Wachstumsbericht. Oder: Endlich Sommer!

Heute morgen war ich mit meinem Kaffee in der Hand auf dem Balkon spazieren. Seit das Wetter endlich mitspielt, kann ich manchen Pflanzen förmlich beim Wachsen zusehen. In den letzten Wochen habe ich außerdem noch einiges von drinnen nach draußen gepflanzt. Hier ein paar Impressionen – und eine kleine Übersicht, was nun auf meinem Balkon alles wächst:

Fangen wir auf dem Balkonboden an – mit meiner „Topfkultur“:

BlumentöpfeHier finden sich, v.l.n.r.: Kapuzinerkresse und Mangold „Bright Lights“ (noch winzig, aber er entwickelt nun endlich erste richtige Blätter, nachdem die Keimlinge bei dem kalten Wetter ziemlich unmotiviert in der Gegend rumstanden), Liebstöckel, Spargelerbsen, nochmal Mangold (auch noch winzig), Thymian und Currystrauch.SpargelerbsenBesondere Freude machen mir im Moment meine Spargelerbsen. Ich habe sie Ende April ausgesät und nachdem sie gekeimt waren und erste richtige Blätter hatten, nach draußen gepflanzt. Leider kam dann das schlechte Wetter und es tat sich zunächstkaum mehr was. Seit der Sommer nun eingesetzt hat, wachsen sie aber – endlich. Ich kann praktisch dabei zusehen – jeden Tag ein 1-2 cm mehr und immer wieder neue Blätter…

Und in direkter Nachbarschaft…

Blumentöpfe_2

Majoran, zweimal Pimpinelle (nachdem sie mir zweimal eingegangen ist, habe ich nun diverse Jungpflanzen gezogen und draußen gedeihen sie auch besser) und Pfefferminze.

Kasten_boden

Daneben steht ein Balkonkasten auf dem Boden, der mit Kerbel (noch winzig), einer Orangengewürtagetes (ebenfalls noch klein – soll gegen Nematoden in der Erde helfen, vielleicht ja auch gegen Trauermücken?), sowie – hier auf dem Bild zu sehen – Erdbeerspinat und Blutampfer.

Blumenkästen

In meinen vier hängenden Balkonkästen, die alle ungefähr das gleiche Format haben und mitlerweile beim Blick aus dem Fenster im Zusammenspiel mit den dahinterliegenden Bäumen einen wundervoll naturnahen Eindruck vermitteln, befinden sich zur Zeit (v.l.n.r., nicht alles auf dem Bild): Zitronenmelisse, Ringelblume (noch klein, bekommt gerade drittes Blattpaar), Pimpinelle (ebenfalls noch klein), Salbei (gerade ausgepflanzt – wird etwas von den Radies bedrängt, aber die ernte ich ja hoffentlich bald!), Radies, eine Zinnie, zwei kleine Orangengewürztangetes-Keimlinge, Kubaspinat, Radieschen „Helios“, frisch sprießender Schnittsellerie und Blutampfer. Hui, das ist eine große Pflanzenfamilie geworden – aber die Radieschen machen bald hoffentlich Platz, damit noch einiges dazukommen bzw. die anderen Pflanzen sich ausbreiten können.

Hier mein sprießender Schnittselerie, der zwischen Blutampfer und Radieschen hervorlugt…

Schnittsellerie

Verheißungsvoll ist auch dieser Anblick – meine Zinnie, die sich auf ihr erstes Blühen vorbereitet:

Zinnie

Es stehen außerdem noch einige Töpfe herum. – Auf der Fensterbank:

FensterbankPimpinelle (ja, die findet sich oft – ich habe sie eben zu großzügig ausgesät – ich fürchte ich muss bald mal ein paar Pflänzchen „verschenken“, wenn sie entsprechend gediehen sind), Ysop (habe ich auch 3-4 Pflanzen – muss ich ebenfalls bald mal abstoßen) und Pflücksalat (bereits mehrfach Blätter geerntet – langsam ist er nicht mehr so hübsch, bekommt aber immernoch neue Blätter).

Körbchen

Und in meinem „Körbchen“ auf dem Balkontisch wächst mein größter Ysop (Aussaat im Februar) und daneben Schnittknoblauch. Der Schnittknoblauch entwickelt sich im Schneckentempo (habe auch noch welchen an meinem Südfenster stehen). Die mickrigen Hälmchen wollen einfach nicht so richtig – und immer wieder verwelken einzelne Halme. Wo das mal hinführen soll… ich bin gespannt, ob er es noch packt!

