Wachstumsbericht.

Heute ertappe ich mich immer wieder, wie ich Löcher in meine Pflanzen starre. Es hängt mir zum Hals raus aufs Wetter zu schimpfen – aber einen anderen Grund für mein Tief und meine Antriebslosigkeit kann ich beim besten Willen nicht finden. Also gibt es heute nochmal einen kurzen Wachstumsbericht und dann wird Sport getrieben – sonst halte ich es mit mir selbst nicht mehr aus!

Tomtate und Chili

Tomate „Vilma“ (3.5 Wochen alt) und Chili „Basket of Fire“ (5 Wochen alt – mit anfänglichen Startschwierigkeiten) sind ganz gut gewachsen. Sie könnten Sonne vertragen um sich so weiterzuentwickeln, genau wie alles andere auf der Fensterbank – aber daran ist heute mal wieder nicht zu denken!

Zinnie und Fl. Lieschen

Zinnien und Fleißige Lieschen trödeln in meinen Augen ziemlich rum. Vielleicht ist das aber auch  normal – ich kenne mich ja nicht aus. Sie sind jetzt 4-5 Wochen alt und die hier abgebildeten Pflänzchen sind jene, die noch am weitesten entwickelt sind. Da muss Frau wohl noch viel Geduld haben.

Zusammenschnitt

Die Ananaskirsche (vor 1 Woche endlich aufgegangen) sucht das Licht.

Kräuter im Regal

Die Kräuter/Blumentöpfchen im Buchregal (2-3 Wochen alt) wachsen allmählich – hier zu finden: Ysop, Majoran, Schnittknoblauch und ein Fleißiges Lieschen.

In den letzten drei Tagen rappelt sich zumindest der Schnittknoblauch auf:

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Meinen Blutampfer (Aussaat Anfang und Ende März) habe ich in die nicht so helle Küche verbannen müssen. Die erste Aussaat hat durch ein paar sonnige Tage sehr gelitten (die ersten Blätter haben braune Ränder und wachsen schlecht) – Blutampfer verträgt anscheinend nicht so viel Sonne.

Auf dem Balkon habe ich Salate, frühkeimende Radieschen und Kubaspinat ausgesät. Ich habe einen Blumenkasten über Ostern in die kühle Küche gestellt und Salat und Kubaspinat so zum Keimen genötigt. Nun habe ich sie wieder in die Freiheit entlassen in der Hoffnung, dass sie dort weiterwachsen. Aber bisher passiert da natürlich garnichts. Und man kann immer nur auf besseres Wetter hoffen.

Neu ausgesät auf meiner Fensterbank in den letzten Tagen – bisher aber noch nicht gekeimt: Sonnenblume, Kapuzinerkresse, eine weiße Minigurke („Gurke Miniature White“), Erdbeerspinat, Ringelblume, Kaktusfeige und Chichiquelite (Link).

Gegenüber der Parakresse habe ich endgültig kapituliert. Ich habe dreimal ausgesät – dreimal ist garnichts passiert. Ich lasse es jetzt gut sein. Dann wachsen eben all die anderen tollen Sachen auf meiner Fensterbank!

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Volles Haus.

Heute habe ich mir die Tomaten- und Chili-Pflänzchen nochmal vorgenommen. Sie waren ganz gut gewachsen in den letzten Wochen. Die Chilis habe ich am 04.03. ausgesät, sie haben sich mit dem Keimen jedoch ein bisschen Zeit gelassen. Die Tomaten sind zwei Wochen alt (Aussaat am 13.03.) und haben sich standfester und schneller entwickelt. Ich habe die Pflanzen vereinzelt und dabei in ihren Töpfchen ein bisschen tiefer gesetzt, um den leichten Geilwuchs zu kompensieren. Die neuen Töpfchen haben auch den Vorteil, dass sie für jede Pflanze mehr Feuchtigkeit speichern – ich hoffe so überleben es die Kleinen, wenn ich über Ostern meine Familie „bereise“.

