Verheißungsvolle Früchtchen.

Am letzten Freitag habe ich diese Schnappschüsse von der ersten Frucht an einer meiner Monatserdbeerpflanzen gemacht. Mitlerweile haben die Pflanzen jede Menge Blüten, Knospen und Fruchtansätze. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Pflanzen auf meinem schattigen Balkon oder im sonnigen Hochbeet stehen. Bisher bin ich also guter Dinge, dass ich von meinen drei Pflanzen bald Erdbeeren pflücken kann. Die Vorfreude ist groß!

Wie die Fotos aber auch zeigen, habe ich mit Blattlauskolonien zu kämpfen. Im Hochbeet haben sich schnell Ameisen eingefunden, um die Blattläuse zu pflegen. Das finde ich natürlich gar nicht so witzig. Ich habe daher immer mal wieder Kaffeesatz und Kartoffelwasser über den Erdbeeren verteilt und die Läuse mit der Hand abgestrichen. Bisher mit nur bescheidenem Erfolg. Aber der Befall hält sich zum Glück in Grenzen.

Erdbeere und Ameise II

Erdbeere und Ameise III

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Gärtnerischer Umzug.

Heute war ich wieder im Gemeinschaftsgarten, wie jeden Tag. Leider haben wir anscheinend eine Nachbarin oder einen Nachbarn, der unser Gartenprojekt nicht mag. Denn heute fanden meine Beetnachbarn Hanfsamen großzügig auf unseren Beeten verstreut und in meinem Beet lag frische, mit Schnecken gespickte Erde. Wer bitte hat es denn nötig, uns friedliche Gartenaktivisten so zu sabotieren? – Aber so schnell lassen wir uns natürlich nicht unterkriegen.

Gärtnerischer Umzug ins Hochbeet

Aber nun zum eigentlichen Thema dieses Artikels. Ich habe beschlossen, dass ich das Gärtnern auf meinem Balkon stark zurückschraube. Das hat zum einen den Grund, dass mein Balkon in diesem Jahr über und über mit Blattläusen übersät ist. Zum andern haben meine Rose und mein Salbei Mehltau bekommen, der sich nicht eindämmen ließ. Und schließlich sind die frisch ausgesäten Blattsalate von vor einigen Wochen mal wieder nur geschossen. Da Gärtnern unter diesen Umständen einfach keinen Spaß macht, habe ich beschlossen, meinen Topfbalkon zu reduzieren und mich stattdessen auf mein neues, sonniges Hochbeet im Gemeinschaftsgarten zu konzentrieren.

Allerdings heißt das nicht, dass auf meinem Balkon nichts mehr wächst. Drei Balkonkästen und ein paar große Töpfe dürfen bleiben. Ich habe heute angefangen dort meine – leider mal wieder schlecht wachsenden – Tomatenpflanzen aus dem Wohnzimmer hin auszusiedeln. Sie sind nicht sonderlich krautfäuleresistent und würden im Hochbeet nicht überleben. Außerdem dürfen ein paar Kräuter und ausgewählte, andere Pflanzen noch bleiben. Ansonsten nutze ich den Platz aber von nun an lieber zum Sitzen und Grillen. Morgen muss ich den Balkon noch weiter aufräumen und umgestalten, dann folgen sicher bald auch mal wieder Fotos.

Wachstum im Hochbeet

In meinem Hochbeet wächst und keimt alles, dass man förmlich zusehen kann. Und ich hatte schon die ersten Auseinandersetzungen mit der Natur, die ich von meinem Balkon nicht kannte: Ameisen pflegen Blattläuse auf meinen Erdbeerpflanzen. Zu Hause angekommen habe ich daher mein Biogarten-Handbuch aufgeschlagen und beschlossen, vorerst Kaffeesatz um die Pflanzen zu verteilen und sie mit Brennesseltee zu besprühen. Ich hoffe das hilft als erste Maßnahme. Im Moment hält sich der Blattlausbefall noch in Grenzen.

