verwelktes Grün aus Töpfen reißen und in den Baumarkt fahren. Aber meine zuvor improvisierte Bewässerung hat sich bewährt – nahezu alle Pflanzen haben überlebt und nur ein paar vereinzelte trockene Blätter bekommen. Ich bin begeistert. Und dennoch: So ganz ausgefeilt und zuverlässig ist das System noch lange nicht.

Vor dem Urlaub habe ich kleine Töpfe mit Blumat-Bewässerungskegeln bestückt. Das ist eins der beliebtesten und zuverlässigsten Bewässerungssysteme, wie mir scheint. Man steckt einen Tonkegel in die Erde und einen dünnen Schlauch, der daran angebracht ist, in ein Wassergefäß und schon soll sich die Pflanze ganz von selbst ihr Wasser holen. Ich versorge meine Pflanzen so schon länger über Wochenenden, an denen ich mal nicht da bin. Das klappt bei kleinen Gefäßen ganz gut. Meine Chilis aber beispielsweise geben sich damit nicht so ganz zufrieden. Eine gewisse Experimentierphase und genügend Kegel sind also von Vorteil, um festzustellen, an welchen Pflanzen und Orten dieses System gut arbeitet.

Um die Pflanzen in meinen Balkonkästen und größeren Kübeln nicht verdursten zu lassen, habe ich zudem dünnwandige Plastikflaschen genommen, in die Deckel jeweils zwei kleine Löcher mit einem Nagel geschlagen, sie mit Wasser gefüllt und dann fest und tief in die Erde neben die Pflanzen gedrückt. Das hat meine Pflanzen ganz gut durch die heißen Tage gebracht. Am unterschiedlichen Wasserstand in den Flaschen und am variierenden Zustand der Pflanzen ließ sich aber erkennen, dass diese Form der Bewässerung nur bedingt funktioniert. Auch hier ist eine Experimentierphase von Vorteil. Dazu, Löcher in die Böden der Flaschen zu machen, damit das Wasser leichter abläuft – so wie es manchmal im Internet vorgeschlagen wird – kann ich nicht raten. Dann laufen die Flaschen in wenigen Stunden leer.

Urlaubsbewässerung_vorherKapuzinerkresse mit „Fläschchen“ vor dem Urlaub

Ich habe mich für diese „improvisierte“ Form der Bewässerung entschieden, nachdem ich einige Stunden im Internet herumgesucht hatte. Es gibt diverse Foren und Blogs, in denen sich die Nutzer über selbstgebaute und gekaufte Bewässerungssysteme beraten. Mein Fazit dazu war, dass alle Ansätze und Systeme, die einigermaßen bezahlbar sind und keinen Strom brauchen, ihre Vor- und Nachteile haben. Es wird oft sogar gestritten, ob sie grundsätzlich überhaupt brauchbar sind oder nicht. Ich wollte daher nicht soviel Geld investieren, wenn mir keiner sagen kann, was denn nun wirklich zuverlässig arbeitet. Ich werde in Zukunft nochmal darüber nachdenken, ob ich mir etwas besonderes anschaffe, oder ob Freunde und Nachbarn doch mal herhalten müssen, da sie einfach die zuverlässigeren Gießkannen sind…(was bei  mir allerdings etwas umständlich wäre.)

Vielleicht habt ihr auch Erfahrung mit Bewässerungssystemen und könnt mir Tips geben, was gut funktioniert?

Meine Spargelerbsen haben sich trotz meiner Abwesenheit ganz gut entwickelt, auch wenn sie etwas trockene Blätter bekommen haben. Heute kann ich mich an meiner ersten nennenswerten Ernte erfreuen:

Ernte_Spargelerbsen

Ich habe vor meinem Urlaub schonmal zwei Schoten geerntet und mit in eine Pfanne geschmissen. Sie schmecken lecker   nach Spargel und Erbse und sind schön zart, wenn man sie nicht zu groß wachsen lässt. Ich hoffe, die Pflanzen werden noch ein bisschen ergiebiger, denn ich könnte mich an die Erbsen in meiner Küche gewöhnen ;)…

Liebe Grüße aus dem heißen Mannheim,

Staphylea

Invasion im Paradies.

Die sonnigen Tage führen zu wahren Wachstumsschüben auf meinem Balkon. Alles erblüht und setzt Früchte an.

Kapuzinerkresse_Blüte

Kapuzinerkresse_BlütenDie erste Blüte meiner Kapuzinerkresse hat sich heute geöffnet.

   SpargelerbseMeine Spargelerbsenpflanzen setzen erste Früchte an und blühen munter weiter.