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Bei meinen Tomaten handelt es sich um die Balkontomatensorte „Vilma“. Sie war die erste kleinwüchsige Tomatensorte, die mir in die Hände gefallen ist und mein Auswahlkriterium war vorrangig, dass die Tomatenpflanzen für eine platzsparende Topfkultur auf dem Balkon (oder notfalls auf der Fensterbank) geeignet sind. Die Balkontomate „Vilma“ wird ca. 40 cm hoch und 50 cm breit und ist eine Buschtomate. Sie soll also relativ pflegeleicht sein – Mann/Frau muss sie nicht ausgeizen oder anbinden.

Die Chilis sind von der Sorte „Basket of Fire“ und werden vom Hersteller als „äußerst ertragreiche sowie dekorative Sorte“ beschrieben, die klein und buschig wachsen. Sie werden ca. 30 cm hoch und 50 cm breit und sind damit prima für die Topfkultur geeignet. Die Früchte sind klein und spitz und reifen von dunkellila nach gelb und orange bis rot ab. Ich bin gespannt, ob es meine Pflänzchen soweit schaffen!

Bei beiden Gemüsesorten handelt es sich um konventionelles Saatgut. Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen nurnoch sortenfestes Biosaatgut zu verwenden. Aber zunächst muss ich in dieser Saison meine Spontankäufe noch aufbrauchen. Ich bin ein Fan von sortenfestem Biosaatgut, da ich selbst wieder Samen ernten möchte und mein Saatgut möglichst wenig behandelt sein soll. Außerdem finde ich es sehr attraktiv nicht so überzüchtete Hybridformen zu pflanzen, sondern möglichst alte, eventuell auch heimische Sorten und eine Vielfalt teilweise vergessener oder wenig kultivierter Pflanzen. Aber dazu ein andermal mehr…

Im Herbst – wenn ich sie soweit erfolgreich großgezogen haben sollte – werde ich dann nochmal schreiben, welche Erfahrung ich mit diesen Sorten gemacht habe.

Liebe Grüße und ich wünsche allen ein paar mehr Grad draußen.

Neues von der Fensterbank.

Dieses Wochenende musste ich meinen „Nachwuchs“ auf der Fensterbank vorerst alleine lassen – da ich regelmäßig die Wochenenden außer Haus bin. Ich habe daher meine Keimlinge und kleinen Pflanzen gemeinsam mit frischen Aussaaten in zwei kleinen Zimmergewächshäusern untergebracht, damit sie nicht so schnell Feichtigkeit verlieren und sie mir am Wochenende nicht verdursten. Die Heizung habe ich auf niedriger Stufe laufen lassen, damit mir hier nicht alles erfriert – besonders meine Chili, Balkontomaten und Co. mögen es schließlich eher warm beim Keimen. Zwei schon etwas größere Pflanzen habe ich mit Blumatkegeln zur Selbstbewässerung versorgt – eine Art Testphase, da ich mit Blumat Tonkegeln bisher noch keine Erfahrung habe. Als ich heute vormittag, nachdem ich mir meinen Weg durch den bestreikten Nahverkehr gebahnt hatte, wieder mein Zimmer betrat, konnte ich hocherfreut feststellen, dass sich alles prima entwickelt und ich diesesmal keine „Verluste“ zu verzeichnen habe. Im Gegenteil…

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Der Blutampfer (Aussaat: 05.03.) ist beinahe komplett gekeimt – und bekommt schon rote Stiele. Scheinbar haben die Keimlinge es schwer, sich von den Samenschalen zu befreien – die hängen noch munter an den Keimlingen. Erste Ansätze für die ersten „richtigen“ Blattpaare zeigen sich schon allmählich. Ich halte den Ampfer immer schon nass, da ich gelesen habe, dass er gerne Nässe (sogar Staunässe?!) hat.