In den letzten Tagen hab ich noch das ein oder andere ausgesät – und Kornblumenkeimlinge und eine Chili ins Beet gesetzt. Zur Kennzeichnung meiner Pflanzen und Aussaaten nutze ich Tonscherben, die ich mit einem wasserfesten Filzstift beschrifte. Meine Beetnachbarin hat mich auf die Idee gebracht, die in gleicher Weise Steine zum Einsatz bringt. Eine schöne und kostensparende Alternative zu Plastikschildern. (Die Tonscherben stammen in meinem Fall nämlich aus der Mülltonne eines Friedhofs. Friedhöfe sind auch eine prima Topfquelle, da dort vieles entsorgt wird, das eigentlich noch gut zu gebrauchen ist.)

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Hochbeet am 14.05.2015

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Tonscherbenbeschriftung.

Ich wünsche Euch allen ein schönes, (hoffenlich) langes Wochenende.

Biester.

In der letzten Woche habe ich mit wachsender Sorge die Blattlauskolonien auf meinen Pflanzen beobachtet. Etwas resiginiert dachte ich mir, dass ich vielleicht irgendwann einfach einsehen muss, dass dieser Nord(west)balkon beim Gemüse- und Obstgärtnern einfach nicht so einen großen Spaß bietet. Trotz abspritzen der Pflanzen mit Wasser und einsprühen mit Neem konnte ich kaum eine positive Entwicklung entdecken. Und so habe ich vorgestern erstmal einen großen Teil meines Portulaks gerodet, da selbst dieser mitlerweile ordentlich befallen war. Ich hoffe nun, dass der ‚Schädlingsdruck‘ etwas sinkt und die anderen Pflanzen besser durchkommen.

Heute Abend ließ ich dann das Radio laufen. In den Nachrichten verwies der Sprecher auf eine Mitteilung der Gartenakademie Rheinland-Pfalz: In diesem Jahr treten früh und in starken Mengen Blattläuse auf (siehe: Artikel in der Süddeutschen)! Das Phänomen ist also kein Problem meines Balkongartens. Wir müssen uns alle darauf einstellen. Aber was tun gegen diese Plage?

13.02.Blattläuse Erdbeere

Blattlauskolonie auf der Unterseite eines Erdbeerblattes.

Für mich kommen nur biologische Bekämpfungsmaßnahmen in Frage. Bisher bringen diese noch nicht den gewünschten Erfolg, aber es braucht eben Konsequenz und man muss sich intensiv um die Pflanzen kümmern. Ich kenne folgende Maßnahmen, um gegen die kleinen Biester anzugehen:

  • Blattläuse absammeln – das funktioniert bei kleinen Pflanzen, man kann die Blätter einfach abstreifen und die Läuse dabei zerdrücken
  • Blattläuse mit einem Wasserstrahl abspritzen – ob das langfristig hilft, weis ich auch nicht, aber es wird zuweilen im Netz empfohlen.
  • Pflanzen mit einer Rapsöl-Wasser-Mischung besprühen – dies lässt die Schädlinge ersticken, ist aber auch ungesund für Nützlinge.
  • Pflanzen mit Neem-Öl besprühen – das hat bei mir im letzten Jahr ganz gut gewirkt, aber in diesem Jahr komme ich den Saugern damit nicht bei
  • Nützlinge fördern – zum Beispiel mit einem Insektenhotel und damit, dass man im Herbst vertrocknende Pflanzen stehen lässt, damit die Nützlinge darin überwintern können
  • Pflanzen mit einem Brennesseltee besprühen – das werde ich als nächstes austesten!
  • Pflanzen mit einem Wasser-Schmierseife-Gemisch besprüchen – eine Methode, die ich bisher vermieden habe, da ich die Seife nicht auf meinen Pflanzen (und im Erdreich) haben möchte.
  • Pflanzen stärken! – Ausreichend gießen und Düngen. Auch mal mit Brennesseltee oder ähnlichen natürlichen Stärkungsmitteln gießen. Kräftige Pflanzen überstehen die Attacken besser!
Marienkäferlarve

Verstärkung: eine gefräßige Marienkäferlarve im letzten Jahr auf meinem Balkon.