ZinnienMeine Zinnie hat ihre zweite Blüte geöffnet.

ErdbeerspinatUnd der Erdbeerspinat errötet.

Dies alles würde bei mir grenzenlose Freude auslösen, wäre da nicht die ständige Invasion von feindlichen Truppen. Als ich anfing zu gärtnern, wollte ich ökologisch sein und habe mir vorgenommen, dass auch Insekten ein zu Hause bei mir haben dürfen. Dabei dachte ich naiverweise wohl mehr an Bienchen und Hummeln. Nun habe ich grüne Blattläuse, schwarze Blattläuse, Minierfliegen, Rostpilze, Trauerfliegen und weißgottnichtwasnoch in meiner Balkon-WG. Beinahe jede Pflanze leidet unter irgendetwas. Stetig sammel ich Blätter oder Insekten ab und habe dabei schon beinahe meine friedliebende Einstellung zur Natur in meinen Blumentöpfen verloren. Konnte ich mir vor einigen Wochen noch mit einem tiefen Durchatmen und ein bisschen Rapsöl behelfen, so verliere ich nun langsam wirklich die Lust und frage mich, ob die Insekten mir am Schluss noch was übrig lassen. Da ist man schon beinahe geneigt, die Chemie-Keule rauszuholen…

Meine erste Gartensaison stellt mich hart auf die Probe.

Was macht ihr gegen all diese pflanzenfressenden Monster? – Und ist es normal, dass mir alle Pflanzen vor der Nase weggefressen werden?

Nur Sorgen mit dem jungen Gemüse…

Heute von meinem – leider verregneten – Balkon ein Bericht über Mangold- und Gurkenjungpflanzen.

Meinen Mangold „Bright Lights“ (Stielmangold) hatte in den letzten Wochen kaum Chancen zu wachsen. Das lag nicht am miesen Wetter, sondern an gefräßigen Tieren, die stetig, bereits bevor die Blätter auch nur die Chance hatten zu voller Größer heanzuwachsen, diese genüsslich zerfraßen. Gleiches habe ich an meinem Erdbeespinat festgestellt – aber da dieser bereits größer war, haben die Tierchen hier nicht soviel Schaden angerichtet. Um was für Tiere es sich eigentlich handelte, konnte ich nicht so recht rausfinden. Das Schadbild war wie folgt: Es machte den Anschein, als wenn einzelne Schichten der Blätter weggefressen wurden und man konnte geradezu „Fraß-Straßen“ erkennen. Die Blätter waren schließlich so zerstört, dass sie eingingen. Manchmal sah es aus, als wenn einzelne schwarze Larven sich in den Blätter eingenistet hatten (dunkle, dicke Punkte im Blatt). Nunja, ich hatte meinen Mangold schon abgeschrieben und beschlossen, dass ich ihn den Tierchen überlasse – aber seit einiger Zeit ist es um die Pflänzchen wieder ruhiger geworden und es wachsen neue, unversehrte Blätter nach. Es sieht aus, als würde der Mangold gerade erste Blätter bekommen, da ich die zersörten nun fast allesamt entfernt habe. Vielleicht besteht ja noch Hoffnung und die Tiere sind Weitergezogen?! Ich gebe den zwei Mangoldpflanzen jetzt noch eine neue Chance zu wachsen:

Mangold

Ganz anders gelagert waren meine Probleme mit der Aussaat von Mini-Gurken („Miniature White“). Im März oder April habe ich mich an der Anzucht auf der Fensterbank in meiner Wohnung versucht. Die kleinen Pflänzchen sind kaum über das erste Blatt hinausgekommen, dann gelb geworden und eingegangen. Ich hatte die in meiner Wohnung eingezogenen Trauermücken im Verdacht – war mir aber nicht sicher. Nachdem ich diesem Vorgang wiederholt zusehen durfte, verwarf ich das Projekt „Balkongurken“ vorerst und redete mir ein, dass mein Nord(west)balkon wahrscheinlich eh nicht genug Sonne für diese wärmeliebenden Pflanzen abbekommen würde. Vor ca. 3 Wochen überkam es mich aber dann doch nochmal und ich habe geschwind – ein letzter Versucht – nochmal einen Gurkensamen in Erde geschoben. Diesmal steht der Topf auf dem Balkon. Und siehe da, immerhin ist das Pflänzchen nun schon doppelt so groß wie alles, was ich zuvor zu Stande gebracht habe. Vielleicht reicht der Sommer und die paar Stunden Sonne auf meinem Balkon noch, zur Produktion einiger Gurken? – Ich würde mich sehr freuen.

Gurke