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Die Chilis „Basket of Fire“ (Aussaat: 04.03.) haben sich nun auch endlich gezeigt. Ich hatte die Samen erst in kleinen Töpfchen aus Klopapierrollen mit Aussaaterde stehen. Da die Chilis es warm mögen, hatte ich sie mit einer durchsichtigen Plastiktüte abgedeckt – und die Töpfchen haben prompt geschimmelt, auch wenn ich sie öfter von ihrer Haube befreit habe. Ich habe die gekeimten Samen dann letzten Freitag nochmal komplett umgesetzt – und scheinbar hat es funktionert: in einem abgeschnittenen Tetra-Pack und neuer Erde wachsen sie vorerst super … „Basket of Fire“ sind kleinwüchsige, gut tragende Chilis, die ich im Sommer einfach auf meiner Südseite am Fenster stehen lassen möchte, da ich nicht glaube, dass sie auf menem Nordwestbalkon wachsen und gedeihen.

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Majoran (Aussaat 04.03.) – so langsam zeigen sich die ersten „richtigen“ Blattpaare.

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Pimpinelle (oben, Aussaat: 04.03.) und Ysop (unten, Aussaat: 04.03.). Die Pimpinellen-Keimlinge haben lustigerweise drei verschiedenen Wachstumsstadien, da sie unterschiedlich schnell gekeimt sind. Ich versuche mich momentan vor allem an der Anzucht von Kräutern, die es in dieser Form nicht im Supermarkt zu kaufen gibt. So bringt mir meine eigene Zucht hoffentlich auch einen schönen Mehrwert für meinen Kochtopf. Wie Pimpinelle eigentlich schmeckt und wozu ich sie nutzen kann, weiß ich allerdings noch garnicht.  Ysop kenne ich bereits aus dem Lorscher Klostergarten, da ich dort mal gearbeitet habe – der Ysop wurde dort in der Museumspädagogik für Rezepte auf der mittelalterlichen Heilkunde eingesetzt. – Wir werden sehen, was ich später mit diesen Gewächsen anstellen werde!

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Und hier: Die Balkontomate „Vilma“ (Aussaat: 13.03.). Auch sie steht in einem abgeschnittenen Tetra-Pack, wie die Chilis. Die Tomatenpflanzen sind ein Versuch. Ich bin  mir nicht sicher, ob sie meinen Balkon in Nord-West-Lage mögen werden, aber da die Pflanzen nicht so groß werden, kann ich sie ja sonst vielleicht an mein Südfenster stellen. So zumindest der Plan…(so blaß wie auf den Bildern sind die Pflanzen übrigens nicht, das liegt mehr am Licht und der Kamera).

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Und zu guter Letzt: Die Zinie (Aussaat: 04.03.). Auch hier zeigt sich das erste Blattpaar. Dies ist eine der wenigen reinen Blühpflanzen, die ich diesen Frühling ausgesät habe. Hinzu kommen noch zwei Anzuchttöpfchen mit Fleißigen Lieschen – aber die wollen nicht so richtig wachsen (über die Keimblätter kommen sie schwer hinaus). Wir werden sehen, ob diese Blumen meinem Balkon dieses Jahr Farbe geben werden…

Neu ausgesät habe ich heute auf meiner Fensterbank die Ananaskirsche „Aunt Molly“, damit ich – wenn alles gut geht – dieses Jahr auch was „zu naschen“ auf meinem Balkon habe. Mal sehen, wie sie keimt!

In meinem ersten angebrachten Balkonkasten am Balkongeländer tut sich noch immer nichts. Aber das ist auch kein Wunder bei dem Wintereinbruch die letzten Tage. Anfang März habe ich dort Kubaspinat ausgesät – der ja ansich sehr kälteverträglich sein soll. Heute habe ich dann auf der anderen Seite noch Eichenblattsalat dazu gesät, eine Sorte Schnittsalat, die auch mit recht niedrigen Temperaturen klarkommen soll. Ob sich da bald was tut? – Oder ob ich einfach generell zu früh dran bin? – Hoffen wir auf baldigen Frühling…

Liebe Grüße