In diesem Sinne: Auf in den Kampf!

Frühjahrsputz vor dem Neustart.

Gestern Nachmittag war ich intensiv mit meinem Haushalt beschäftigt, da ich morgen Abend Freunde bekoche und es doch ein bisschen chaotisch bei mir aussah – vor lauter Arbeit kommt die Gärtnerin einfach zu nichts mehr. Als mich dabei die Sonne so durch die Fenster anlachte, beschloss ich kurzerhand auch noch den Balkon aufzuräumen und zu putzen, damit nicht immer soviel Dreck reingetragen wird und mein Balkon bereit ist für neues Grün. Dabei habe ich wieder ein paar erfreuliche und amüsante – und ein paar weniger erfreuliche Frühlingsbeobachtungen gemacht.

13.02.Bärlauch

Der Bärlauch traut sich aus der Erde.

Hier hätte ich auch einfach das Bild vom letzten Jahr nehmen können, schließlich sehen die grünen, frischen Spitzen immer gleich aus – aber ich freue mich trotzdem in jedem Jahr erneut darüber, dass sich hier das neue Gartenjahr ankündigt und muss es nochmal festhalten.

13.02.Waldmeistertreibtaus

Und auch der Waldmeister treibt aus.

Im benachbarten Topf habe ich dann mal das trockene Gestrüpp weggeschnitten, da es dem Waldmeister wirklich so garnicht gut zu gehen schien – ob das normal ist, im Winter? Ich habe schon überlegt, ob es mit ihm noch Sinn macht, dann aber die frischen Austriebe entdeckt. Da war klar: Der wird bestimmt wieder!

Als ich dann in den Blumenkästen nach dem Rechten sah, fiel mir etwas merkwürdiges in der Blumenerde auf…

13.12.Eichel

Gekeimte Eichel.

Ich muss wieder Eichhörnchenbesuch im letzten Winter gehabt haben – wie auch im Vorjahr vergraben die braunen Nager gerne Wintervorräte in meinen Balkonkübeln. Eine Eiche gibt es im Umfeld meines Balkons eigentlich garnicht – nur einen Walnussbaum und ein paar Ahorne.

Nicht so erfreulich ist der Zustand meiner Erdbeeren. Eigentlich machten sie keinen schlechten Eindruck in den letzten Wochen und ich war guter Dinge, dass sie bald wieder stärker austreiben würden. Die Blätter sind ab und an etwas vertrocknet oder bräunlich geworden und haben sich zusammengezogen, was ich auf den Winter geschoben habe. Als ich gestern dann aber mal genauer hinsah…

13.02.Blattläuse Erdbeere

Blattläuse auf der Unterseite eines Erdbeerblattes.

Unfassbar, die kräftig wirkenden, großen Blätter meiner größten Erdbeerpflanze waren am heftigsten Befallen. Dass mir das nicht früher aufgefallen ist! – Aufgrund des Winterwetters hatte ich einfach nicht mit so einer Masseninvasion gerechnet. Nun habe ich die Blattläuse mit einem Wassersprüher abgewaschen und die Pflanzen mit Neemöl behandelt. Hoffen wir, dass ich die Plagegeister in den Griff bekomme. Ich habe sie ungerne schon zum Start der Saison in solch großer Anzahl auf meinem Balkon. Und meine selbstgezogenen Erdbeeren sind nun wirklich zu schade, um sie diesen Biestern zum Fraß vorzuwerfen. Aber bisher ist mir noch keine Pflanze wirklich an Blattläusen eingegangen, da die Gärtnerin sich ja zu wehren weiß…

Die letzte Woche habe ich zudem dafür genutzt, mir ein neues Gartennotizbuch zuzulegen und zu gestalten. Nun kann es also weitergehen mit der Anzucht. Und wie mir eben mein Mailpostfach verraten hat, kommt heute auch das dazu notwendige Equipment endlich mit dem Postboten an meine Tür…

13.02.Gartenbuch

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

Letzte Umtopfaktion.