In zwei leer gewordenen Töpfen habe ich letzte Woche außerdem noch einmal neuen Pflücksalat und eine Mini-Gurke ausgesät. Mit der Gurke das ist nune in Experiment. Nachdem mir vier Gurkenkeimlinge (zwei Aussaaten) in den letzten Monaten immer wieder eingegangen sind (böse Trauermücken?!), habe ich beschlossen der Gurke noch eine letzte Chance zu geben. Diesmal versuche ich es direkt auf dem Balkon. Und ich bin gespannt, ob die Zeit noch recht und die Pflanze sich entwickelt…

So, nun werde ich mal in den Tag starten. Leider hatte mich heute morgen eine ziemliche Migräneattacke im Griff – daher geht heute alles ein bisschen langsamer. Liegt wohl an den Wetterumschwüngen – gestern war es sehr drückend in Heidelberg, wo ich mich den Nachmittag über aufgehalten habe…

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Staphylea

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3 Kommentare zu “Wachstumsbericht. Oder: Endlich Sommer!

  1. Es ist so schön, dass die Pflanzen nun genügend Wärme und Sonne zum Wachsen haben! Mein erster Gang führt mich morgens meist auch auf dem Balkon :-). Ich wünsche dir, dass die Migräne schnell verschwindet und du den sonnigen Tag genießen kannst! Liebe Grüße.

  2. Manchmal muss ich lachen, wenn ich deinen Blog lese. Ich habe den Eindruck, wir kämpfen – meistens zur gleichen Zeit – mit den selben Problemen (Trauermücken, weiße Fliege, Gurken-Probleme) etc. Was deine Gurken-Problematik betrifft wollte ich deshalb mal fragen, welche Sorte du auspflanzt? Ich habe es nämlich mit den Mini-Gurken Picolino und Printo versucht und die wachsen sehr zöglicherlich vor sich hin und gehen dann irgendwann ein. Meine Schwester hat mir „normale“ Salatgurken-Pflänzchen gegeben, die ziemlich robust vor sich hin wachsen… Vielleicht liegt es einfach an der Sorte!
    Ich wollte dich auch noch fragen, was man mit Pimpinelle und Ysop macht und es lange dauert, bis aus einem Samen eine Pflanze wird? LG Eva

    • Liebe Eva,
      ich habe die Minigurken „Miniature white“ ausgesät. Aber ausgepflanzt habe ich sie erst garnicht. Sie haben auf meiner Fensterbank in Töpfen gerade mal anderthalb Blätter bekommen und sind dann wieder eingegangen. Mit einer anderen Sorte sollte ich es wirklich mal versuchen. Erstmal habe ich einen neuen Topf mit Saatgut nach draußen gestellt, um mal zu sehen, ob das draußen besser läuft. Aber tröstlich, dass man mit solchen Problemen nicht allein ist! Solche Erfahrungsberichte helfen immer, einzuschätzen, was bei einem selbst vielleicht schiefläuft.
      Was die Pimpinelle und den Ysop angeht: da bin ich noch keine gute Ratgeberin. Ysop wurde in der Naturheilkunde früher bei Halsproblemen eingesetzt – z.B. in Honig mit anderen Zutaten als Hustensirup. Man kann ihn auch als Gewürz nutzen oder in den Tee geben. Allerdings finde ich ihn relativ bitter und der Geschmack hat es mir bisher noch nicht so angetan. Gut ist allerdings, dass er – sobald er blüht – wohl eine prima Bienenweide ist. Er wächst relativ langsam, ich habe ihn noch in relativ kleinen Töpfen. Ich finde das ganz angenehm, dass ich nicht gleich alles in Besitz nimmt. Was die Pimpinelle angeht, so kann ich dazu noch nichts sagen. Sie sind mir mehrfach eingegangen und nun wachsen sie erst langsam zu Pflanzen heran. Ich weiß daher noch garnicht, wie die schmeckt. Ich habe diese Kräuter vor allem gesät, weil sie außergewöhnlich sind und ich sie austesten wollte – ob sie sich bei mir etablieren weiß ich aber noch nicht. Ich berichte aber dann einfach nochmal, wenn ich genauer herausgefunden habe, wofür ich sie nutzen kann! 😉
      Liebe Grüße,
      Staphylea

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