Am Samstag habe ich ein letztes Mal meine mitlerweile ganz ansehnlichen, selbstgezüchteten Monatserdbeeren umgetopft. Ich hatte sie zuvor in einen Blumenkasten gepflanzt – leider aber viel zu eng (ca. 10-15 cm auseinander), so dass sie und der daneben wachsende Hirschhornwegerich sich nun arg bedrängten. Heftiger Blattlausbefall des Hirschhornwegerich, der auch in moderaterer Form schon auf den Erdbeeren zu finden war, hat mich nun in diesem Jahr doch noch dazu gebracht, die Erdbeeren einzeln zu setzen, um das Wachstum jeder Pflanze und ihre Gesundheit besser im Blick zu haben. Leider war was Wurzelwerk der Pfalzen schon arg ineinander verschlungen, so dass sich eine gewisse Brutalität nicht verhindern ließen. Ich hoffe sie überleben und überstehen die – im Moment ja noch nicht so – kalte Jahreszeit gut.

dreiErdbeeren_November

Drei Monatserdbeeren – gleicher Aussaatzeitpunk,t aber ganz unterschiedliche „Durchsetzungskraft“ gegen Pflanzennachbarn und Schädlinge.

größteErdbeere_November

Der Sieger des ‚Wachstumswettbewerbs‘ – sieht doch schon prächtig aus!

Von Flora und Fauna.

Indoorflora

Zur Zeit stelle ich mich bereits auf den immer näher rückenden Winter ein. Ich habe daher angefangen Ableger von meinen Zimmerpflanzen zu ziehen – im Wasserglas zu bewurzeln und dann einzupflanzen. Leider weiß ich garnicht genau, was ich da für (Ranke)Pflanzen in der Gärtnerei gekauft hatte – es ist mir entfallen und ich muss dafür wohl mal recherchieren. Eine zweite Generation begrünt meine Wohnung aber bestimmt vorteilhaft und hilft gegen den Winterfrust der Balkongärtnerin. Und erste Erfahrungen sammel ich so auch, habe ich zuvor doch nie Pflanzen vermehrt. Bald sollte ich jedoch dafür sorgen, dass die Artenvielfalt auch steigt. Fotos und Erfahrungen folgen vielleicht ein andermal.

Samenrotation

Samenrotation2014

Heute abend habe ich mal das Saatgut für meine Teilnahme an der Samenrotation vom Balkongärtner Marcel zusammengestellt. Das geht die Tage dann auf die Reise. Sechs Tütchen gehen auf die Reise – allesamt mit samenfestem, zum Teil selbst geerntetem Saatgut bestückt. Ich bin schon gespannt, was ich diesesmal für Inspirationen aus der Rotation ziehen kann und was dann im nächsten Jahr den Weg in den Topf findet.

Unerwünschte Indoorfauna

Heute habe ich dann vorrangig mit Putzen verbracht. Ich hatte am Freitag den Verdacht, dass sich Dörobstmotten bei mir eingenistet haben. Ich war schockiert, nachdem ich drei Motten und eine Raupe in der Küche erschlagen hatte! Nun wohne ich seit fast zehn Jahren alleine – in unterschiedlichen Wohnungen – und ich hatte noch nie irgendwelche Schädlinge in meiner Küche. Ich habe dann im Netz gelesen, dass man sich die Schädlinge mit einkauft und diese besonders gerne in Lebensmitteln die nicht mit Chemie belastet sind (Bio) leben. Da ich mich aber auch in Zukunft gerne gesund ernähren will, habe ich beschlossen andere Seiten aufzuziehen. Von nun an kommt bei mir alles in gut verschlossene Gläser – so hab ich die Lebensmittel wenigstens im Blick. Erschreckend ist auch, dass Küchenschädlinge tendentiell wieder zunehmen in unserer Zeit, wo einzelne, chemische Behandlungsweisen für Lebensmittel wieder verboten werden. Vorbeugung ist also vielleicht garnicht schlecht – besonders vor dem Hintergrund, dass Verwandte von mir super Horrorgeschichten dazu auf Lager hatten. Eine negative Seite von gesunder Ernährung, die ich bisher noch nicht bedacht hatte – aber natürlich hat alles seine Vor- und Nachteile und an meinen Überzeugungen ändert das garnichts. Natur ist eben eigenwillig – wenn man aber weiß, worauf es ankommt, hat man das sicherlich im Griff.

Ich wünsche einen guten Start in die Woche!

P.S.: Außerdem möchte ich mich herzlich Bedanken bei Marcel für seine Nominierung meines Blocks zum „Liebster Award“. Ich habe mich sehr darüber gefreut! – Jedoch bin ich leider so garkein Fan von Fragebögen nach Kettenbriefprinzip und muss daher passen – ich hoffe meine Leserschaft und Marcel nehmen es mir nicht übel. Aber gefreut habe ich mich trotzdem, dass jemand an meinen Blog denkt!

Balkongartentag.

Die stetigen Unwetter mit Sturmböen und heftigem Regen setzen meiner  Balkonflora doch unerwartet stark zu. Den Tomaten welken die Blätter – sie werden gelb und fallen ab. Ich hoffe das legt sich wieder. Außerdem haben die heftigen Gewitter des Öfteren Blumenerde aus meinen Balkonkästen gespült, so dass die auf dem Boden stehenden Tomatenpflanzen über und über verdreckt sind. Meine selbstausgesäten Mohn- und Dillkeimlinge kümmern, scheinbar haben sie doch zu wenig Sonne auf meinem Nord(west)balkon. Am Blutampfer zeigen sich seit rund zwei Wochen immer wieder weiße Flecken – ich habe schon mehrfach die befallenen Blätter abgepflückt, da nun aber beide Pflanzen flächendeckend aussahen wie mit Mehl überstäubt, habe ich gestern beschlossen meinen Balkon mal gründlich aufzuräumen.

Blutampfer_weiße Flecken

Blutampfer mit seltsamen, weißen Flecken.

DreckigeTomate

Matschige Tomatenblätter.

Die Blutampferpflanzen habe ich beim Aufräumen dann schweren Herzens entsorgt. Schade, sie haben auf meinem Balkon seit ihrer Aussaat im Frühjahr 2013 immer grün-rote Akzente gesetzt und in diesem Jahr auch munter geblüht. Als Salat haben sie für mich aber nicht getaugt – obwohl der Blutampfer nicht so sauer sein soll, wie gewöhnlicher Ampfer, hat uns der Geschmack einfach nicht zugesagt.

Beim Aufräumen habe ich ein paar neue Mitbewohner auf meinem Balkon getroffen. Neben ein paar Tausendfüsslern und Blattläusen haben mich vor allem jene hier beeindruckt…

Grashüpfer

Heuschrecke auf einem Mangoldblatt.

Spinnenbesuch

Spinne auf einem Salbeiblatt.

Erfreuliches zeigt sich auch an den Pflanzen. Die letzte Tomatensorte auf meinem Balkon, die bisher noch keine reifen Früchte geliefert hat, hat es nun fast geschafft:

ErgebelndeTomate

Ergelbende Cerise.

Es ist somit endgültig bewiesen: Tomaten auf dem Nord(west)balkon sind möglich. Bei Johannisbeertomate, gelber Cerise und einer Balkonkastentomate hat es funktioniert. Wundervoll!  – Natürlich ist die Anzahl der Tomaten immer überschaubar und kann sicher nicht mit einem sonnigen Garten mithalten, aber Erfolgserlebnisse und eigene Früchte sind zu Genüge möglich.

Und meine Mini-Gurke ist in den letzten Wochen hochgeschossen und schlingt sich gerade um die greifbaren Tomatenäste. Gestern habe ich dann die erste weibliche Blüte an der Pflanze entdeckt. Na, ob das doch noch was mit den kleinen Gürkchen wird?

WeiblicheGurkenblüte

Die erste weibliche Blüte an der Gurke „miniature white“.

Am Nachmittag habe ich dann den Amish Deer Tongue geerntet. Dies ist eine alte, robuste Salatsorte, die von den Amishen in Amerika gezüchtet und angebaut wird. Die Aussaat wollte erst nicht so recht keimen und es haben sich in den letzten Monaten nur zwei Pflanzen durchgeschlagen und sind zu nennenswerter Größe herangewachsen – dies lag wohl auch an den schweren Gewittern: Die heftigen Regenergüsse haben viele Keimlinge auf dem Gewissen. Aber das Ergebnis macht doch Lust, es nochmal zu probieren.

Rose_AmishDeerTongue

Pflücksalat „Amish Deer Tongue“ neben einer Balkonrose.

Da aufgrund mangelnder Zeit in diesem Frühjahr und Sommer und aufgrund der Gewitter nun noch bzw. wieder Platz in einigen Kästen war, habe ich versucht alles etwas umzugestalten und zu optimieren. Vor einigen Wochen habe ich erneut Monatserdbeeren ausgesät – es müsste im Juni gewesen sein. Meine ersten Anzuchtversuche im Frühjahr auf der Fensterbank sind vollkommen fehlgeschlagen. Die jetzigen drei Keimlinge haben nun wenigstens schon einige Blätter – und darunter auch erste richtige Erdbeerblättchen. Leider werden sie ständig – trotz Neemölbehandlung – von Blattläusen befallen. Ich hoffe trotzdem, dass sie es ins Erwachsenenalter schaffen. Gestern habe ich die Keimlinge vereinzelt und ihnen genug Platz in einem Balkonkasten zur Verfügung gestellt. Vielleicht wirds dann ja im nächsten Jahr was mit den Früchten!

Erdbeerkeimlinge_Anzuchttopf

Erdbeerkeimlinge – zweiter Versuch.

Erdbeerpflänzchen

Vereinzelte Keimlinge neben dem langsam wachsenden Hirschhornwegerich.

Heute habe ich dann noch ein paar neue Mitbewohner auf dem Heimweg besorgt, um schonmal ein paar Lücken zu füllen. In meiner Tasche haben sich dabei „Bunt-Salbei“, „Knobi-Gras“ und eine lilane Blühpflanze (deren Namen ich nicht kenne) eingefunden.

Neue Mitbewohner I

„Knobi-Gras“ und lila Blühpflanze.

Besonders angetan hatte es mir das Knobi-Gras. Bisher kannte ich nur Schnittknoblauch und Schnittlauch – die beide schmalere Blätter haben. Dieses „Gras“ hingegen hat zweifarbige, breitere Blätter und duftet lecker nach Knoblauch. Das Knobi-Gras ist auf jeden Fall mehrjährig (lässt sich allerdings nur im Haus überwintern), es wächst – laut beigesteckter Beschreibung – an sonnigen und schattigen Standorten, ist essbar und lässt sich wie Knoblauch zu diversen Leckereien verarbeiten.

Kräuterbalkonkasten

V.l.n.r.: Von den Gewittern gebeuteltes Schnittlauch (treibt gerade neu aus); bunter Salbei (neu!), selbstausgesäte Orangengewürztagetes und selbstausgesäter, „normaler“ Salbei.

Neu pflanzen macht bessere Laune, wenn das Wetter verrückt spielt. Nächste Woche nehme ich dann vielleicht auch noch ein paar Neuaussaaten in Angriff, sobald ich mich wieder täglich um sie kümmern kann. Mal sehen, was zur Aussaat im Hochsommer/Herbst noch taugt und diese Saison abrundet – auf jeden Fall wird Feldsalat bald wieder seinen Weg in meine Blumenkästen finden.

Ich wünsche eine schöne, nicht so nasse Woche.